Ernüchterung am Sonntagmorgen: Halbfinale ist Endstation für zwei Talente des KVS

Kanuslalom

Zoe Jakob und Jannemien Panzlaff bleibt der Sprung in den Finallauf verwehrt. So ist Tillmann Röllers Mannschafts-Gold das positive EM-Erlebnis aus Sicht der Schwerter Kanuten.

07.07.2019, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ernüchterung am Sonntagmorgen: Halbfinale ist Endstation für zwei Talente des KVS

Tillmann Röller (re.) freut sich mit seinen beiden deutschen Teamkollegen über die Mannschafts-Goldmedaille bei der Junioren-Europameisterschaft in Liptovsky.

Was am Freitag mit dem Gewinn der Mannschafts-Goldmedaille für Tillmann Röller so positiv begann, setzte sich am Sonntagmorgen aus Sicht des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte deutlich weniger erfolgreich fort. Denn bei den Kanuslalom-Europameisterschaften für U23 und Junioren im slowakischen Liptowsky war sowohl für Zoe Jakob (U23) als auch für Jannemien Panzlaff (Juniorinnen) im Halbfinale des jeweiligen Einercanadier (C1)-Wettbewerbs Endstation. Auf den Plätzen 19 und 18 im jeweils 20-köpfigen Starterfeld waren die beiden Schwerterinnen vom Erreichen des Finallaufes der besten 10 ein gutes Stück entfernt.

Kleiner Fehler mit Folgen

Bei der 17-jährigen Jannemien Panzlaff, die als Junioren-Jungjahrgang zu den jüngsten Fahrerinnen des Feldes zählte, hielt sich die Enttäuschung jedoch in Grenzen – dass sie sich überhaupt fürs Halbfinale qualifiziert hatte, darf man als Erfolg bewerten.

Zoe Jakob dagegen hatte deutlich mehr von sich erwartet, zumal sie im Vorlauf am Freitag mit Platz eins ein echtes Ausrufezeichen gesetzt hatte. Doch am Sonntagmorgen reichte es nicht. Zwar kassierte sie keine Strafsekunden wegen Torstabberührungen, doch „ein kleiner Fehler, der große Auswirkungen hatte“, wie sie selbst anschließend analysierte, kostete die Finalteilnahme, die Jakob um etwa 15 Sekunden verpasste.

So bleibt aus Schwerter Sicht als Positiv-Erlebnis der Mannschafts-Europameistertitel für Tillmann Röller und seine beiden deutschen Teamgefährten Maximilian Dilli und Paul Bretzinger im K1-Teamwettbewerb der Junioren am Freitagnachmittag – und das, nachdem der junge Schwerter ein paar Stunden vorher im Einzel eine bittere Pille hatte schlucken müssen. „Nachdem ich im zweiten Lauf der Qualifikation im Ziel war, hatte ich gedacht, es reicht locker fürs Halbfinale. Doch nach einer umstrittenen Video-Entscheidung bekam Röller noch 50 Strafsekunden aufgebrummt – aus der Traum vom Halbfinale.

Weiter geht‘s nach Krakau

Doch das Mannschafts-Gold entschädigte für diesen unglücklichen Rennverlauf. Außerdem hat Röller schon in ein paar Tagen die Möglichkeit, es besser zu machen. Denn am Montagmorgen geht es für die Paddler gleich weiter nach Krakau, wo ab dem 16. Juli die Weltmeisterschaft für die U23- und Juniorenfahrer auf dem Plan steht. „Dort wird alles auf Null gesetzt“, sagt Tillmann Röller – auf den Lorbeeren der Mannschafts-Goldmedaille von Liptovsky scheint sich der 18-jährige Schwerter nicht ausruhen zu wollen.

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