Warum der VV Schwerte so gut aufgestellt ist und was der SC Hennen in der Oberliga vorhat

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Die Vorbereitungsphase war lang genug, die Volleyballerinnen des VV Schwerte stecken in den Startlöchern und fiebern dem Saisonstart 2019/20 entgegen. Gleiches gilt für den SC Hennen.

Schwerte

, 20.09.2019, 18:50 Uhr / Lesedauer: 3 min

Das Oberliga-Team des VVS geht mit einem neuen Trainer in die Spielzeit: Joey Azevedo, in der vorigen Saison mit der zweiten Mannschaft aus der Landesliga in die Verbandsliga aufgestiegen, ist aufgerückt und hat Tobias Windscheif als Coach der „Ersten“ beerbt. Dieser konnte das Traineramt aus beruflichen Gründen nicht mehr fortführen, ist dem Verein aber als Vorstand für den Bereich Hallenvolleyball und auch als Jugendtrainer erhalten geblieben.

Keine externen Neuzugänge im VVS-Oberligateam

Was externe Neuzugänge auf dem Spielerinnensektor angeht, sucht man diese beim VVS vergeblich. Aber das sei auch gar nicht die Philosophie des Verein, wie Sascha Bötzel, beim VVS für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, erklärt. „Aus eigener Kraft“, so Bötzel, wolle man die gesteckten Ziele erreichen.

Für die erste Damenmannschaft bedeutetet dies, in der Oberliga oben mitzuspielen. Die Erwartungshaltung an Trainer und Team sei aber nicht der Aufstieg, stellt Bötzel klar. Was aber nicht heiße, dass man aus Vereinssicht in absehbarer Zeit zumindest eine Liga höher spielen möchte. „Mittelfristig bleibt die Regionalliga das Ziel“, so Bötzel.

Trainer und mehrere Spielerinnen rücken auf

Das Gesicht der „Ersten“ hat sich im Vergleich zur Vorsaison nach einigen internen Verschiebungen etwas verändert. Gemeinsam mit Trainer Azevedo sind auch Jana Zedler, Tanja Schulte, Jana Omeltschenko, Steffi Zegarac und Mareike Krafczyk aus der zweiten Mannschaft aufgerückt. Nicht mehr dabei sind Lisa Schulte-Schmale, Kira Schäfer sowie Lisa Menke (Auslandsaufenthalt), Frieda Gottschalk und Lena Blumenstein, die in die „Zweite“ gewechselt sind.

Die Stimmungslage vor dem Oberliga-Saisonstart am Sonntag bringt Kapitänin Magdalena Stolz auf den Punkt: „Wir sind hochmotiviert und freuen uns riesig darauf, dass es endlich losgeht.“

2018/19 war „die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte“

Sich bei dem Vorausblick auf die neue Saison auf die erste Damenmannschaft zu beschränken, wäre aus VVS-Sicht deutlich zu kurz gegriffen. Denn was der Verein unterhalb der Oberliga-Mannschaft zu bieten hat, kann sich ebenfalls sehen lassen. Die zweite Damenmannschaft (ungeschlagen in die Verbandsliga) sowie die dritte und vierte Damenmannschaft (jeweils in die Landesliga) haben am Ende der Spielzeit 2018/19 den Aufstieg bejubeln dürfen, weshalb Bötzel die zurückliegende Spielzeit als „erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte“ bezeichnet.

Das ist nicht zuletzt ein Verdienst des Ukrainers Kai Oliynyk, der in der neuen Saison nicht nur als Trainer der Talente-Teams (2. und 4. Mannschaft), sondern auch als Sportlicher Leiter fungiert.

Apropos Talente: Dass die Nachwuchsarbeit beim VV Schwerte groß geschrieben wird, spiegelt sich auch in der Ligen-Zugehörigkeit der Jugendmannschaften wider. So sind die weiblichen U20-, U18- und U16-Mädchen des VVS in der NRW-Liga, der höchsten Spielklasse, vertreten. Zudem sind im Damenbereich noch eine fünfte und sechste Mannschaft (Bezirksklasse und Kreisliga) gemeldet.

