Nuancen entscheiden Geister-Derby, das eine ansprechende Kulisse verdient gehabt hätte

hzVolleyball-Oberliga

Es war für alle Beteiligten ein Volleyball-Erlebnis, wie sie es wohl noch nicht hatten. Das Oberliga-Derby zwischen dem VV Schwerte und dem SC Hennen ging ohne Zuschauer über die Bühne.

Schwerte

, 25.10.2020, 21:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der skurrilen Atmosphäre vor leeren Rängen in der Alfred-Berg-Sporthalle war das Lokalduell der Volleyball-Oberliga zwischen dem VV Schwerte und dem SC Hennen am späten Sonntagnachmittag nach exakt zwei Stunden Spielzeit entschieden. Anschließend herrschte Einigkeit: Das Derby hätte eine ansprechende Kulisse verdient gehabt.

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Die Partie begann mit einem direkten VVS-Aufschlagpunkt durch Kapitänin Magdalena Stolz. Auf die Minute genau zwei Stunden später bejubelten dann aber die Hennenerinnen den Derbysieg in vier Sätzen, mit dem sie ihre Tabellenführung festigten und mit dem sie für die erste Saisonniederlage des VVS sorgten.

VVS-Trainerin Sabine Rott: „Rhythmus hat gefehlt“

„Kein Vorwurf an meine Spielerinnen – die Leistung war in den einzelnen Elementen in Ordnung. Aber man hat gemerkt, dass uns der Spielrhythmus gefehlt hat“, meinte VVS-Trainerin Sabine Rott zum Spiel.

Ihr Hennener Gegenüber Christoph Schulte ärgerte sich über eine zu hohe Eigenfehlerquote im zweiten Satz, war ansonsten aber mit der Gesamtleistung seines Teams zufrieden.

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Vor allem die ersten beiden Sätze waren umkämpft – sie wurden durch Nuancen entschieden. Bis zum 22:23 waren die Gastgeberinnen im ersten Durchgang auf Tuchfühlung. Dann landete ein Aufschlag von Lea Hagemeister haarscharf im Aus und beim nächsten Ballwechsel schlug Jana Zedler einen Angriffsball im Netz – die 1:0-Satzführung für den Tabellenführer.

VV Schwerte war auf dem richtigen Weg

Im zweiten Durchgang lag der VV Schwerte von Beginn an vorne, ohne sich zunächst aber entscheidend absetzen zu können. Dann ging die gerade erst ins Spiel gekommene Alina Westerhoff beim Stand von 11:11 zum Aufschlag. Kurz danach stand es 16:11 – die Schwerterinnen waren auf dem richtigen Weg.

Doch als Hennen mit Kapitänin Natascha Marks beim Aufschlag von 19:23 auf 22:23 verkürzen konnte, schien der Satz noch zu kippen. Aber dann hatten die Gastgeberinnen beim Stand von 24:23 doch Satzball. Sarah Müller schlug den Hennener Block an, von dem der Ball ins Aus flog – der Satzausgleich war geschafft, die Karten wurden neu gemischt.

5:1-Führung für den VV Schwerte im dritten Satz

Die Euphorie des gewonnenen Satzes nahmen die Schwerterinnen mit in die Startphase des dritten Durchgangs. Doch nach der 5:1-Führung häuften sich die Fehler auf VVS-Seite. Doch nach dem 17:21-Rückstand kamen die Gastgeberinnen mit drei Punkten in Folge nochmal ins Spiel zurück.

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Beim Stand von 22:24 landete Lea Hagemeisters Aufschlag dann aber im Netz – nun hatte der SC Hennen Oberwasser und setzte im vierten Satz zum entscheidenden Zwischenspurt an. Mit Joana Schmidt beim Aufschlag gelangen den Gästen sieben Punkte in Folge zum 15:8. Wenig später hatte Hennen beim Stand von 24:18 gleich sechs Matchbälle.

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Vier davon wehrte das nie aufsteckende VVS-Team ab, aber letztlich wog die Hypothek dann doch zu schwer. Janina Westebbe pritschte den fünften Matchball präzise ins Spielfeld-Eck – der Derbysieg für die „Zebras“ war perfekt.

VV Schwerte - SC Hennen 1:3 (22:25, 25:23, 22:25, 22:25)


Schwerte: Felina Bönninger, Lea Hagemeister, Mareike Krafczyk, Malin Laubner, Janina Mester, Hannah Mohr, Sarah Müller, Lotte Neuenhöfer, Magdalena Stolz, Alina Westerhoff, Jana Zedler, Steffi Zegarac. Hennen: Natascha Marks, Joana Schmidt, Janina Westebbe, Kirstina Rabe, Lisa Düchting, Kira Stiepel, Rahel Oefner, Elisabeth Becker, Tanja Schulte, Kira Hartmann.
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