Ein 24-Jähriger wird Nachfolger von Olaf Kiesheyer als Trainer beim TuS Holzen-Sommerberg

hzFußball-Kreisliga A

Er sagt, er hat das „Holzen-Gen“ in sich. Doch Olaf Kiesheyer macht am Saisonende beim Fußball-A-Ligisten TuS Holzen-Sommerberg Schluss - zumindest als Trainer.

Holzen

, 25.02.2020, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fünfzig Jahre Fußball sind genug, findet Olaf Kiesheyer. Und deshalb hört der Trainer des A-Ligisten TuS Holzen-Sommerberg nach dieser Saison auf.

Als Vierjähriger mit dem Kicken begonnen

„Das habe ich mir schon länger so vorgenommen – wenn die 50 Jahre voll sind, ist Schluss“, sagt Kiesheyer. Als Vierjähriger hat er in Dortmund-Schüren mit dem Kicken begonnen und ist seitdem am Ball geblieben – zunächst als Spieler, die längste Zeit beim Hörder SC.

Und seit fast 25 Jahren dann auch als Trainer. Im ambitionierten Nachwuchsbereich beim Hörder SC und TSC Eintracht Dortmund war Kiesheyer unterwegs, später dann unter anderem beim VfR Sölde und BSV Fortuna Dortmund.

Ingo Meyers Anfrage beim Hundespaziergang

Ingo Meyer, damals Trainer in Holzen, lotste Kiesheyer dann vor sechs Jahren ins Eintrachtstadion. „Beim Hundespaziergang hat mich Ingo gefragt, ob ich nicht Lust hätte, in Holzen was zu machen“, erzählt Kiesheyer.

Und so kam es dann auch. Vier Jahre trainierte Kiesheyer die Holzener „Zweite“, mit der er 2017 in die C-Liga abstieg und den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga B schaffte, ehe er zur Saison 2018/19 die Erstvertretung des TuS übernahm.

Arne Werner personifiziert den Holzener Kurs

Mit dieser steht er derzeit auf dem elften Tabellenplatz der Dortmund Kreisliga A1, nur drei Punkte vor den Abstiegsrängen. Doch Kiesheyer ist fest davon überzeugt, den Klassenerhalt zu schaffen – genauso wie Arne Werner.

Arne Werner, hier bei der Stadtmeisterschaft im Sommer, steht für den Holzener Kurs, auf die Jugend zu setzen.

Arne Werner, hier bei der Stadtmeisterschaft im Sommer, steht für den Holzener Kurs, auf die Jugend zu setzen. © Bernd Paulitschke

Der 24-Jährige ist seit dieser Saison der Co-Trainer an Kiesheyers Seite und personifiziert den Holzener Kurs, auf die jungen Leute aus den eigenen Reihen zu setzen. Werner, in der vorigen Saison noch einer der beiden Trainer, die die Holzener A-Jugend zum Aufstieg in die Bezirksliga geführt haben, hat an Kiesheyers Seite schon in der laufenden Saison immer mehr Aufgaben übernommen und soll in der kommenden Spielzeit zum hauptverantwortlichen Trainer aufsteigen.

Entscheidung bis Mitte März

Unterstützt werden soll der junge Coach dabei von einem erfahrenen Trainerkollegen. Wer das sein wird, steht noch nicht fest. Man sei in Gesprächen mit zwei Kandidaten, verrät Abteilungsvorsitzender Andreas Bartels. Spätestens Mitte März soll eine Entscheidung gefallen sein.

Wenn es nach Bartels‘ Willen geht, soll auch Kiesheyer dem TuS erhalten bleiben – wenn auch nicht mehr als Trainer. „Mein Wunsch ist es, dass Olaf uns weiter mit Rat und Tat zur Seite steht“, sagt Bar-tels und stößt dabei keineswegs auf taube Ohren.

Andreas Bartels, Fußbal-Abteilungsleiter des TuS Holzen-Sommerberg, will bis spätestens Mitte März einen zweiten Trainer neben Arne Werner gefunden haben.

Andreas Bartels, Fußbal-Abteilungsleiter des TuS Holzen-Sommerberg, will bis spätestens Mitte März einen zweiten Trainer neben Arne Werner gefunden haben. © Nils Foltynowicz

„Wir werden uns in aller Ruhe mal zusammensetzen, um darüber zu sprechen“, sagt Olaf Kiesheyer.

Kiesheyers ausgeprägte Verbundenheit zum TuS

Viermal pro Woche auf dem Sportplatz zu stehen, das wolle er nicht mehr haben, sagt er. Aber er lässt eine ausgeprägte Verbundenheit zum TuS erkennen. „Das Holzen-Gen habe ich mittlerweile in mir“, so Kiesheyer – hört sich doch ganz danach an, als werde das Ende der Trainertätigkeit nicht gleichbedeutend damit sein, dass Olaf Kiesheyer dem TuS Holzen-Sommerberg verloren geht.

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