Hinzu kommen und eine Mixed-Mannschaft und die Herren, die als Spielgemeinschaft mit dem TuS Iserlohn als SG Sauerland in der Bezirksliga um Punkte spielen.

Der SC Hennen will in der Oberliga oben mitmischen

Zum SC Hennen: Die erste Damenmannschaft startet auch in der kommenden Saison in der Oberliga. Der Vorjahreszweite hatte in der Relegation den noch möglichen Aufstieg verpasst. Auch in der neuen Spielzeit will das Team um Trainer Christoph Schulte an der Tabellenspitze mitspielen. „Mit einem Platz unter den ersten drei wäre ich glücklich, das wäre top“, so Schulte.

Allerdings ist er mit seinem Team wegen der späten Relegation erst Anfang Juli wieder ins Training eingestiegen. „Da haben wir noch Rückstand. Uns fehlen so drei Wochen“, berichtet er. Deshalb ist er mit dem Auftaktprogramm auch nicht ganz glücklich. Er hätte sich zunächst etwas leichtere Gegner gewünscht.

Am Sonntag starten die „Zebras“ beim VfL Ahaus (16 Uhr, Sporthalle Berufskolleg für Technik, Lönsweg 24, 48683 Ahaus), ehe eine Woche später bereits das Lokalduell gegen den VV Schwerte ansteht.

„Ahaus hat eine superstarke Mittelangreiferin und ist auch sonst gut aufgestellt. Im Vorjahr haben wir das Hinspiel mit 3:2 gewonnen und das Rückspiel verloren“, erzählt Schulte. Und die Schwerterinnen erwartet er mit in der Spitzengruppe. „Sie haben eine Mannschaft, die oben mitspielen kann. Eine gute Mischung und einen neuen Trainer. Das gibt neue Motivation“, glaubt er. Durch die ersten Spielen müsse man sich durchkämpfen. Im dritten Spiel, am 13. Oktober gegen Datteln, hofft er, könne seine Team dann die wahre Leistungsstärke abrufen.

Zuspielerin Jana Jana Ress ist nicht mehr dabei

Vier neue Teams gibt es in der Liga. Der TV Gladbeck ist abgestiegen und mit dem TV Werne, DJK Sportfreunde Datteln und dem TV Hörde 2 gibt es drei Aufsteiger.

Veränderungen hat es auch im Hennener Kader gegeben. Zuspielerin Jana Ress, die aus Bochum kommt, will den Aufwand nicht mehr betreiben, trainiert zudem dort eine Jugendmannschaft. Mit Rahel Oefner und Merle Weinrich sieht Schulte sein Team aber auf der Position gut besetzt. Neu dabei sind Kira Hartmann (TVE Vogelsang), die die gesucht Mittelblockposition besetzt, Diagonalspielerin Janina Westebbe (TV Letmathe) und Außenangreiferin Anna Sause, die aus Hessen kommt und hier ein Referendariat absolviert. Damit stehen 13 Spielerinnen im Kader, mit denen der SC Hennen wieder oben mitmischen will.

Im Doppelpack absolviert der VV Schwerte in der Regel seine Heimspiele in der Alfred-Berg-Sporthalle, am Bohlgarten. Erst spielt die zweite Damenmannschaft, dann die erste. So auch an diesem Sonntagnachmittag. Nach dem Verbandsligaspiel des VV Schwerte 2 gegen den ATV Haltern (Beginn um 14 Uhr) spielt die „Erste“ zum Oberliga-Auftakt gegen die Paderborner Spielgemeinschaft Sande/VoR. Spielbeginn ist um 17 Uhr. Auf Janina Mester und Felina Bönninger, die in Urlaub sind, müssen die Schwerterinnen verzichten.
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