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FC Schwerte stellt den Spielbetrieb nach der Saison 2018/19 ein

hzFußballverein löst sich auf

Elf Vereine gehören zurzeit der Fachgruppe Fußball des Schwerter Stadtsportverbandes an. Ab der nächsten Saison werden es aber nur noch zehn sein. Denn die Tage des FC Schwerte sind gezählt.

Schwerte

, 12.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Dennis Kirsch hat in den vergangenen fünf Jahren jede Menge Zeit, Nerven und vor allem Herzblut in „seinen“ FC Schwerte investiert. Kirsch ist Gründungsmitglied des jüngsten Kindes der Schwerter Fußballfamilie und er ist der Vereinsvorsitzende. In dieser Funktion gibt er nun offiziell bekannt, was sich schon seit ein paar Wochen angedeutet hatte: „Wir werden den Spielbetrieb nach dieser Saison einstellen“, sagt Kirsch.

Zwischenzeitlich hatte es auch schon mal nach einem sofortigen Aus ausgehen, als der FC im März zu zwei Spielen in der Iserlohner Kreisliga B aus personellen Gründen nicht antreten konnte. Aber ganz so sang- und klanglos wollte man dann offenbar doch nicht von der Bildfläche verschwinden. „Ich habe an die Ehre der verbliebenen Spieler appelliert – und zuletzt sah es dann auch personell wieder etwas besser aus“, berichtet Kirsch. Er gehe fest davon aus, zu den verbleibenden acht Saisonspielen eine Mannschaft stellen zu können, so der Vorsitzende des FC, der noch etwa 90 Mitglieder hat.

Kein Zurück mehr: Vertrag fristgerecht gekündigt

Danach ist Schluss, ein Zurück gibt es laut Kirsch nicht mehr. Offiziell aufgelöst wird der Verein aus formalen Gründen erst zum 31. Dezember dieses Jahr, doch hat Kirsch schon alle notwendigen Schritte in die Wege geleitet. So ist der Vertrag mit der SG Eintracht Ergste zur Nutzung des Waldstadions fristgerecht gekündigt worden, die Verantwortlichen des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen wissen ebenso Bescheid wie der Stadtsportverband und die Vereinsführung des VfB Westhofen, der als Ausrichter die Stadtmeisterschaft ohne den FC Schwerte planen muss.

Was sind die Gründe dafür, dass Kirsch und seine wenigen verbliebenen Mitstreiter fünf Jahre nach der mit viel Enthusiasmus auf den Weg gebrachten Vereinsgründung das Handtuch werfen? „Letztlich muss man sagen, dass wir kein Verein geworden sind, wie wir ihn uns vorgestellt haben“, sagt Kirsch.

Immer weniger Mitglieder wollten Verantwortung tragen

Auch sportliche Erfolge wie der Aufstieg der Fußballer in die KreisligaB im vergangenen Sommer oder der Durchmarsch der Futsaler, die es nach ihrer Gründung bis in die höchste Liga geschafft hatten, hätten nichts daran geändert, dass sich immer mehr Mitglieder zurückgezogen haben und kaum noch jemand Verantwortung übernehmen wollte. Spätestens, als er vor ein paar Wochen auf einen „Weckruf“ per Rundmail an die Mitglieder keinerlei Feedback erhalten habe, sei der Entschluss gereift, einen Schlussstrich zu ziehen, schildert Dennis Kirsch.

So endet „im verflixten fünften Jahr“ (O-Ton Kirsch) eine nicht allzu lange Ära des Vereins FC Schwerte. Und wie geht es für die verbliebenen Aktiven weiter? Er könne nur für sich selbst sprechen, sagt der 28-Jährige und verrät, dass er sich wohl mit einigen Teamkollegen den Sportfreunden Sölderholz anschließen wird. Ein Wechsel zu einem anderen Schwerter Verein kommt für ihn nicht in Frage, sagt Kirsch: „Einen Verein zuzumachen und sich zwei Monate später einem anderen Klub in der Stadt anzuschließen, das würde sich für mich nicht richtig anfühlen“, findet er.

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