SC Berchum/Garenfeld verliert den Top-Torjäger an einen Oberligisten

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Der erfolgreichste Torschütze des Fußball-Bezirksligisten SC Berchum/Garenfeld sucht sein sportliches Glück in der nächsten Saison woanders.

Schwerte

, 04.05.2020, 18:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Anfang vergangener Woche wissen die Verantwortlichen des SC Berchum/Garenfeld von der Wechselabsicht ihres Stürmers Nicolas Külpmann (28), der in der gerade abgebrochenen Spielzeit 13 Saisontore auf seinem Konto hat. Külpmann wechselt zum Oberligisten TuS Ennepetal.

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Berchum/Garenfelds Sportlicher Leiter Thomas Wegener kann Külpmanns Entscheidung nachvollziehen: „Wenn man mit 28 die Chance bekommt, Oberliga zu spielen, ist es verständlich, dass man diese Chance nutzt“, so Wegener.

Rüger und Sala als möglicher Ersatz

Ähnlich äußert sich Trainer Fabian Kampmann, der auch schon eine klare Vorstellung davon hat, wer in der nächsten Saison an Külpmanns Stelle als Torjäger treten soll.

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Zum einen könnte dies Florian Rüger sein, der in der zurückliegenden Winterpause vom B-Ligisten TSV Dahl gekommen war, für den er bis dahin 25 Saisontore geschossen hatte. Zum anderen haben die Berchum/Garenfelder für die Spielzeit 2020/21 mit Gazmen Sala einen Stürmer vom Ligakonkurrenten ASSV Letmathe verpflichtet, der bis zum Abbruch der Saison auch schon 13 Mal getroffen hat – genauso wie Külpmann.

Külpmanns zweiter Oberliga-Versuch

Für den Stürmer ist es der zweite Versuch, den Sprung in die drei Klassen höhere Liga zu schaffen. 2018 war Külpmann zu Westfalia Rhynern gewechselt und nach einem Jahr nach Garenfeld zurückgekehrt. In Rhynern kam Külpmann zwar immerhin auf 20 Saisoneinsätze. Aber letztlich sei er nicht an Lennard Kleine, einem der Topstürmer der Liga, vorbeigekommen, sagt Külpmann rückblickend.

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„Diesmal wechsle ich unter anderen Voraussetzungen. In Ennepetal hoffte ich auf mehr Spielanteile als ich sie in Rhynern hatte“, sagt der bullige Angreifer. Dafür spreche auch, dass sich die Ennepetaler Verantwortlichen – Trainer Alexander Thamm sowie die Sportlichen Leiter Thomas Riedel und Marc Becker – intensiv um ihn bemüht hätten, verrät Külpmann.

Abschied aus Garenfeld fällt nicht leicht

Aber war er nicht vor einem Jahr nach Garenfeld zurückgekehrt mit der Begründung, den zeitlichen Aufwand für die Oberliga nicht mehr betreiben zu wollen?

„Das stimmt. Aber der Aufwand ist diesmal nicht so sehr viel größer als in Garenfeld“, sagt Külpmann. Von seinem Wohnort Hagen ist die Entfernung zu seinem neuen Klub überschaubar, „und mehr als die drei wöchentlichen Trainingseinheiten in Garenfeld werden es auch nicht sein.“

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Leicht falle es ihm trotzdem nicht, den SC zum zweiten Mal zu verlassen. „Auch diesmal ist es ganz sicher keine Entscheidung gegen Berchum/Garenfeld. Das ist der Verein, bei dem ich vermutlich immer wieder landen werde“, sagt der 28-Jährige.

Corona verhindert standesgemäßen Abschied

So hätte er sich normalerweise auch standesgemäß von seinen Teamkollegen verabschiedet. Aber eine „große Sause“ kommt in Corona-Zeiten nicht in Frage.

„Ein bisschen schade“ findet Külpmann dies.

Aber vielleicht fällt die Wiedersehens-Party ja umso größer aus, wenn Külpmann irgendwann nach Garenfeld zurückkehrt.

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Seine Tore waren ein wesentlicher Faktor für die gute Saison des SC Berchum/Garenfeld, aber in der nächsten Saison wird Nicolas Külpmann woanders einnetzen. Von Michael Doetsch

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