Australien ruft: Fußballerinnen des PSV Bork ohne Duo auf der Suche nach mehr Konstanz

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Die Bezirksliga-Fußballerinnen des PSV Bork haben in dieser Saison bereits den Tabellenführer geschlagen - lassen aber auch immer wieder unnötig Punkte liegen. Das soll sich in der Rückrunde ändern.

Bork

, 22.01.2020, 16:17 Uhr / Lesedauer: 3 min

Bereits in der Hinrunde in der Bezirksliga hatten die Fußballerinnen des PSV Bork mit personellen Engpässen zu kämpfen. Nun hat das Team von Trainer Markus Kuhn die Vorbereitung auf den Rückrundenstart aufgenommen - und hat dabei neue Hürden zu bewältigen.

Wegen des kleinen Kaders hatten die Borkerinnen bereits auf die Teilnahme an den Hallenkreismeisterschaften verzichtet. „Das Verletzungsrisiko war einfach zu groß“, erklärt Coach Kuhn, „wir haben auch einige Spielerinnen mit Knieproblemen, und in der Halle geht es ja schon manchmal gut zur Sache, da muss nur einmal etwas Dummes passieren. Das muss man abwägen, da ist mir die Serie auch wichtiger. Ich mache das sonst gerne in der Halle und es wäre auch für die Mädels mal eine schöne Abwechslung gewesen.“

Zwei Spielerinnen in Australien

So hatte seine Elf nach dem letzten Ligaspiel am 1. