Der dritte Streich der SG: Sogar Spieler aus der Zweiten trifft bei Selm-Gala

hzFußball

Beim dritten Auftritt von Mario Rast an der Seitenlinie spielt sich die SG Selm schnell in einen Rausch. Dabei trifft sogar ein Spieler, der eigentlich in der zweiten Mannschaft spielt.

von Nico Ebmeier

Selm

, 05.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Spiele, drei Siege, ein Torverhältnis von 15:0. Fußball-Kreisligist SG Selm kommt langsam so richtig ins Rollen. Unter dem neuen Coach Mario Rast lässt Selm auch gegen den VfL Wolbeck II beim 6:0 (3:0) überhaupt nichts anbrennen.
Am Ende konnte Rast gar nicht anders, als über beide Ohren zu strahlen. „Es war ein perfektes Spiel. Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. So kann es weitergehen“, resümierte der Coach nach der Partie. Gegen die Zweitvertretung des VfL Wolbeck machte Selm das halbe Dutzend an Toren voll und mausert sich langsam in der Tabelle. Nach dem fünften Spieltag ist die SG nun schon Dritter.

Jetzt lesen

Von Beginn an war an der Sandforter Straße dabei klar, in welche Richtung diese Partie hier gehen würde. Selm zeigte sich spielfreudig und drückte die Gäste in den eigenen Strafraum. Nach sieben Minuten dann auch die Erlösung. Dennis Clement Dias wühlte sich auf der rechten Seite durch, passte auf Alexander Schwegler, der im Stolpern den Wolbecker Torwart zur Führung überlupfte.

SG Selm mit 6:0-Kantersieg gegen VfL Wolbeck II

In der Folge nahm die SG etwas die Fahrt raus, ohne dass auch nur annähernd Gefahr vom VfL ausging. Nach einer knappen halben Stunde traf Selm dann aber doch zum zweiten Mal. Wieder waren Dias und Schwegler die Protagonisten - diesmal aber in umgekehrter Reihenfolge. Am Ende war es der flinke Mittelfeldspieler, der den Ball um Keeper Alexander Grosse-Wächter herumspitzelte und zum 2:0 einschob (28.). Doch damit nicht genug: Auch der dritte Offensive bei Selm bekam sein Tor. Jan Rabitsch wurde bei seinem Sololauf über die rechte Seite quasi von der ganzen Wolbecker Abwehr Begleitschutz gegeben, sodass er in völlig Ruhe das 3:0 markieren konnte (36.).

Nach der Pause ging das Tore-Festival dann auch munter weiter. Erst sprang Julian Wilhelm nach einer Ulrich-Ecke am höchsten (73.), dann musste Rabitsch nach einer erneuten Dias-Vorlage (74.) nur das leere Tor treffen. Während alle Spieler von Mario Rast Bestnoten bekamen, erhaschte sich Dennis Clement Dias dabei nach drei Torbeteiligungen ein Extralob: „Er hat das heute überragend gemacht, war ganz klar der Spieler des Spiels.“

Arthur Miller bringt zum Ende noch ein kleines Highlight

Ein kleines Highlight gab es dann aber doch noch. Arthur Miller, der die SG vor zwei Jahren zum Aufstieg geschossen hatte und mittlerweile eher in der zweiten Mannschaft auf Torejagd geht, machte in der 80. Minute das halbe Dutzend voll. „Das freut mich besonders. Es ist schön, wenn auch Spieler aus der Reserve bei uns so glänzen“, sagt Trainer Rast.

Davon, dass die SG Selm nach drei Siegen aber als einer der Kandidaten auf den Meistertitel gilt, will Mario Rast überhaupt nichts hören. „Dafür ist es noch viel zu früh. Es gibt noch einige Defizite, die wir im Training überwinden müssen und es werden sicher noch Gegner kommen, die uns das Leben schwerer machen werden.“

SG Selm: Pirih, Lütjann, Ulrich, Dresken, Rutkovski (65. Ulrich), Rabitsch (46. Miller), Schwegler, Dias (75. Blecher), Schade, Wilhelm, Zolda

Lesen Sie jetzt