Zwei Spielabsagen, zwei Niederlagen - und nur ein Sieger des Tages

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Durch Absagen der Partien des ETuS/DJK Schwerte und des SC Hennen kochten die überkreislich spielenden Fußballer auf Sparflamme. Der Sieger des Tages kommt vom Schützenhof.

Schwerte

, 04.10.2020, 21:10 Uhr / Lesedauer: 4 min

Bezirksliga 8

VfL Schwerte - Holzwickeder SC 2 3:0 (3:0)

Auch im dritten Heimspiel der Saison bleibt der VfL Schwerte ohne Gegentor. Gegen die zweite Mannschaft des Holzwickeder SC stand am Ende ein ungefährdeter 3:0-Sieg zu Buche.

Dieses Ergebnis hatte bereits zur Pause nach Toren von Yannis Schwarze und einem Doppelpack von Benjamin Gladkowski Bestand. Damit klettern die Blau-Weißen in der Tabelle auf den vierten Platz.

Schon nach wenigen Sekunden deutete sich an, wie die Gäste aus Holzwickede an diesem Nachmittag zu knacken sein könnten: über Standardsituationen. Schwarze scheiterte nach einer Ecke von Sebastian Kozlowski noch am gut reagierenden HSC-Keeper Jan Emmerich. Das zweite Duell der beiden entschied dann aber der Stürmer der Blau-Weißen für sich. Schwarze nickte eine Sträter-Ecke von der rechten Seite zur frühen Führung ein (10.).

Nur sechs Minuten später war dann auch noch Gladkowski zur Stelle – das 2:0. Wieder gab es eine Ecke und wieder kam diese von Kozlowski. Holzwickeder Zuordnung bei beiden Gegentoren? Fehlanzeige. Dem VfL konnte es ziemlich egal sein.

Treffer Nummer drei fiel dann auch noch vor dem Wechsel. Gladkowski vollendete sehenswert (39.). Mit dem Tor zum 3:0 waren die Weichen in einer frühen Phase der Partie bereits gestellt.

Die Schwerter mussten danach nicht mehr viel tun, weil Holzwickede nur wenige zwingende Aktionen nach vorne zu verzeichnen hatte und einfach viel schwach im Kollektiv war.

Und wenn die Gäste doch einmal durchkamen, war bei dem gut aufgelegten Stefan Ladkau zwischen den Schwerter Pfosten Endstation. Die beste Schwerter Chance auf eine Ergebniserhöhung hatte noch mal Schwarze, der aber aus kurzer Distanz den Ball links neben das Tor setzte (72.).

Schwerte: Stefan Ladkau, Luca Vöckel, Yannis Schwarze, Elias Sträter (88. Kai Hintzke), Alexander Göbel (67. André Meyer), Jan Römmich, Tim Birnkraut, Sebastian Kozlowski, Benjamin Gladkowski (76. Tim Bednarek), Nils Berg, Nicolas Ortiz.

Tore: 1:0 Schwarze (10.), 2:0, 3:0 beide Gladkowski (16., 39.).

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Geisecker SV - SSV Mühlhausen 0:2 (0:1)

Die meist diskutierte Szene des Spiels ereignete sich bereits nach 180 Sekunden: Die Gäste setzten sich auf der rechten Seite durch. Bevor die Flanke in die Mitte geschlagen wurde, wähnten die Geisecker Spieler und die meisten Zuschauer den Ball deutlich im Toraus.

Schiedsrichter Kai Kroll ließ weiterspielen und Mühlhausen konnte ohne weitere Gegenwehr die frühe Führung erzielen. Co-Trainer Dirk Goldschmidt, der Coach Thomas Wotzlawski vertrat, meinte nur: „Auch wenn der Ball im Aus war, dürfen wir nicht aufhören zu spielen.“

Diese Führung spielte den Gästen komplett in die Karten. Sie standen kompakt tief in der eigenen Hälfte und lauerten auf Konter. Geisecke hatte zwar die Ballkontrolle, doch fiel ihnen zu wenig ein. Immer wieder lange Diagonalpässe kamen bei recht böigen Wind zu selten an. Ein einziger Schuss wurde in Richtung Gästetor von Patrick Pietrzinski abgegeben. Der Ball flog allerdings über das Fangnetz hinters Tor.

Jonas Hudek (li.) kam mit dem Geisecker SV gegen Tabellenführer SSV Mühlhausen ins Straucheln.

