Gleich den Turbo zünden - der Holzpfosten-Plan in Richtung Bundesliga

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Der Westdeutsche Fußball-Verband hat den Spielplan der Regionalliga 2020/21 veröffentlicht. Aufsteiger Turbo Minden ist erster Gastgeber der Holzpfosten Schwerte am 12. September.

Schwerte

, 12.08.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bundesliga ruft. In der kommenden Saison werden die Gründungsmitglieder einer Futsal-Bundesliga ermittelt – so denn die Saison in Zeiten der Corana-Pandemie über die Bühne gebracht werden kann.

Während am heutigen Donnerstag die Endrunde um die Deutsche Futsal-Meisterschaft beginnt und die alte Saison zumindest noch auf nationaler Ebene einen Abschluss finden soll, hat der Westdeutsche Fußball-Verband (WDFV) nun den Spielplan der Futsal-Regionalliga West 2020/21 veröffentlicht.

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Für die Holzpfosten Schwerte steht also der Plan in Richtung Bundesliga. Denn die ersten beiden Plätze am Ende der Saison berechtigen zum direkten Einzug in die neue bundesweite Spielklasse. Der dritte Platz führt in eine Relegation, über die noch weitere Bundesliga-Plätze ermittelt werden. Für die Schwerter, die in der abgebrochenen letzten Spielzeit auf Platz sechs standen, gilt es also um mindestens drei Plätze besser einzulaufen.

Die Regionalliga West geht mit zwölf Mannschaften an den Start. In den vergangenen Jahren war die Sollstärke jeweils zehn Teams. Da Uerdingen im Vorjahr sein Team zurückgezogen hatte, waren nur noch neun Vereine im Rennen. Der reguläre Abstieg wurde ausgesetzt.

Zwölf statt 14 Teams

Ursprünglich sollte die Liga in die neue Saison sogar mit 14 Teams starten. Denn sowohl im Niederrhein als auch in Westfalen konnten die Entscheidungsspiele nicht mehr durchgeführt werden. Somit wären jeweils zwei Teams aufgestiegen. In Westfalen hatte man die Westfalenliga vor der Saison geteilt. Der FSP Turbo Minden und Futsal 61 Lüdenscheid führten ihre Staffeln jeweils an. Die Lüdenscheider haben aber ihre Futsalabteilung geschlossen. Die Futsaler haben sich dem Schlesischen SV Lüdenscheid angeschlossen und machen einen Neuanfang.

Neben Minden sind die weiteren Neulinge Post SV Düsseldorf, Primero Mühlheim (beide Niederrhein) sowie die Bonner Futsal Lions aus dem Mittelrhein. Mit diesen wären es also 13 Teams gewesen und der Spielplan war auch schon ausgearbeitet. Doch kurzfristig hat Atletico Köln noch zurückgezogen, sodass im Spielplan nun in der Regel immer zwei Mannschaften spielfrei sind.

Zum Auftakt am 12. September geht es für die Holzpfosten Schwerte gleich zum Aufsteiger Turbo Minden. Eine Woche später kommt Cherusker Detmold zur Heimpremiere in der Alfred-Berg-Sporthalle. Die folgenden Gegner heißen dann Black Panther Bielefeld, Mühlheim und Münster mit zwei spielfreien Spieltagen dazwischen.

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„Der Plan ist eigentlich ganz gut für uns. Man kann ihn in zwei Blöcke aufteilen“ meint Teamchef Hendrik Ziser. Zunächst kommen die Gegner, die die Schwerter hinter sich lassen wollen und müssen. Dann folgen die direkten Konkurrenten im Kampf um die Bundesliga-Plätze. „Am Anfang müssen wir die Pflichtsiege einfahren und uns das nötige Selbstvertrauen holen. Ab November kommen dann die direkten Duelle“, so Ziser. In diese wollen die „Pfosten“ mit entsprechend Rückenwind gehen.

Die beiden Topteams waren zuletzt Sennestadt und die Panthers aus Köln. Beide starten auch in der DM-Endrunde. Und beide gelten auch erneut als Favoriten. Fortuna Düsseldorf und den Wuppertaler SV erwartet Ziser erneut oben dabei. An diesen Teams wollen die Schwerter vorbei. „Düsseldorf hat sich mit einigen Holländern verstärkt“, kann er berichten. Den Erzrivalen UFC Münster (Vorjahresdritter) sieht er dagegen nicht wieder in den vorderen Rängen.

Noch ins Trainingslager

Es ist zweifellos ein ambitioniertes Unterfangen, in die Phalanx an der Spitze einzubrechen und den Traum von der Bundesliga zu verwirklichen, doch die Schwerter werden alles daran setzen. Vor dem Saisonstart stehen noch ein Trainingslager am 22./23. August sowie drei Testspiele auf dem Programm. Dann soll gegen Minden gleich der Turbo zünden und dann wollen sich die Holzpfosten gleich in der Spitzengruppe festsetzen.

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