Nach den Ausschreitungen beim Schwerter Jugendfußball: „Kehrt vor der eigenen Haustür!“

hzKlare Kante

Tätlichkeiten auf dem Feld, unflätige Gesänge auf der Tribüne und ein Polizeieinsatz - was als Folge der A-Jugend-Stadtmeisterschaft passieren sollte, dazu eine klare Meinung unseres Autors.

Schwerte

, 23.01.2020, 17:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften 2020 im Jugendfußball bleiben vor allem die höchst unerfreulichen Vorkommnisse rund um das A-Jugendturnier hängen.

Nicht mit den Fingern auf Andere zeigen


Zunächst mal ein Tipp an die Vereinsverantwortlichen: Kehrt vor der eigenen Haustür, hinterfragt zuerst mal das Verhalten der eigenen Mannschaft und Anhänger und zeigt nicht mit Fingern auf Andere, die möglicherweise auch nicht alles richtig gemacht haben.

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Und eine Verharmlosung der Geschehnisse nach dem Motto „Letztlich ist doch gar nichts passiert“ ist ganz sicher auch nicht im Sinne der Sache. Die Polizei haben die Verantwortlichen des Stadtsportverbands und des Ausrichtervereins Geisecker SV nicht zum Spaß gerufen.

Unabhängig von etwaigem Migrationshintergrund

Und noch etwas: Hier wird kein Team zu Übeltätern abgestempelt, weil es zu einem hohen Prozentsatz aus Spielern mit Migrationshintergrund besteht, so wie es in manchem Internet-Diskussionsbeitrag zum Thema geschrieben wurde.

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Es geht hier grundsätzlich um das Verhalten und das Benehmen von Spielern und Anhängern – völlig unabhängig von der Nationalität oder einem etwaigen Migrationshintergrund.

Das Fehlverhalten einer Minderheit

Keine Frage, da ist etwas aus dem Ruder gelaufen am Samstagabend. Aber letztlich war es auch das Fehlverhalten einer Minderheit. Der Großteil der Schwerter Nachwuchskicker hat sich fair verhalten und ist in sportlichem Wettstreit dem Ball hinterhergejagt – je niedriger die Altersklasse, desto spielfreudiger und unbefangener. So wie der Fußball und der Sport allgemein eben sein soll.

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Aber sollte man deshalb die Geschehnisse rund um das Turnier des ältesten Nachwuchses unter den Teppich kehren? Natürlich nicht! Und trotzdem bleibt die fußballromantische und vielleicht sogar naiv klingende Hoffnung, dass beim nächsten Mal auch bei den Älteren wieder alles in geordneten Bahnen läuft.

Kollektivstrafe wäre Tritt vors Schienbein

Die Alternative wäre ein ersatzloses Streichen des A-Jugendturniers. Aber eine solche Kollektivstrafe wäre ein Tritt vors Schienbein für alle die, die sich ordentlich benommen haben. Und die sind eindeutig in der Überzahl.

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