Jonas Hudek (li.) kam mit dem Geisecker SV gegen Tabellenführer SSV Mühlhausen ins Straucheln. © Manuela Schwerte

In der zweiten Hälfte hofften die Geisecker Anhänger unter den 150 Zuschauern auf Besserung. Die erste Möglichkeit hatte aber Mühlhausen. Die Eins-zu-Eins Situation konnte Sebastian Beutler mit dem Fuß abwehren.

Nach 57 Minuten dann die erste richtige Chance für Geisecke: Der eingewechselte Dennis Huck bedient Jonas Hudek, doch der Stürmer kann den Kopfball nicht platziert genug setzen.

Im direkten Gegenzug dann der zweite Treffer der Gäste. Geiseckes Abwehr versuchte auf Abseits zu spielen. Aber SSV-Stürmer Camara lief im richtigen Moment in die Lücke und erzielte das 2:0.

Fünf Minuten später dann die beste Chance für die Geisecke. Lukas Schäfer bekam den Ball im Strafraum, doch der Winkel war zu spitz. So verpuffte die Möglichkeit zum Anschluss.

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Die Geisecker waren zwar bis zum Ende die spielbestimmende Mannschaft mit mehr Ballbesitz, aber zu weiteren Strafraumszenen kam es nicht. Mühlhausen dagegen beschränkte sich aufs Kontern und hätte sogar noch erhöhen können. Am Ende blieb es aber beim 0:2 aus Geisecker Sicht.

Geisecke: Sebastian Beutler, Julian Boethin, Patrick Pietrzinski, Mathis Leuer, Florian Ruß (44. Lukas Schäfer), Patrick Filla, Julian Hüser, Tommaso Loto, Jonas Hudek (70. Cangün Akgün), Tim Ollerdissen (48. Dennis Huck), Florian Kliegel.

Tore: 0:1 (3.), 0:2 (58.)

Landesliga 2

TSV Weißtal - SC Berchum/Garenfeld 3:2 (3:0)

Die weite Reise bis in die Nähe der hessischen Grenze hat sich für den SC Berchum/Garenfeld am Sonntag nicht gelohnt. Mit dem 2:3 beim Mitaufsteiger TSV Weißtal kassierten die Berchum/Garenfelder die zweite Niederlage in Folge, mit der sie auf den neunten Tabellenplatz abrutschen.

Entscheidend für den Misserfolg es SC war die erste Halbzeit, nach der die Gastgeber mit 3:0 in Führung lagen. „Weißtal hat fast nur hinten drin gestanden und auf Konter gespielt. Aber dann verlieren wir einmal den Ball im Spielaufbau, spielen dem Gegner den Ball praktisch in die Füße und verteidigen bei einer Ecke nur halbherzig – und schon steht es 3:0“, fasste Trainer Fabian Kampmann die ersten 45 Minuten zusammen.

Kampmann reagierte mit zwei Halbzeit-Einwechslungen, die sich prompt bezahlt machten: Daniel Huber als Vorlagengeber per Ecke war ebenso erst sechs Minuten auf dem Platz wie Jerome Nickel, der in seinem ersten Saisonspiel nach langer Verletzung zum 1:3 einköpfte.

Als dann Weißtals Torwart Schneider nur vier Minuten später wegen Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte sah, war das ein weiteres Signal für die Berchum/Garenfelder, dass vielleicht doch noch etwas gehen könnte. Der fällige Freistoß von der Strafraumgrenze landete zwar in den Armen der Weißtaler Ersatzkeepers, doch dann verkürzte Tobias Neynaber nach schöner Nickel-Vorarbeit auf 2:3 – und noch mehr als Viertelstunde war zu spielen.

Nun drückte die Kampmann-Elf auf den Ausgleich, zu dem es trotz einiger Möglichkeiten aber nicht mehr reichte – ärgerlich für Trainer Kampmann, der „mindestens ein Unentschieden“ für das gerechte Ergebnis gehalten hätte. Dramatisieren wollte der Trainer die Lage nach den ersten beiden Saisonniederlagen aber nicht. „Zumal sechs Stammspieler mit Startelf-Potenzial gefehlt haben“, wie er hinzufügte.

Berchum/Garenfeld: Dominik Hollmann, Luca Becker, Eroll Bojku, Patrick Borchert, Nico Hryn (46. Daniel Huber), Vladimir Kunz (46. Jerome Nickel), Alexander Rüster, Daniel Wanderer, Christian Deuerling, Manuel Pais, Tobias Neynaber.

Tore: 1:0 (19.), 2:0 (29.), 3:0 (45.), 3:1 Nickel (51.), 3:2 Neynaber (73.).

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