Wiederholungstäterin am Königssee: Erline Nolte hat ihre Chance beim Schopfe gepackt

hzZweierbob-Weltcup

Und schon wieder ein Treppchenplatz: Die Schwerter Bob-Anschieberin Erline Nolte fährt mit der nicht verwandten oder verschwägerten Pilotin Laura Nolte aus Unna weiter in der Erfolgsspur.

Schwerte

, 27.01.2020, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Platz zwei im Weltcuprennen vor gut einer Woche im österreichischen Igls fuhren Nolte/Nolte auch beim Zweierbob-Weltcup am vergangenen Samstag am Königssee auf den Silberrang.

Dabei schnupperten die beiden diesmal sogar am Sieg, denn nach dem ersten der beiden Läufe auf der Kunsteisbahn lagen sie mit Bestzeit ganz vorne.

Drei Hundertstelsekunden Rückstand

Weil dann im zweiten Durchgang aber „nur“ die drittbeste Zeit heraussprang, zeigte das Ergebnis-Tableau am Schluss den besagten zweiten Rang für den „Kreis-Unna-Bob“ – mit der Winzigkeit von drei Hundertstelsekunden Rückstand auf die siegreichen US-Amerikanerinnen Kaillie Humphries/Sylvia Hoffmann.

Aber überwiegt bei aller Freude über das erneute Erreichen eines Treppchenplatzes nicht doch ein bisschen der Ärger darüber, nicht ganz oben auf dem Podest zu stehen?

Die Enttäuschung war nur kurz

„Im ersten Moment war die Enttäuschung schon da, weil ich ja noch nie einen Weltcup gewonnen hatte - da stellt man sich dann schon vor, wie das so ist. Aber die Enttäuschung war nur kurz. Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, dass wir wieder Zweiter werden, hätten wir das sofort unterschrieben“, sagt Erline Nolte.

Als wir die 30-jährige Schwerterin am Montagmorgen am Handy erwischten, war sie schon in der Schweiz. Denn schon am kommenden Wochenende steht auf der Natureisbahn in St. Moritz das nächste Weltcuprennen auf dem Programm.

Aller Voraussicht nach wird es dort aber keinen Nolte/Nolte-Bob geben, auch wenn Laura Noltes Stamm-Anschieberin Deborah Levi noch immer krankheitsbedingt pausieren muss.

Stamm-Anschieberin Levi ist immer noch krank

Nur durch Levis Ausfall hatte Erline Nolte den Anschieber-Platz in Laura Noltes Schlitten einnehmen können. Zwei zweite Plätze in Igls und nun am Königssee lassen aber keinen anderen Schluss zu, als dass sie ihre Chance beim Schopfe gepackt hat. Doch in St. Moritz wird mit Ann-Christin Strack wohl eine andere Anschieberin ihre Bewährungschance bekommen.

Und ob Erline Nolte sich ihren großen sportlichen Traum erfüllen kann, bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land am 21. Februar im sächsischen Altenberg an den Start zu gehen, steht auch noch in den Sternen. „Wenn sich niemand verletzt oder krank wird, werde ich bei der WM wohl nur Ersatzfrau dabei sein“, sagt die Schwerterin. Aber die zwei jüngsten Erfolge im Schlitten ihrer Namensvetterin kann ihr keiner mehr nehmen.

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