VVS-Fazit: Von „Darauf lässt sich aufbauen“ bis „Saison zum Vergessen“

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Der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) hat das vorzeitige Saison-Aus wegen Corona beschlossen - Grund genug, aus Sicht des VV Schwerte auf die abgebrochene Saison zurückzublicken..

Schwerte

, 16.04.2020, 18:12 Uhr / Lesedauer: 3 min

Das durch die Corona-Krise bedingte vorzeitige Ende der Volleyballsaison 2019/20 hat dazu geführt, dass der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) vor rund zwei Wochen beschlossen hat, die aktuelle Tabelle der einzelnen Ligen zur Ermittlung der auf- und absteigenden Teams heranzuziehen. Damit wird es auch für den VV Schwerte Zeit, ein abschließendes Fazit der Spielzeit 2019/20 zu ziehen und einen ersten Ausblick für seine Damenteams für die neue Saison zu wagen.

Schnell zu einer Einheit gefunden

Die erste Damenmannschaft um Trainer Joey Azevedo beendete die Saison auf dem fünften Platz. Das Team war vor der Saison neu zusammengestellt worden und bestand etwa zur Hälfte aus Spielerinnen, die zuvor in niedrigeren Ligen aktiv waren. Die Mannschaft wuchs schnell zu einer Einheit zusammen.

Auch die Neuzugänge und Aushilfskräfte, die durch verletzungsbedingte Ausfälle zum Einsatz kamen, wurden integriert.

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Insgesamt spielte das Team eine ordentliche Saison und erreichte mit dem guten Mittelfeldplatz das gesteckte Saisonziel – darauf lässt sich aufbauen. Und so wird das Team auch in der Saison 2020/2021 in der Oberliga an den Start gehen, punktuell verstärkt durch Nachwuchskräfte aus den unteren Mannschaften des Vereins.

Perspektivteam hat Erwartungen übertroffen

Die zweite Damenmannschaft, die als Perspektivteam mit Spielerinnen des Jahrgangs 2000 und jünger in der Verbandsliga antrat, übertraf die Erwartungen des Klassenerhalts und erspielte sich einen guten vierten Platz.

Obwohl das Team um Kai Oliynyk mit Co-Trainer Max Fischer aus jungen Spielerinnen bestand, von denen ein Großteil im Vorjahr noch in der Bezirksliga aktiv war, mischten die Schwerterinnen die Liga ordentlich auf. In der Hinrunde brachte die Mannschaft gar den ungeschlagenen und ansonsten souverän spielenden Staffelsieger TC Gelsenkirchen an den Rand einer Niederlage und holte einen Punkt.

Mannschaft kann stolz auf die Saison sein

Wären alle Spielerinnen die komplette Saison über verletzungsfrei geblieben, wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen. Doch auch so kann die Mannschaft stolz auf die Saison zurückblicken.

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Für die neue Saison wird es zu einigen personellen Veränderungen kommen. Einige Spielerinnen stehen ausbildungsbedingt nicht mehr zur Verfügung, zum anderen sollen einige Spielerinnen in die „Erste“ aufrücken. Die übrigen Spielerinnen treten erneut in der Verbandsliga an und werden sich dort sowohl mit weiteren Jugendspielerinnen als vermutlich auch mit einigen erfahreneren Spielerinnen wieder beweisen.

Unglücklicher Verlauf der Saison für die Dritte

Für die dritte Damenmannschaft verlief die Saison in der Landesliga äußerst unglücklich. Die gute Stimmung im Team konnte zunächst nicht in sportliche Erfolge umgemünzt werden. Die Mannschaft, die zu Beginn der Saison einige externe Neuzugänge verzeichnete und sich dadurch erst finden musste, hatte das Pech, in einer leistungsmäßig ausgeglichenen Liga auf viele eingespielte Gegner zu treffen.

Die Schwerterinnen zeigten zwar viele gute Spiele, hatten aber in den entscheidenden Momenten nicht das notwendige Glück, um ausreichend Zählbares mitzunehmen. Zum Jahreswechsel ergab sich im beidseitigen Einverständnis ein Trainerwechsel, um neue Impulse zu erhalten: Stefan Grünewald übernahm das Traineramt von Olaf Trinath.

Letzter Tabellenplatz trotz Trainerwechsel

Leider konnte das Team in der Rückrunde nicht mehr gegen alle Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte antreten, um noch einmal wichtige Punkte im Abstiegskampf für sich zu verbuchen, da einige dieser Spiele erst nach dem kurzfristigen Saisonabbruch angestanden hätten. So beendete die dritte Damenmannschaft die Saison auf dem letzten Tabellenplatz.

In der kommenden Saison startet das Team, im Kern gleichbleibend, dennoch erneut in der Landesliga. Denn alle Beteiligten sind sich einig: Diese Mannschaft hat Landesliga-Potenzial und sollte sogar oben mitspielen können.

Auch die vierte Damenmannschaft, trainiert von Kai Oliynyk, griff in dieser Saison in der Landesliga an und wurde in einigen Spielen aushilfsweise von Ralf Tinnefeld gecoacht. Das Team, welches gänzlich aus Jugendspielerinnen bestand, ging dabei mit dem Ziel in die Saison, die Klasse zu halten und sich spielerisch weiterzuentwickeln.

Mit Spielintelligenz zu spektakulären Siegen

Mit viel Spielintelligenz gelangen den Schwerterinnen teils unerwartete und spektakuläre Siege gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte. In einigen wenigen Spielen mussten sie jedoch, wie für Jugendmannschaften üblich, auch Lehrgeld in Form von Niederlagen gegen die erfahreneren Teams zahlen. Am Ende ergab sich ein toller vierter Platz.

Um die Spielerinnen individuell fördern zu können, wird ein Großteil des Teams im kommenden Jahr die Mannschaft in der Verbandsliga auffüllen.

Für die fünfte Damenmannschaft war es eine Saison zum Vergessen. So dezimierte sich der Kader schon zum Saisonstart auf nur acht Spielerinnen, von denen einige nur wenig zur Verfügung standen. So trat die Mannschaft in der Hinrunde nur zu zwei Spielen an und musste die übrigen Spiele kampflos verloren geben. Daraufhin wurde das Team vom Spielbetrieb ausgeschlossen und konnte die meiste Zeit nur trainieren.

Verstärkung für nächste Saison gesucht

Für die kommende Saison ist das Team noch auf der Suche nach Verstärkung. Davon wird auch abhängen, ob man noch einmal als Damenteam startet oder sich zunächst auf den Jugendbereich konzentriert.

Die sechste Damenmannschaft, trainiert von Kai Oliynyk und Co-Trainer Michael Lesch, spielte in dieser Saison in der Kreisliga. Dort war das Team, das aus U14- und U16Spielerinnen besteht, wenig gefordert und beendete die Saison als Spitzenreiter. Um die Spielerinnen zielgerichtet weiterzuentwickeln, sollen diese in der kommenden Saison in der Bezirksliga an den Start gehen.

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