Im Schwerter Fußball bahnt sich eine Fusion an

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Die Vorstände des VfL Schwerte und des TuS Wandhofen haben sich für einen Zusammenschluss ausgesprochen. Vor allem mit Blick auf einen ganz bestimmten Aspekt scheint dies Sinn zu machen.

Schwerte

, 16.05.2020, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der VfL Schwerte hat den Wunsch nach einer Fusion mit dem TuS Wandhofen in den vergangenen Monaten mehrfach geäußert, auf Wandhofener Seite war dieser Wunsch aber bisher auf taube Ohren gestoßen.

Nun aber deutet sich an, dass es doch zu einem Zusammenschluss der beiden Vereine kommen wird.

Bündeln der Kräfte als einzig gangbarer Weg

Denn offenbar hat sich auch beim TuS die Erkenntnis durchgesetzt, dass das Bündeln der Kräfte der einzig gangbare Weg ist – vor allem im Hinblick auf die geplante Sportanlage im Gewerbegebiet Wandhofener Bruch.

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Am Freitag haben die Führungsgremien der beiden Vereine eine Pressemitteilung herausgegeben. Die Erklärung mit dem Titel „Willenserklärung der Vorstände des TuS Wandhofen und des VfL Schwerte zur Fusion“ im Wortlaut:

„Die Vorstände des TuS Wandhofen und des VfL Schwerte sprechen sich für eine Fusion beider Vereine aus. Auf einer gemeinsamen Informationsveranstaltung soll die Planung den jeweiligen Mitgliedern vorgestellt werden. Anschließend sollen diese in einer Abstimmung ihr Votum abgeben.

Standortverlagerung als Voraussetzung

Eine wesentliche Voraussetzung der Fusion ist die zwingende Standortverlagerung. Das neue Vereinsgelände soll am Wandhofener Bruch errichtet werden. Die Umsetzung erfolgt unter Berücksichtigung der mit beiden bisherigen Vereinen ausgearbeiteten Infrastruktur.

Der Fusionswille hat sich durch intensive Gespräche der Vorstände mit den Vereinsgremien, der Verwaltung der Stadt Schwerte und der Politik entwickelt. Grundlage dieser Erkenntnisse sind folgende Faktoren:

Für zwei Vereine ist kein Platz

1.) Für die Nutzung des Sportzentrums von zwei oder mehr eigenständigen Fußballvereinen sind keine optimierten wirtschaftlichen Ergebnisse in der Organisation des Spielbetriebs, des Sponsorings, des Marketings und der gastronomischen Möglichkeiten gegeben.

2.) Mit der Fusion und Standortverlagerung werden die politischen Ziele zur Reduzierung der Sportanlagen erfüllt. Diese sind gutachterlich bestätigt worden.

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3.) Die Vereinsführungen sind sich bewusst, der dass Stadt Schwerte durch die Coronakrise erhebliche finanzielle Mehrbelastungen entstehen können. Durch die Zusammenlegung der Vereine und die Auslagerung auf einen neuen Standort hat die Stadt wirtschaftliche Vorteile – auch im Sinne der sportpolitischen Ausrichtung. Auf den alten Vereinsgeländen des VfL und des TuS entstehen kurzfristig Flächen, die zur Wohn- und Gewerbebebauung genutzt werden können. So entsteht für die Stadt Schwerte ein finanzieller Zugewinn, dem sich die Vereine nicht verschließen werden.

Neues Stadion wäre ein Aushängeschild

4.) Mit einem neuen Stadion wird in Schwerte ein optimiertes Umfeld für den Sport geschaffen. Ein Aushängeschild, in der sich verändernden Welt des Profisports zum Amateursport.

5.) Den Vorständen beider Vereine ist bewusst, dass die Pläne insbesondere für die Traditionalisten ein empfindliches Thema sind. Um weiterhin zukunftsfähig aufgestellt zu sein und der Jugend ansprechende Bedingungen zu bieten, müssen jedoch alte Werte weichen. Nur so ergeben sich Chancen für die Gegenwart und Zukunft.

Mitglieder stehen in der Verantwortung

Die Mitglieder auf der Informationsveranstaltung stehen in der Verantwortung zur Fusion und dem damit verbundenen zielführenden Fortbestand eines sportlich und wirtschaftlich funktionierenden Fußballvereins – wie auch immer dieser am Ende zu benennen ist.“

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