Michel Amaral und sein Kreisliga-Wahnsinn im Zwei-Minuten-Takt

hzFußball-Kreisliga A

Er hat schon viel erlebt als Fußballer. Aber auch für den Routinier des VfB Westhofen war das, was ihm da am vergangenen Sonntag gelungen ist, etwas Einzigartiges.

Westhofen

, 18.09.2020, 19:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es waren seine besten fünf Minuten als Fußballer. Jemals. Jedenfalls fällt Michel Amaral, der in der Jugend die Teams des FC Schalke, MSV Duisburg und RW Essen durchlief, nichts Vergleichbares ein. „So etwas ist mir auf diese Art und Weise auch noch nie passiert“, sagt Amaral über jene fünf Minuten vom vergangenen Sonntag.

0:2-Rückstand in der 85. Minute

An diesem Sonntag, dem zweiten Spieltag in der Dortmunder Fußball-Kreisliga A, sah es ziemlich sicher danach aus, als würde der VfB Westhofen zum ersten Mal verlieren. Zu Hause lag er bis zur 85. Minute mit 0:2 gegen Oespel-Kley zurück.

Doch dann kam alles anders. Denn dann kam Michel Amaral. Der offensiv sehr flexibel einsetzbare Stürmer drehte das Spiel mit drei Toren in der 85., 87. und 89. Minute – Kreisliga-Wahnsinn im Zwei-Minuten-Takt.

„Es ist eigentlich kaum in Worte zu fassen“

Der VfB Westhofen gewann nach dem Derbysieg gegen Holzen in der Vorwoche – auch hier drehte das Pajdzik/Huber-Team einen Rückstand – somit auch sein zweites Ligaspiel. Westhofen ist ebenso perfekt wie spektakulär in die Saison gestartet.

„Es ist eigentlich kaum in Worte zu fassen, was sich da in den letzten Minuten abgespielt hat“, sagt Amaral, der als 35-Jähriger zu den Routiniers in Westhofen zählt.

Überzeugt vom Westhofener Projekt

Gekommen ist er im Sommer 2019. Seinen Trainer Christoph Pajdzik kennt er schon seit der Kindheit, ist gut mit ihm befreundet. Das Westhofener Projekt, so Amaral, habe ihn sofort überzeugt.

Der Portugiese wechselte seinerzeit vom VfB Schwelm an die Wasserstraße, spielte 2007/08 aber auch schon in der Regionalliga für den SC Verl.

Der erfahrene Amaral weiß also seit jeher mit dem Fußball umzugehen. „Meine Stärke ist definitiv der Abschluss“, meint er selbst. Das demonstrierte er eindrucksvoll mit seinem Fünf-Minuten-Hattrick am vergangenen Sonntag.

„Die Reaktion meiner Kollegen darauf war überwältigend. Der Jubel kannte keine Grenzen. Das ist aber, denke ich, nach diesem Spielverlauf auch normal.“ Es war das einzig Normale am 3:2-Sieg gegen Oespel-Kley.

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