Spielabbruch: Westhofener Gegner SC Osmanlispor geht geschlossen vom Platz

hzFußball-Kreisliga A

Vorzeitiges Ende eines Fußballspiels: Die Partie zwischen dem VfB Westhofen und dem SC Osmanlispor Dortmund wurde kurz vor der Halbzeit beim Stand von 1:0 für Westhofen abgebrochen.

Westhofen

, 20.10.2019, 19:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Spiel am Sonntagnachmittag in der GWG-Schwerte-Arena, in dem Schiedsrichter Hartmut Tiemens (Dortmund) offenbar erhebliche Mühe hatte, den Überblick zu behalten. Das führte gegen Ende der ersten Halbzeit zu einer Kartenflut für die Gäste. Die Folge: Weil sich das Osmanlispor-Team verpfiffen fühlte, ging es geschlossen vom Platz.

Zurückgenommener Platzverweis als Auslöser

Nach Darstellung von Holger Lennartz, 2. Vorsitzender des VfB Westhofen, war eine Entscheidung gegen den VfB-Spieler Nicola Frustace der Auslöser für heftige Diskussionen.

Tiemens zeigte Frustace die Gelb-Rote Karte, obwohl Frustace vorher noch gar nicht „Gelb“ gesehen hatte. Auf diesen Fehler aufmerksam gemacht, nahm der Unparteiische den Platzverweis zurück, was zu heftigen Diskussionen beim Gegner führte.

Es ging hoch her - aber nur verbal

Nun folgten Gelbe und Gelb-Rote Karten gegen Osmanlispor. „Es ging von deren Seite hoch her. Aber – das möchte ich ausdrücklich betonen – nur verbal, es gab keinerlei Tätlichkeiten. Osmanlispor hat sich auch nach dem Spiel fair verhalten“, schilderte Lennartz.

Dass das Osmanlispor-Team dann als Konsequenz aus der vermeintlichen Benachteiligung gemeinsam den Platz verlassen hat, „das geht natürlich auch nicht“, meint Lennartz. Deshalb gehe er davon aus, dass das Spiel für den VfB gewertet wird.

Osmanlispor kündigt einen Einspruch an

Auf Osmanlispor-Seite sieht man das offenbar anders. „Wir werden direkt einen Einspruch losschicken. Ich gehe davon aus, dass das vor der Spruchkammer landet. Wenn es ein bisschen Gerechtigkeit gibt, kommt es zu einem Wiederholungsspiel“, sagte Trainer Hüseyin Asan.

„Unter aller Sau“ sei der Unparteiische gewesen, so Asan. Er habe seine Spieler schützen wollen und habe sie mit dem Einverständnis des Vereinsvorstandes vom Platz geholt. „Wir haben viele wichtige Spiele. Wenn wir weitergespielt hätten, hätte er fünf oder sechs vom Platz gestellt“, so der Osmanlispor-Trainer.

Trainer Pajdzik. „Haben richtig gut gespielt“

Unabhängig davon waren die Westhofener im Kellerduell des 15. gegen den 13. Tabelle auf der Siegerstraße. „Richtig gut gespielt“ habe seine Mannschaft, so Trainer Christoph Pajdzik. Gemessen an Torchancen und Spielanteilen sei die 1:0-Führung durch Frustaces Abstaubertor zu niedrig gewesen, so der Trainer.

Aber das spielt nach dem vorzetigen Ende der Begegnung ohnehin keine Rolle mehr.

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