Schwerter Fußballclub von Sport-Lockdown getroffen, alle 16 Gegner dürfen trainieren

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Zum fußballerischen Nichtstun verurteilt: Ein Schwerter Fußballclub könnte am Sonntag zu einem Auswärtsspiel in einem Nicht-Corona-Risikogebiet antreten müssen, obwohl er selbst nicht trainieren darf.

Westhofen

, 13.10.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spielausfall am vergangenen Wochenende, kein Training unter der Woche - trotzdem könnte ein Schwerter Fußballverein am nächsten Wochenende auf dem Fußballplatz auflaufen müssen, weil die Heimspielstätte des gegnerischen Vereins in einem Nicht-Corona-Risikogebiet liegt. Das gefährdet die Vereinsziele.

Der VfB Westhofen hat mit der Verpflichtung des Trainer-„Promis“ Lothar Huber ein Ausrufezeichen gesetzt. Nun aber scheinen die Ambitionen der Westhofener in Gefahr. Das Wort von der Wettbewerbsverzerrung macht die Runde. „Wir befinden uns im luftleeren Raum. Ich hoffe mal, dass die Verantwortlichen sich etwas einfallen lassen und es nicht einfach so laufen lassen“, sagt Jürgen Rump.

Der VfB Westhofen hat ambitionierte Ziele

Rump ist Präsident des VfB Westhofen, dessen erste Mannschaft mit großen Ambitionen in die Saison der Dortmunder Fußball-Kreisliga A1 gestartet ist. Nach fünf Spielen sind die Westhofener, die zur Verwirklichung ihrer sportlichen Ziele mit Ex-BVB-Profi Lothar Huber einen prominenten Trainer verpflichtet haben, mit vier Siegen und einem Unentschieden noch ungeschlagen.

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Damit das möglichst lange so bleibt, sollten die Westhofener regelmäßig trainieren - was sie zurzeit aber nicht können. Seit der am Sonntag in Kraft getretenen Allgemeinverfügung des Kreises Unna zur Bekämpfung des Corona-Virus sind die VfB-Kicker ebenso zum fußballerischen Nichtstun verurteilt wie alle anderen Vereine, die ihre sportliche Heimat im Kreis Unna haben.

Die Situation für den VfB Westhofen mit ihrem Trainergespann Christoph Pajdzik (li.) und Lothar Huber ist nicht gerade einfach.

Die Situation für den VfB Westhofen mit ihrem Trainergespann Christoph Pajdzik (li.) und Lothar Huber ist nicht gerade einfach. © Manuela Schwerte

In ihrer Dortmunder A-Liga sind die Westhofener der einzige Verein aus dem Kreis Unna, die restlichen 16 Teams kommen aus dem Dortmunder Raum. Dass die Dortmunder dem Kreis-Unna-Beispiel folgen und den Spielbetrieb ebenfalls lahmlegen, scheint zwar kein utopisches Szenario. Vollzogen ist dieser Schritt aber noch nicht.

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So lange dies so ist, machen sich Jürgen Rump und seine VfB-Kollegen Sorgen um die Chancengleichheit. Der VfB-Präsident nimmt die Verantwortlichen des Fußballkreises Dortmund in die Pflicht. „Es kann nicht sein, dass wir in der Woche nicht trainieren können und dann am Sonntag zum Spiel antreten müssen“, sagt Rump.

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Genau danach sieht es aber momentan aus. Am kommenden Sonntag steht für die Westhofener ein Auswärtsspiel beim FC Sarajevo Bosna auf dem Plan - womöglich ohne eine Trainingseinheit in dieser Woche.

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