Es scheint doch noch ein heißer Kanu-Herbst zu werden

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Weil die Ampel für die U23- und Junioren-Europameisterschaft in Krakau und die Deutschen Meisterschaft in Lofer auf Grün stehen, ergeben sich für die KVS-Athleten neue Wettkampfperspektiven.

Schwerte

, 21.07.2020, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Situation nervte die Athleten: Weil im Kanuslalom so gut wie alle Wettkämpfe wegen des Coronavirus abgesagt worden sind oder zumindest ein Fragezeichen hinter der Austragung stand, war es ohne konkretes Wettkampfziel nicht immer einfach, sich im Training zu motivieren.

In den vergangenen Tagen hat sich die Lage aber nun im Sinne der Sportler verändert – es scheint doch noch ein „heißer Herbst“ für die nationale Kanuslalom-Elite zu werden.

EM in Krakau vom 1. bis 4. Oktober

Die wichtigste Nachricht aus Sicht des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (KVS): Die Europameisterschaft für U23- und Junioren findet statt – sofern sich die Corona-Lage nicht zum Negativen verändert. Vom 1. bis zum 4. Oktober stehen die Titelkämpfe im polnischen Krakau auf dem Programm.

Die Qualifikation für diese Titelkämpfe wird am ersten September-Wochenende ausgefahren. Im Kanupark von Markkleeberg wird es dann für die Kaderathleten des KVS und ihre nationalen Konkurrenten darum gehen, ein EM-Ticket für die jeweilige Boots- und Alterskategorie zu lösen.

Andere Rahmenbedingungen für die DM

Eine Woche nach der „Quali“ steht für die besten deutschen Kanuten der nächste Wettkampf-Höhepunkt auf dem Programm: Vom 11. bis 13. September sind in Lofer kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze die deutschen Meisterschaften für die Leistungsklasse sowie für Jugend und Junioren geplant. Nach intensiven Gesprächen zwischen Vertretern des Deutschen Kanuverbandes (DKV) und des örtlichen Ausrichtervereins steht die Ampel auch für diese Titelkämpfe auf Grün.

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Allerdings sind die Rahmenbedingungen in diesem Jahr etwas anders. Normalerweise könnte jeder bei der DM starten. Diesmal aber wird es wohl eine Teilnehmerbegrenzung geben. Wie viele Paddler teilnehmen dürfen, hängt auch von den örtlichen Behörden ab.

Zweites Wintertraining zum Formaufbau

Weil diese DM der Wettkampf ist, bei dem die Wahrscheinlichkeit von vornherein am geringsten war, dass er Corona zum Opfer fällt, hatte die Schwerter NRW-Landestrainerin Ariane Herde ihren kompletten Trainingsaufbau darauf ausgerichtet.

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„Im Prinzip haben wir unser Aufbautraining vom Winter komplett nochmal absolviert“, erklärt Herde – die wettkampffreie Zeit der vergangenen Wochen hatte zwangsläufig eine Anpassung der Trainingsinhalte zur Folge.

Trainingsblöcke in Markkleeberg

Diese Trainingsinhalte sind für die Kadersportler des KVS (Zoe Jakob, Jannemien Panzlaff, Gregor Kreul, Tillmann Röller und Jonas Büchner) in der näheren Zukunft drei Trainingsblöcke in Markkleeberg. Der erste Block ist für das kommende Wochenende (24. bis 26. Juli) geplant.

Neben den genannten Athleten wird auch der KVS als Verein noch mit einem Tross nach Sachsen fahren, für den Jonathan Queißer und Simon Stainert als Trainer vorgesehen sind.

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