Tennisvereine lassen die Bälle fliegen - aber noch nicht alle

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Unter Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen dürfen die Tennisspieler seit diesem Donnerstag ihrem Sport nachgehen. Als erster heimischer Verein hat die TSG Westhofen ihre Plätze freigegeben.

Schwerte

, 07.05.2020, 15:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Grünes Licht für die Tennisspieler – nach den am Mittwoch bekannt gegebenen Lockerungsmaßnahmen der NRW-Landesregierung dürfen ab sofort auf den heimischen Anlagen die gelben Filzbälle über die Netze fliegen.

Dass der am Mittwoch verkündete Beschluss gleich am Tag darauf umgesetzt werden durfte, hat die meisten Vereinsvertreter aber überrascht.

Trainer Oliver Manz: Termine wie beim Frisör

„Wir haben erstmal auf die Bremse getreten und die Plätze am Donnerstag noch nicht freigegeben“, berichtet Oliver Manz, Cheftrainer des TC Rot-Weiß Schwerte. Ab Freitag aber wird in Schwerte-Ost gespielt – und Manz kann es kaum abwarten, endlich wieder Training geben zu dürfen.

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Für Freitag sei er von 9 bis 21 Uhr ausgebucht, sagt der Coach, der aber noch keinen festen Trainingsplan erstellt hat, sondern bisher nur einzelne Termine fürs Training vergeben hat. „Wie beim Frisör – anders geht es zunächst noch nicht, weil sich ja bei den Schülern jeden Tag wieder etwas ändern kann“, meint Manz, der ebenso wie seine Trainerkollegen aufgrund der allgemeinen Kontaktbeschränkungen ohnehin nur höchstens zwei Akteure trainieren darf – oder noch zwei weitere, die dann aber auf einem anderen Platz ihre Bälle schlagen müssten.

„Darauf gewartet, loslegen zu können“

Als erster heimischer Verein hat die TSG Westhofen am Donnerstagnachmittag ihre Anlage Auf der Hofestatt freigegeben. „Wir hatten alles vorbereitet und haben nur darauf gewartet, dass wir endlich loslegen können“, sagt TSG-Vorsitzender Lutz Gmel.

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Per E-Mail sind die Mitglieder über das Hygienekonzept des Westfälischen Tennisverbandes (WTV) informiert worden, auf der Anlage selbst seien zusätzliche Hinweisschilder angebracht, so Gmel – die Bälle können fliegen.

Doppel - erlaubt oder nicht?

Beim Ortsnachbarn TG Westhofen geht es an der Rettelmühle am Montag los. „Wir treffen uns am Samstag nochmal, um die letzten Vorbereitungen zu treffen“, sagt TGW-Abteilungsvorsitzender Heiner Möller.

Auch sein Verein lege großen Wert auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen, sagt Möller, der in diesem Zusammenhang aber noch ein ganz praktisches Problem hat: „Wir wissen nicht, ob wir auch Doppel spielen dürfen“, sagt er mit dem Hinweis auf die vorgeschriebenen anderthalb Meter Mindestabstand.

Dass dieser Abstand beim Doppel nicht durchgehend eingehalten werden kann, liegt auf der Hand.

Auf seine entsprechende Frage an den Westfälischen Tennisverband habe er bisher noch keine Antwort erhalten, sagt Möller und ergänzt: „Bei uns im Verein spielen etwa 80 Prozent der Mitglieder Doppel. Wenn das nicht geht, kriegen wir ein Problem.“

Warten auf eine Information vom Verband

Für den heutigen Freitag hat die Abteilungsleitung der SG Eintracht Ergste geplant, die Netze aufzuhängen.

Auch die Ergster warten nach Aussage ihres Vorstandssprechers Karl-Heinz Busemann noch auf eine offizielle Information des Verbandes, was genau erlaubt ist und was nicht. „Vorher wollten wir die Plätze noch nicht freigeben“, erklärt Busemann.

Beim TC Hennen geht es ab morgen los. „Wie wohl alle anderen auch, sind wir von der sofortigen Freigabe ohne ein paar Tage Vorlauf etwas überrascht worden“, sagt TC-Pressewart Volker Eilts.

Auf seiner Internetseite kündigt der Hennener Vereinsvorstand an, die Mitglieder bis dahin über die Corona-bedingten Verhaltensregeln zu informieren.

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