Schwere Verletzung eines Geisecker Spielers überschattet die Stadtmeisterschafts-Vorrunde

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Die Vorrunde der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft am Samstag verlief ohne größere Aufreger - bis es im letzten Spiel zwischen Holzpfosten Schwerte und dem Geisecker SV richtig bitter wurde.

Schwerte

, 04.01.2020, 19:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein entscheidendes Spiel der Gruppe A um den Einzug in die Zwischenrunde. Der ETuS/DJK Schwerte hatte vorher mit drei Siegen die Weichen auf Weiterkommen gestellt. Aber wer den „Östlichen“ in die Runde der letzten Vier folgen würde, stand bis zum letzten Spiel noch nicht fest - und es ist auch immer noch offen, da ja am Sonntag noch die letzten Vorrundenspiele auf dem Plan stehen.

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Bei aller sportlichen Brisanz verlief die Partie zwischen Geisecke und Holzpfosten aber genauso fair wie die anderen Vorrundenspiele weitgehend auch. So war die Szene, die den Zuschauern und vor allem den Geiseckern den Schrecken in die Glieder fahren ließ, auch eher unglücklich und war nicht etwa die Folge eines bösen Fouls.

Lukas Schäfer mit Wadenbeinbruch ins Krankenhaus

Als die letzte Spielminute beim Stand von 2:1 für Holzpfosten schon angebrochen war, blieb Geiseckes Lukas Schäfer nach einem eher harmlos scheinenden Zweikampf liegen und krümmte sich vor Schmerz. Schnell war klar, dass es sich nicht um eine harmlose Blessur handelt. Der Rettungsdienst war sofort zur Stelle und versorgte Schäfer, der dann später ins Krankenhaus abtransportiert wurde. Gut eine Stunde später herrschte dann Gewissheit: Schäfer hat einen Wadenbeinbruch erlitten - gute Besserung!

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Sichtlich geschockt von Schäfers Fußverletzung, überlegten Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski und die Spieler der „Kleeblätter“, ob sie die Partie überhaupt fortsetzen sollten. Letztlich entschieden sie sich aber dafür und erzielten auch prompt durch Florian Kliegel direkt nach der minutenlangen Unterbrechung den 2:2-Ausgleich. Doch die „Pfosten“ hatten noch eine Antwort parat und kamen durch Domenico Troianos Lupfer wenige Sekunden vor Schluss zum 3:2-Siegtor.

Direkter Vergleich oder Torverhältnis?

Damit ist in der Vorrundengruppe A eine Konstellation entstanden, die nach dem Spiel eifrig diskutiert wurde. Weil bei Punktgleichheit laut Turnierleitung der direkte Vergleich entscheidend ist, könnte es zu einem Dreiervergleich zwischen Geisecke, Holzpfosten und Westhofen kommen - vorausgesetzt, der VfB und Geisecke gewinnen am Sonntag gegen Wandhofen und Holzpfosten verliert gegen den ETuS/DJK. In diesem Falle würde Geisecke weiterkommen.

Dass allerdings besagter direkter Vergleich und nicht das Torverhältnis entscheidend ist, steht in der Turnierordnung nicht ausdrücklich geschrieben. Holzpfosten-Geschäftsführer Hendrik Ziser sagte auf Anfrage, vor Turnierbeginn seien alle Vereine darüber informiert worden.

Der Titelverteidiger hat es in eigener Hand

Doch egal, ob Torverhältnis oder direkter Vergleich: Die „Pfosten“ haben ihr Weiterkommen am Sonntag noch selbst in der Hand. Ein Punkt gegen den ETuS/DJK - und der Titelverteidiger bliebe im Rennen.

Im Gegensatz zur Gruppe A sind in der Vorrundengruppe B die Würfel nach dem ersten Tag schon gefallen. Mit je zwei Siegen sind der SC Berchum/Garenfeld und der VfL Schwerte weiter, während das Turnier für die SG Eintracht Ergste und den SC Hennen nach der Vorrunde beendet ist. Die beiden letzten Spiele dieser Gruppe am Sonntag (VfL gegen Berchum/Garenfeld und Hennen gegen Ergste) haben nur noch statistischen Wert.

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