Wie die Turnhallen-Situation den Vereinen zusetzt

Stadtsportverband

64 Delegierte aus 36 Vereinen sind am Montagabend zur 62. Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes zusammengekommen. Sie gingen mit dem Eindruck nach Hause, dass es schwierige Zeiten für die hallensporttreibenden Schwerter Vereine sind.

SCHWERTE

, 24.11.2015, 15:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ehrungen auf der Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes (v.li.): Heinz Hölter, Thomas Wild, Thomas Hövelmann, Bernd Abrahams, Michael Meik, Annette Wild, Claudia Schwietale, Günter Lemmes sowie die beiden Vorsitzenden andreas Krüger und Heiner Kockelke.

Ehrungen auf der Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes (v.li.): Heinz Hölter, Thomas Wild, Thomas Hövelmann, Bernd Abrahams, Michael Meik, Annette Wild, Claudia Schwietale, Günter Lemmes sowie die beiden Vorsitzenden andreas Krüger und Heiner Kockelke.

Die städtische Fachbereichsleiterin Ulrike Schulte begründete, warum die Nutzung der bisher fünf Turnhallen als Flüchtlingsunterkunft alternativlos sei. „Es geht einfach nicht anders“, so Schulte. Städtische Aktivitäten wie die Anmietung von Wohnhäusern und das Aufstellen von Wohncontainern reichten einfach nicht, um die hohe Zahl an zugewiesenen Flüchtlingen unterbringen zu können, so Schulte.

Im Gegenteil: Wenn es bei der aktuellen Größenordnung bleibt, könne sie nicht ausschließen, dass noch weitere Turnhallen als Flüchtlingsunterkunft benötigt werden. Man strebe aber an, wenigstens die Dreifachhallen frei zu halten, um den Meisterschaftsspielbetrieb nicht zu gefährden.

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Für die Politik verdeutlichten die beiden Sportausschussvorsitzenden Bernd Droll (SPD) und Hans-Georg Rehage (CDU), wie sehr der Stadtverwaltung die Hände gebunden sind. Kreative Lösungen seien gefragt, so Rehage – wie diese Lösungen konkret aussehen könnten, darauf hatte er aber genauso wenig eine Antwort wie alle anderen Beteiligten auch. Die deutlichsten Worte, wie prekär die Lage aus Vereinssicht ist, fand Oliver von Colson, Vorsitzender der Tischtennisvereinigung (TTVg) Schwerte.

„Ich bin mir nicht sicher, dass alle hier im Raum wissen, in welch dramatischer Lage wir sind. Bald haben wir keine Sportstätten mehr, es bricht hier alles Stück für Stück zusammen“, meint von Colson und berichtete für die TTVg von mehreren Vereinsaustritten, „weil wir unseren Jugendsport nur noch außerhalb von Schwerte anbieten können.“

Von der Führung des Stadtsportverbandes erwarte er eine Positionierung, wie man gegen die missliche Situation angehen könne. Er selbst habe aber auch keine Idee, gestand von Colson. Aber es müsse der Weg sein, dass die Vereine gemeinsam Ideen entwickeln.

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