Zwillinge spielen in unterschiedlichen Teams und doch zusammen

hzTischtennis

Corona fordert Umstellungen, das erleben die Zwillinge Amelie und Adrien Tschirbs in ihrer Sportart. Sie erzählen, wie ihre Saison bisher verlaufen ist und wie sie mit der Situation umgehen.

von Linus Jäger

Schwerte

, 06.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese Tischtennis-Saison wird bei Amelie und Adrien Tschirbs sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Trotz ihres jungen Alters von 17 Jahren haben die Tschirbs-Zwillinge schon einiges in dieser Sportart erlebt, spielen sie doch bereits seit neun Jahren Tischtennis.

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Eigentlich spielen sie in verschiedenen Vereinen. Amelie spielt für die Verbandsliga-Damen des TuS Holzen-Sommerberg und Adrien für die Herren der TTVg Schwerte in der Bezirksklasse. In der Jugend dürfen sie aber außerdem noch zusammenspielen - in der U18 des TuS Holzen-Sommerberg.

Jedoch ein Meisterschaftsspiel ohne Doppelspiele, das Herumlaufen in der Halle mit Maske und das nur eingeschränkt mögliche Coaching ist auch für die beiden Talente Neuland – das Coronavirus macht es möglich und hat jetzt sogar zur Saisonunterbrechung geführt. Wir haben uns mit den Zwillingen unterhalten.

Wie läuft die Saison bisher persönlich für Euch?

Amelie: Ich kann mich definitiv nicht beklagen, denn ich bin bei den Damen nach 18 Einzeln noch ungeschlagen. Es kann für mich persönlich nicht besser laufen.

Adrien: Das kann ich von mir leider nicht behaupten, denn bisher läuft es nicht besonders, weil ich von zehn Einzeln lediglich drei gewonnen habe. In der Jugend sind die Gegner sehr stark und ich trainiere aktuell nicht so viel.

Wie läuft die Saison bisher für Eure Teams?

Amelie: Wir sind zufrieden, denn wir ergänzen uns im Team gut. Das Ziel ist der Klassenerhalt und darum mache ich mir keine großen Sorgen, denn wir sind Fünfter mit Blick nach oben.

Adrien: Mit der Mannschaft läuft es gut, denn wir sind noch ungeschlagen und stehen auf Rang drei. Die Platzierung überrascht mich nicht, denn wenn wir komplett antreten, haben wir eine starke Mannschaft.“

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Wie funktioniert das gemeinsame Spielen in der U18-Mannschaft vom TuS Holzen-Sommerberg?

Amelie: Über die Jahre gesehen haben wir häufig zusammengespielt, sodass es keine neue Erfahrung ist. Natürlich drücken wir uns auch mal ein paar Sprüche, aber wir versuchen uns gut zu ergänzen.

Adrien: Diese Saison hatten wir noch nicht die Möglichkeit in der U18 zusammenzuspielen.

Wie gut lassen sich Tischtennis und die Corona-Maßnahmen vereinen?

Amelie: Direkt nach dem Spielende stört mich die Maske schon beim Luft holen, aber sonst klappt es gut. Ich vermisse aber auch die Doppel.

Adrien: Die Maske stört mich nicht, die Bänke stehen weiter auseinander und mit den Gegnern hat man selten direkten Kontakt. Bisher haben sich alle an die Regeln gehalten. Persönlich finde ich es schade, dass wir keine Doppel mehr spielen, sondern lediglich die Einzel.

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Welche Meinung habt Ihr zur Saisonunterbrechung bis Ende des Jahres?

Amelie: Es ist sehr, sehr schade, weil wir total gerne Tischtennis spielen und unsere Teamkollegen um uns haben.

Adrien: Wir können ja leider nichts daran ändern, deswegen müssen wir das akzeptieren.

Wie geht es bei Euch sportlich weiter, wenn Tischtennis bis Jahresende wegfällt?

Amelie: Wir können nur hoffen, dass die Hallen offen bleiben. Ich gehe gelegentlich laufen, um mich fit zu halten.

Adrien: Ich trainiere im Fitnessstudio weiter.

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