Na endlich, HSG Schwerte/Westhofen! Und HVE Villigst-Ergste wirft sich warm fürs Topspiel

Handball-Landesliga

Eine Woche vor dem Topspiel beim TV Olpe wurde die HVE Villigst-Ergste nicht gefordert und gewann mit 20 Toren Unterschied. Und die HSG Schwerte/Westhofen hat ihre Durststrecke beendet.

Schwerte

, 09.02.2020, 19:35 Uhr / Lesedauer: 3 min
Na endlich, HSG Schwerte/Westhofen! Und HVE Villigst-Ergste wirft sich warm fürs Topspiel

Johannes Stolina war mit sechs Toren der erfolgreichste Werfer für die HVE Villigst-Ergste beim 35:15-Kantersieg gegen Volmetal. © Bernd Paulitschke

HVE Villigst-Ergste - TuS Volmetal 2 35:15 (20:11)

Eine ihrer leichteren Aufgaben hatte die HVE Villigst-Ergste am Samstagabend mit der Partie gegen den TuS Volmetal 2 zu bewältigen: Beim 35:15 (20:11) kassierte das Team von Trainer Thorsten Stange im zweiten Durchgang lediglich vier Gegentreffer.

Die Gäste waren mit großen personellen Sorgen angereist. Von den Protagonisten, die die HVE in den Begegnungen mit der Volmetaler Zweitvertretung in der Vergangenheit durchaus mal vor eine richtige Herausforderung gestellt hatten, spielte keiner mit.

Gegner war dem HVE-Team nicht gewachsen

Dennoch: Zumindest zu Beginn der Partie schienen sich die Gäste nicht mit einer Packung nach Hause schicken lassen zu wollen. Doch ihr Problem war, dass sie personell und auch konditionell schlicht und einfach mit dem Tabellenführer nicht mithalten konnten.

So lagen die Villigst-Ergster bereits nach zehn Minuten mit 8:3 in Front. In den folgenden zehn Minuten wuchs dieser Vorsprung zunächst nicht mehr an, ehe Trainer Stange in der Schlussphase der ersten Halbzeit einmal komplett durchwechselte und eine Besetzung aufs Parkett schickte, die der Startformation in nichts nachstand.

Elf Gegentore waren Trainer Stange zu viel

Gegen schon ausgelaugte Gäste setzte die HVE noch vier Treffer auf den Vorsprung drauf – zur Pause war die Partie beim 20:11 schon entschieden.

Offenbar waren die elf Gegentreffer für den Geschmack von Stange aber immer noch zu viel.

„Wir haben in der Halbzeit kleine Korrekturen in unserer offensiven Deckung vorgenommen, die dann in der zweiten Hälfte gegriffen haben“, merkte der Coach nach dem Spiel an. Seine Spieler agierten zwar immer noch offensiv, aber etwas zurückgezogener und nach wie vor aggressiv und fokussiert.

Zehn Minuten ohne Volmetaler Tor

So konnte Volmetal erst zehn Minuten nach dem Seitenwechsel seinen ersten Treffer zum 12:25 erzielen – vom anfänglichen Eifer, keine Klatsche zu kassieren, war nicht mehr viel zu sehen.

So war der zweite Durchgang dann für die HVE nur noch ein Schaulaufen, bei dem bis auf Abwehrchef Felix Ständker alle Feldspieler mindestens ein Tor erzielten. „Wir haben es dann souverän runtergespielt und auch in dieser Höhe verdient gewonnen“, durfte Trainer Stange feststellen – das Spitzenspiel am Samstag beim TV Olpe, der das Verfolgerduell in Hohenlimburg überraschend hoch mit 16:25 verlor, kann kommen.

Villigst-Ergste: Jan Schulte, Maurice Rolfsmeyer - Jonas Mag (6/3), Fabian Bleigel (2), Jan Ludwig (2), Philipp Koch (1), Alex Hänel (2), Louis Marquis (4), Nilas Praest (4), Johannes Stolina (6), Jannis Mimberg (3), Robert Stelzer (1), Jan Speckmann (4), Felix Ständker.

HSG Schwerte/Westhofen - HSG Lüdenscheid 33:25 (18:14)

Nach sechs sieglosen Spielen mit 1:11-Punkten ist die HSG Schwerte/Westhofen am Samstagabend mal wieder als Sieger eines Landesligaspiels aus der Halle gegangen – erstmals seit dem 30. November. Der 33:25-Erfolg gegen das sieglose Tabellenschlusslicht HSG Lüdenscheid geriet nicht in Gefahr.

Na endlich, HSG Schwerte/Westhofen! Und HVE Villigst-Ergste wirft sich warm fürs Topspiel

Tim Schlütz, der einen Treffer beisteuerte, kam mit der HSG Schwerte/Westhofen gegen Lüdenscheid zum ersten Sieg seit Ende November vergangenen Jahres. © Bernd Paulitschke

Als eine Selbstverständlichkeit dürfe man den Sieg angesichts der Personalsituation aber nicht werten, sagt Trainer Mischa Quass. „Wir laufen auf der letzten Rille. Aber von der Einstellung her ist es top, was die Jungs leisten“, sagt der Trainer.

Extralob des Trainers für Alexander Nickolay

Wie Quass schon im Vorfeld befürchtet hatte, musste Rechtsaußen Tim Gurol gegen Lüdenscheid krankheitsbedingt passen. Über weite Strecken der Partie vertrat ihn Alexander Nickolay, der zuletzt kaum Spielpraxis hatte und der sich ein Extralob des Trainers verdiente.

Gleiches gilt für Torwart Mike Krüner, der den diesmal glücklosen Stammkeeper Daniel Evangelou nach 20 Minuten zwischen den Pfosten ablöste.

Den 0:3-Fehlstart schnell korrigiert

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Schwerter ihren 0:3-Fehlstart in die Partie schon korrigiert und hatten die Führung übernommen. Die Basis dafür war ein 6:0-Lauf beim Stand von 5:7, nach dem die Schwerter mit vier Toren vorne lagen.

Bei diesem Abstand blieb es bis zur Pause (18:14), ehe die Gastgeber sich nach Wiederanpfiff binnen fünfeinhalb Minuten auf 23:15 absetzten.

HSG beschränkt sich aufs Verwalten der Führung

Spätestens jetzt war klar, dass die Negativserie der Schwerter an diesem Abend enden würde. Sie beschränkten sich im Wesentlichen darauf, den Vorsprung zu verwalten und ließen noch manche Möglichkeit ungenutzt. In Gefahr geriet der doppelte Punktgewinn aber nicht mehr.

In der Tabelle wird der Erfolg der Schwerter mit dem Vorrücken auf den vierten Tabellenplatz belohnt.

Schwerte/Westhofen: Daniel Evangelou, Mike Krüner - Dominik Yaltzis (1), Nico Paukstadt (11/5), Alexandr Denissov (6), Toni Mrcela (7), Alexander Nickolay (2), Tim Schlütz (1), Dominik Thäsler, Christoph Kämper (5), Peter Hengstenberg.

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