So gut wie sicher: SC Berchum/Garenfeld freut sich auf die Landesliga

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Hundertprozentig in trockenen Tüchern ist es noch nicht. Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der SC Berchum/Garenfeld aus der Bezirksliga in die Landesliga aufgestiegen.

Schwerte

, 06.05.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Thomas Wegener, Sportlicher Leiter des SC, und Trainer Fabian Kampmann nahmen die Glückwünsche zum Aufstieg am Mittwochmittag schon an – auch wenn Kampmann meint: „Im Fußball weiß man ja nie.“

Endgültige Empfehlung des Ausschusses

Letztlich darf man nach der endgültigen Empfehlung, die der Verbands-Fußball-Ausschuss dem Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) für die Wertung der aktuellen Saison vorgelegt hat, aber davon ausgehen, dass diese Empfehlung auf dem noch ausstehenden Verbandstag im Juni so übernommen und nicht mehr gekippt wird.

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Danach steigt der aktuelle Tabellenerste der abgebrochenen Saison auf sowie zusätzlich die Mannschaft, die nach Abschluss der Hinrunde vorne gelegen hatte.

Rot-Weiß Lüdenscheid als Mitaufsteiger

Im Falle der Bezirksliga 6 heißt dies: Spitzenreiter Rot-Weiß Lüdenscheid steigt auf, aber eben auch Berchum/Garenfeld, das nach der Hinrunde aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den punktgleichen Lüdenscheidern gelegen hatte.

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„Das Ziel des VFA war und ist es, die fairste Lösung für einen Aufstieg zu finden. Das Gremium hat sich deshalb für ein Modell entschieden, das beide Varianten miteinbezieht – also sowohl eine Wertung nach aktuellem Tabellenstand als auch nach der Hinrundentabelle“, heißt es in der offiziellen Mitteilung des FLVW.

Verbandstag wird einen Haken dran machen

Sollte nach dem Präsidium auch die Ständige Konferenz (11. Mai) der Empfehlung des VFA folgen, wird ein außerordentlicher Verbandstag als höchstes Gremium des Verbandes im Juni über den endgültigen Saisonabbruch mit der vorgeschlagenen Wertung abstimmen.

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Es ist davon auszugehen, dass auf besagtem Verbandstag ein Haken an die VFA-Empfehlung gemacht wird – alles andere wäre eine sportpolitische Sensation. So dürfen sich die Berchum/Garenfelder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als ein Landesligist 2020/21 fühlen.

Rechenexempel mit einem Plus an Aufsteigern

Das hört sich gut an – oder, Thomas Wegener?

Kopfnicken beim Sportlichen Leiter, für den es nach der Entwicklung der vergangenen Tage keine Überraschung gewesen ist, wie die Verbandsempfehlung ausfiel. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich genau mit dieser Regelung gerechnet“, sagt Wegener. Denn mit dem Modell, dass eine zusätzliche Landesliga und zwei zusätzliche Bezirksligen eingerichtet werden sollen, sei es ein einfaches Rechenexempel gewesen, dass es ein Plus an Aufstiegsmannschaften geben musste.

Trainer Fabian Kampmann, seit Saisonbeginn beim SC Berchum/Garenfeld, ist auf Anhieb aufgestiegen.

Trainer Fabian Kampmann, seit Saisonbeginn beim SC Berchum/Garenfeld, ist auf Anhieb aufgestiegen. © Bernd Paulitschke

Genauso wie Wegener freut sich auch Aufstiegstrainer Kampmann über den Sprung in die höhere Spielklasse. „Auch wenn man den Aufstieg nicht richtig greifen kann, weil er nicht auf dem Platz passiert ist: Die Jungs haben sich das redlich verdient, sie haben eine tolle Saison gespielt“, sagt Kampmann. Gleiches gelte auch für Mitaufsteiger Lüdenscheid.

Intern war der Aufstieg das Saisonziel

Aber ist der SC Berchum/Garenfeld denn eigentlich für die Landesliga gerüstet? Wegener beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja. „Es wäre keine Katastrophe gewesen, wenn es nicht geklappt hätte. Aber intern haben wir schon seit dem Saisonstart am 1. Juli vom Aufstieg gesprochen. Wir haben nur nicht außen verkündet, dass es das erklärte Saisonziel ist“, verrät Wegener.

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An der Saisonplanung ändere sich durch den Aufstieg nichts. Die Zusagen der Spieler des aktuellen Kaders, der abgesehen vom nach Ennepetal wechselnden Torjäger Nicolas Külpmann im Wesentlichen zusammenbleibt, und auch das Ja-Wort der bisher sieben Neuzugänge (weitere könnten noch folgen) seien unabhängig von der Ligazugehörigkeit gegeben worden, so Wegener.

Aufstiegsfeier soll nachgeholt werden

Bleibt am Schluss noch die Frage, wann und wie der Aufstieg denn noch gefeiert werden kann – in Corona-Zeiten ein schwieriges Unterfangen. „Aktuell geht es leider nicht. Aber ich hoffe doch, dass es bald wieder zu einer Situation kommt, in der es wieder möglich ist, zusammen zu feiern. Dann werden wir es nachholen“, sagt Thomas Wegener.

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