Was war denn da los? VV Schwerte und SC Hennen verlieren bei Kellerkindern ohne Satzgewinn

Volleyball-Oberliga

Im Vorfeld war die Partie des VV Schwerte in Bochum als „Sechs-Punkte-Spiel“ bezeichnet worden. Umso ärgerlich war die 0:3-Niederlage aus VVS-Sicht. Auch der SC Hennen hat mit 0:3 verloren.

Schwerte

, 23.02.2020, 17:17 Uhr / Lesedauer: 3 min
Steffi Zegarac, hier gegen Hennen, musste sich mit dem VV Schwerte in Bochum knapp geschlagen geben.

Steffi Zegarac, hier gegen Hennen, musste sich mit dem VV Schwerte in Bochum knapp geschlagen geben. © Bernd Paulitschke

VfL Telstar Bochum - VV Schwerte 3:0 (27:25, 30:28, 25:23)

Sie hätten den vielleicht schon entscheidenden Schritt machen können, um im restlichen Saisonverlauf nicht mehr auf die Abstiegsregion der Volleyball-Oberliga gucken zu müssen.

Doch mit der 0:3-Niederlage beim VfL Telstar Bochum haben die Damen des VV Schwerte das vorher von Trainer Joey Azevedo als „Sechs-Punkte-Spiel“ deklarierte Duell beim Tabellendrittletzten in den Sand gesetzt.

Ein Blick auf die nackten Zahlen der Satzergebnisse lässt jedoch vermuten, dass es am Samstag in Bochum wesentlich knapper zu ging als es das 3:0-Endresultat vermuten lässt. 27:25, 30:28, 25:23 – in allen drei Durchgängen stand der Ausgang auf des Messers Schneide.

So war Trainer Azevedo bei aller Enttäuschung über das Ergebnis mit der Leistung seiner Mannschaft gar nicht so unzufrieden, zumal er mit Mester, Stolz, Bönninger, Fornol und Schwedhelm gleich fünf Spielerinnen des etatmäßigen Kaders ersetzen musste.

„Ein gutes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften“

„Es war ein gutes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, das leider nicht zu unseren Gunsten ausgegangen ist. Bochum war abwehrstark, wir waren vor allem im Angriff gut. Am Ende hat uns das nötige Quäntchen Glück gefehlt“, so der VVS-Coach.

Vor allem im zweiten Satz waren die Schwerterinnen nah dran, machten aber trotz mehrerer Satzbälle den Sack nicht zu. So hatten die Bochumerinnen, die im Hinspiel noch mit 0:3 unterlegen waren, in allen drei Sätzen die Nase vorn und rückten bis auf drei Punkte an den VV Schwerte heran.

Zum drittletzten Tabellenplatz, der am Saisonende in die Abstiegsrelegation führt, sind es nun „nur“ noch fünf Punkte Abstand. Das ist immer noch ein recht komfortables Polster, doch Trainer Azevedo sagt auch: „Wir sind noch nicht gesichert, zumal jetzt zwei richtig schwere Gegner kommen.“

Damit meint der Coach die Partie gegen Spitzenreiter Borken-Hoxfeld am Samstag und das Gastspiel beim Tabellenzweiten Gladbeck am Spieltag danach – anspruchsvoller geht es nicht.

Schwerte: Sarah Müller, Hannah Kapsah, Lisa Kienitz, Lisa Menke, Jana Omeltschenko, Malin Laubner, Mareike Krafczyk, Steffi Zegarac, Lisa Schulte-Schmale, Jana Zedler, Alina Westerhoff, Lea Hagemeister.

TV Werne - SC Hennen 3:0 (25:23, 25:20, 29:27)

Gastspiele beim Tabellenletzten mögen die Oberliga-Volleyballerinnen des SC Hennen offenbar nicht. Drei Wochen, nachdem sie sich beim damaligen Schlusslicht in Datteln geschlagen geben mussten, verloren die „Zebras“ am Samstag auch beim TV Werne – und dann auch noch glatt in drei Sätzen. Damit wandert die Rote Laterne wieder von Werne nach Datteln.

Natascha Marks, hier bei der Ballannahme im Heimspiel gegen Borken-Hoxfeld, musste mit dem SC Hennen eine überraschende 0:3-Niederlage in Werne hinnehmen.

Natascha Marks, hier bei der Ballannahme im Heimspiel gegen Borken-Hoxfeld, musste mit dem SC Hennen eine überraschende 0:3-Niederlage in Werne hinnehmen. © Bernd Paulitschke

Hennens Trainer Christoph Schulte meinte zur vierten Saisonniederlage des Tabellenvierten: „Wir sind weit unter unseren Möglichkeiten geblieben. In der Summe waren wir nicht gut genug, um etwas mitzunehmen.“ Zudem habe sich das Fehlen von Anna Rosenbaum deutlich bemerkbar gemacht.

Schläfriger Start des SC Hennen ins Spiel

Ein schläfriger Start sorgte aus Hennener Sicht für einen schnellen Fünf-Punkte-Rückstand im ersten Satz. Hennen konnte zwar auf 16:17 verkürzen, schaffte den Ausgleich aber nicht mehr und musste sich knapp mit 23:25 geschlagen geben. Auch im zweiten Durchgang gerieten die Gäste schnell in Rückstand und konnten im weiteren Satzverlauf nicht mehr entscheidend verkürzen – 25:20 und 2:0-Satzführung für den TV Werne.

Doch noch war Hennen nicht geschlagen. Im dritten Satz lief es deutlich besser für das Team von Trainer Schulte, das bei einer Führung von 20:13 auf einen ungefährdeten Satzgewinn zuzusteuern schien und das beim Stand von 24:20 vier Satzbälle hatte.

Aber selbst dieser komfortable Vorsprung reichte nicht – die Hennenerinnen verpassten es, den Sack zuzumachen. Werne glich zum 24:24 aus. Danach hatte der SC Hennen noch drei weitere Satzbälle, die er aber allesamt nicht nutzen konnte. Werne dagegen war deutlich effektiver und nutzte gleich seinen ersten Satzbal zum 29:27 – die nicht eingeplante 0:3-Niederlage des SC Hennen war perfekt.

Tröstliche Erkenntnis für die „Zebras“: Mit einem Tabellenletzten werden sie es in dieser Saison nicht mehr zu tun bekommen.

Hennen: Natascha Marks, Victoria Drechsel, Lisa Düchting, Michaela Zimmerers, Rahel Oefner, Elisabeth Becker, Kira Hartmann, Tanja Schulte, Kirstina Rabe, Jana Westebbe.

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