Mit Liebe zum Sport: Kathrin und Oliver Manz‘ Leben mit dem Tennis

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Oliver und Kathrin Manz haben mit dem Tennis eine gemeinsame, große Passion. Bald bereiten sich die beiden in Spanien auf einen Sommer vor, der vor allem eines werden soll: erfolgreich.

von Linus Jäger

Schwerte

, 24.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Die Leidenschaft für den Tennissport liegt bei Oliver Manz und seiner Frau Kathrin im Blut. Schon während des Gesprächs zum Start in die neue Saison scheinen die beiden schon gespannt darauf zu warten, endlich auf der roten Asche spielen zu dürfen.

Ein paar Tage Auszeit haben sich die beiden zum Wandern genommen. Aber jetzt steigt die Vorfreude immer mehr. Zur Saisonvorbereitung geht es in ein paar Tagen für eine Woche nach Andalusien, wo mehrere Tennisfamilien des TC Rot-Weiß Schwerte an ihrer Frühform feilen möchten. Deshalb bietet der Spanien-Trip für Oliver Manz, Chefcoach der Rot-Weißen, nicht nur Erholung und Freizeit: „Es wartet ein Tenniscamp mit 24 Teilnehmern, darauf freue ich mich sehr. Trotzdem möchte ich mindestens zwei Stunden pro Tag selbst trainieren, um meine Form weiter zu verbessern.“

„Spiele aktuell mein bestes Tennis“

Auf der heimischen Anlage in Schwerte-Ost steht der 33-Jährige ca. 45 Stunden in der Woche als Trainer auf dem Platz – da wird jede Möglichkeit genutzt, selbst das Racket zu schwingen. Nun hat er mit Platz 17 in der Deutschen Herren-30-Rangliste die beste Platzierung seines Lebens erreicht: „Vor mir sind nur Profis oder Bundesligaspieler gelistet, das macht mich stolz. Ich merke, dass ich aktuell mein bestes Tennis spiele. Aber ich kann mich trotzdem noch verbessern“, meint er.

Nicht viel Platz lässt sein Terminkalender bis zu den Sommerferien. Deshalb hat er zuletzt einige Turniere gespielt – auch im Hinblick auf ein jährliches Highlight: die Schwerter Stadtmeisterschaften. „Letztes Jahr habe ich außergewöhnlich schlecht gespielt, deswegen muss ich etwas gutmachen. Der Turniersieg ist das Ziel“, sagt er.

Solche Kampfansagen an Konkurrenten kommen seiner Frau nicht über die Lippen. Dabei hat auch Kathrin Manz definitiv die nötige Form und Qualität. Doch die 24-Jährige spielt erst fünf Jahre Tennis. Von Leistungsklasse (LK) 23 auf 7 hat sie sich hochgearbeitet und schon zweimal innerhalb von drei Monaten eine LK1-Spielerin geschlagen. Die vorläufige Krönung wäre im April ein Platz in der Deutschen Rangliste gewesen, doch diesen hat sie um mickrige zehn Punkte und sieben Plätze als Nummer 507 hauchdünn verpasst.

Schlaflose Nächte hat sie deshalb aber nicht gehabt. „Natürlich wäre es mit der Rangliste schön gewesen und es ist mit der Punktzahl sehr schade, aber es ist überhaupt nicht schlimm. Oli hatte die ganze Geschichte viel mehr auf dem Schirm als ich.“

Erfolgreiche Eistänzerin

Dabei hat Kathi Manz noch ganz andere sportliche Erfolge vorzuweisen, allerdings im Eistanzen und nicht im Tennis. Schließlich tanzte sie 14 Jahre lang, war Nachwuchsmeisterin und hatte Auftritte auf internationaler Ebene. Wie kam es dann zum Wechsel der Sportart? „Ich wollte mir eine neue Sportart suchen und da ich Oli schon vorher kennengelernt hatte, bot Tennis eine gute Chance für den Neuanfang“, meint Kathrin Manz und Ehepartner Oliver ergänzt: „Am Anfang hat etwas das Ballgefühl gefehlt, aber das kam irgendwann rasend schnell.“

Kathi Manz gibt auch rund zehn Stunden in der Woche Tennistraining und übt selber fünf Stunden. Die Belohnung für die harte Arbeit waren die vielen Erfolge zuletzt: „Der Aufstieg der 1. Damen war sehr schön und das Turnier in Koblenz lief super, denn ich habe gegen die Turniersiegerin aus den Top-200 nur 4:6 4:6 verloren“, sagt Manz mit leichter Zurückhaltung.

Der Titel soll her

Erfolgreich möchte die Studentin auf Grundschullehramt auch bei den Stadtmeisterschaften sein, die Anfang Juni auf der Anlage des TC Rot-Weiß Schwerte über die Bühne gehen werden. „Auf dem Sandplatz ist es am schönsten, ich mag die Spielweise und habe dank meiner Fitness kein Problem mit langen Matches. Nach drei Vizetiteln fiebere ich jetzt meinem ersten Sieg natürlich entgegen“, sagt Kathi Manz.

Die Grundlage für den möglichen Erfolg legt sie zusammen mit ihrem Mann in Spanien, denn am Ende soll sich die harte Arbeit möglichst für beide auszahlen. Der Ansporn auf den Titel bei den heimischen Titelkämpfen ist auf jeden Fall bei beiden stark ausgeprägt. Denn beide Einzeltitel sind noch nie an die Eheleute Manz gegangen.

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