Angestammte Vereine der Bezirksliga 11 kritisieren den Staffelwechsel des FC Nordkirchen

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Ein zu voller Spielplan und zu wenig Kompromissbereitschaft seitens des Verbandes - von einigen Klubs hagelt es Kritik an der Eingruppierung des FC Nordkirchen in die Bezirksliga 11.

Nordkirchen

, 03.07.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der FC Nordkirchen und Union Lüdinghausen waren zufrieden mit der Umgruppierung in die Fußball-Bezirksliga 11, die damit 18 Teams haben wird und den beiden Teams zusätzliche Derbys. Die beiden Teams bilden jetzt gemeinsam mit dem SuS Olfen den Südost-Zipfel des Staffelgebietes. Aus Richtung Westen, dem anderen Ende der Staffel, kommt Kritik an der neuen Ligeneinteilung.

Markus Krüchting, Spielertrainer bei Aufsteiger VfB Alstätte, findet klare, kritische Worte zur Staffeleinteilung: „34 Spieltage im unteren Amateurbereich, das ist für mich einfach too much. Ich finde es total unverständlich, dass eine Staffel mit 18 Mannschaften antreten muss und die meisten anderen mit 16. Da hätte man doch auch einen Kompromiss eingehen und zwei 17er-Ligen bilden können. Dass damit auf die Bedürfnisse von Lüdinghausen und Nordkirchen eingegangen wird, damit sie mehr Derbys haben, finde ich nicht in Ordnung.“

Angestammte Vereine der Bezirksliga 11 kritisieren den Staffelwechsel des FC Nordkirchen

Nicht begeistert von der Staffeleinteilung: Alstättes Spielertrainer Markus Krüchting. © Sascha Keirat

Für Krüchting stellt vor allem die verkürzte Winterpause ein Problem dar: „Schon letztes Jahr, als die Rückrunde am 10. März losging, hatten wir als Verein ohne Kunstrasen Schwierigkeiten und mussten in der Rückrunde einige Nachholspiele absolvieren. Das könnte nächstes Jahr ein reines Improvisieren werden. Aber wir werden deshalb jetzt kein Trübsal blasen.“

SuS Stadtlohn überarbeitet seine Winterplanungen

Das ist auch die Devise von Stefan Rahsing, Trainer beim SuS Stadtlohn. „Es nützt jetzt nichts, sich zu beklagen. Unser Kader ist groß genug.“ Allerdings müsse auch er in der Planung für die Winterpause umdenken: „Unsere Hallenplanung wird sich jetzt natürlich ändern. Wir müssen schon darauf achten, dass unsere Spieler im Winter genug Pause haben, drei Wochen sollten es schon sein.“

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Für den SuS, der gerne oben mitspielen möchte, sind neben der verlängerten Saison auch die neu hinzugekommen Gegner ein Faktor. Rahsing: „Nordkirchen ist für mich der Topfavorit auf den Titel. Die haben extreme Qualität, letztes Jahr 25 von 28 Spielen gewonnen und sind erst in der Aufstiegsrelegation gescheitert.“

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Stefan Rahsing hält Nordkirchen für den Topfavoriten. © Till Meyer

Allein die Fahrten nach Nordkirchen oder auch Lüdinghausen sind für Björn Bennies, Coach der SpVgg Vreden II „grenzwertig für diese Spielklasse“. Insgesamt sei die Belastung für seine Mannschaft natürlich deutlicher höher als erwartet. „Für 34 Spieltage bräuchten wir eigentlich einen größeren Kader, als wir ihn derzeit haben.“ Hinzu kämen mögliche Englische Wochen wegen ausgefallener Spiele in den Wintermonaten. Bennies sagt: „Ich weiß nicht, was die Leute beim Verband sich dabei gedacht haben. Aber wir müssen es jetzt so nehmen und das Beste draus machen. Jammern hilft uns nicht weiter.“

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Björn Bennis kritisiert die Staffeleinteilung. © Ralf Pieper

Das sieht auch Uwe Stampfer vom TuS Wüllen so. Dennoch kam die Nachricht am Montag auch bei ihm alles andere als gut an. „Für Vereine wie uns ist das ganz einfach eine Katastrophe.“ Die Sportplatzproblematik in Ahaus kennt er ebenso gut wie sein Alstätter Kollege Krüchting.

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„Mit Pech müssen wir dann in die Rückrunde starten, ohne vorher ein einziges Mal auf dem Platz gestanden zu haben. Das ist ein klarer Wettbewerbsnachteil.“ Wahrscheinlich müsse er mit seinem Team gleich in der ersten Januar-Woche in die Vorbereitung starten. „Die Winterpause ist dann gleich null.“

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Uwe Stampfer © Archiv

Michael Hellekamp, Trainer des SV Lippramsdorf, sagte über die Aufstockung der Liga von 16 auf 18 Teams: „Darauf hätte ich gerne verzichtet.“ Die Lüner Teams sind dagegen recht zufrieden. „Wir sind nicht ganz unglücklich, dass Nordkirchen umgruppiert ist. Mit Nordkirchen und Lüdinghausen haben zwei sehr starke Teams die Liga verlassen, aber es ist Qualität dazu gekommen. Es ist eine Liga auf hohem Niveau“, sagte Brambauers Coach Jascha Keller, der mit seinem Team weiter in der Bezirksliga 8 spielt.

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