Roosters-Verteidiger Jens Baxmann: „Das macht das Spiel kaputt“

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Die Roosters sind nach der Länderspielpause am Freitag wieder in der DEL gefordert. Am Sonntag steht für Jens Baxmann dann ein ganz besonderes Spiel an. Der Verteidiger im Interview.

von Dennis Heinings

Schwerte

, 14.11.2019, 19:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der Pause wegen des Deutschland-Cups geht für die Iserlohn Roosters in der DEL heute Abend in der heimischen Eissporthalle am Seilersee gegen den ERC Ingolstadt weiter (19.30 Uhr). Am Sonntag sind die Roosters dann in Berlin zu Gast – für Jens Baxmann ein besonderes Spiel.

Insgesamt 18 Jahre trug Jens Baxmann das Trikot der Eisbären Berlin bevor er zu Saisonbeginn an den Seilersee wechselte. Im Vorfeld der Partie sprachen wir mit dem 34-Jährigen Verteidiger über seine Rückkehr zu dem Klub mit dem er sieben Mal Deutscher Meister wurde, seine Rolle im Team, den bisherigen Saisonverlauf und die Ziele in dieser Saison.

Nach 18 Jahren in Berlin gab es dieses Jahr die Trennung. Wieso haben Sie sich für Iserlohn entschieden?

Hier herrscht eine große Tradition mit tollen Fans. Außerdem haben die Roosters, vor allem Christian Hommel, sich sehr um mich bemüht. Sie haben mir meine Rolle aufgezeichnet und mir das Gefühl gegeben, dass ich mit meiner Erfahrung ein wichtiger Teil sein soll.

Sie wurden auch direkt Assistenzkapitän. Wie würden Sie ihre Rolle im Team beschreiben?

Ich bin natürlich ein Ansprechpartner für die jungen Spieler, dem sie vertrauen können – auch bei privaten Themen. Auf dem Eis möchte ich mit meiner Erfahrung vorangehen.

Mit Iserlohn haben Sie jetzt einen komplett gegensätzlichen Verein im Vergleich zu den Eisbären. Wo liegen die größten Unterschiede?

Berlin ist im gesamten wesentlich größer, das fängt schon bei den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle an. Auch die Eishallen sind komplett verschieden. Die Mercedes-Benz-Arena ist für mich die schönste Eishalle in Deutschland. Am Seilersee haben wir eine kleinere Halle, dafür aber lautstarke Fans im Rücken. Hier herrscht extrem viel Tradition.

Sie haben in den ganzen Jahren sehr oft mit dem Auswärtsteam hier gespielt. Wie nimmt man als Gast die Stimmung auf?

Es ist sehr unangenehm auswärts in Iserlohn zu spielen. Man muss hier einen kühlen Kopf bewahren und darf sich nicht von den Heimfans beeinflussen lassen. Für uns als Heimteam sind die Fans natürlich extrem wichtig.

Nach 17 Spielen steht Ihr auf Platz zehn. Wie zufrieden sind Sie mit der Saison bisher?

Zufrieden ist im Sport ein schwieriges Wort. Zufriedenheit heißt oft Stillstand. Ich denke, wir haben mit Siegen wie in Mannheim und gegen Berlin ein paar Ausrufezeichen gesetzt. Wir haben aber auch gegen schlechtere Teams zu Recht verloren. Insgesamt würde ich es als wechselhaft bezeichnen.

Woran liegt das? Jason O’Leary meinte zuletzt, dass es bisher nicht gelingt ein Spiel über 60 Minuten konstant zu spielen.

Wir geraten zu oft in Rückstand, das ist dann auf Dauer schwer immer aufzuholen. Und wenn wir dann im Spiel sind, stellen wir uns oft selbst ein Bein. Seien es kapitale Fehler oder unnötige Strafen. Das macht das Spiel kaputt. Im Fünf gegen Fünf sind wir gut aufgestellt. Im Powerplay müssen wir uns allerdings, wie auch insgesamt in der Offensive, noch verbessern und unsere Chance besser nutzen. Die Mannschaft ist aber voll im Takt. Das hat das Spiel gegen Nürnberg und auch das Spiel in Mannheim gezeigt.

Was ist Ihr Ziel für den Rest der Saison?

Die Pre-Playoffs (Platz 10) sind eine realistische Maßgabe. Ich möchte auf jeden Fall mit Iserlohn in die Playoffs. Das Ziel haben wir alle und dafür arbeiten wir jeden Tag zusammen.

Sonntag steht dann das Spiel in Berlin an. Für Sie sicherlich etwas Besonderes, oder?

Auf jeden Fall, dass kann ich auch nicht abschütteln. Ich freue mich viele Leute wieder zu sehen und ich denke der Eine oder Andere wird sich auch freuen mich wiederzusehen. Auch wenn es sicherlich komisch wird das erste Mal als Gast in der Mercedes-Benz-Arena zu spielen.

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