Fußball-Staffelleiter befürchtet Termin-Chaos: Wohin mit den ganzen Nachholspielen?

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Lothar König ist Staffelleiter der Fußball-Bezirksliga 8 - und führt in dieser Funktion viele Telefongespräche in diesen Tagen. Droht den Bezirksliga-Fußballer ein Terminchaos?

Schwerte

, 13.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

12 der 16 Mannschaften dieser Liga - alle außer den vier Dortmunder Teams VfR Sölde, DJK TuS Körne, TuS Hannibal und ASC 09 Dortmund II - gehören dem Kreis Unna an. Deshalb hat König seit dem vergangenen Wochenende ein Problem. Denn vom Trainings- und Spielverbot, das Teil der drastischen Maßnahmen der Kreis-Verantwortlichen zur Bekämpfung des Corona-Virus ist, ist somit fast die ganze Liga betroffen.

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Fünf Spiele sind am vergangenen Wochenende ausgefallen - es werden nicht die letzten gewesen sein. König hat diese Partien bereits für Samstag, 31. Oktober, neu angesetzt. Sechs Tage vorher, am 25. Oktober, endet die Kreis-Maßnahme. „So haben die betroffenen Mannschaften wenigstens die Möglichkeit, vorher noch zwei Trainingseinheiten zu absolvieren. Das ist das einzige Entgegenkommen, das ich leisten kann“, sagt König. Ansonsten seien ihm die Hände gebunden, sagt König in dem Wissen, dass da ein handfestes Terminproblem auf ihn zukommt.

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Denn an den kommenden beiden Wochenenden sollen jeweils sechs der acht Spiele auf Unnaer Kreisgebiet stattfinden - dazu wird es nicht kommen. Die Frage, wann sie denn in dem eng gesteckten Terminkalender nachgeholt werden könnten, kann auch König nicht beantworten. „Ich kann nur sagen, dass auch ich mit der ganzen Lage nicht glücklich bin. Aber ich habe keine Handhabe“, sagt der Staffelleiter.

Auch ein Heimrechttausch könne nur marginal zur Lösung des Problems beitragen. Um es am Beispiel des kommenden Sonntags zu verdeutlichen: Lediglich bei der Partie des Geisecker SV (Schwerte und damit Kreis Unna) gegen den Dortmunder Klub TuS Hannibal würde dies Sinn machen, den Spielort zu tauschen. Aber selbst das wird nicht funktionieren, weil der Hoeschpark am kommenden Sonntag anderweitig belegt ist.

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So bleibt Lothar König kaum etwas Anderes übrig, als die weitere Entwicklung abzuwarten. Ein gutes Gefühl hat er dabei nicht: „Wenn ich mir die aktuellen Zahlen so ansehe, befürchte ich, dass man in Dortmund bald zum selben Ergebnis kommen wird wie im Kreis Unna.“

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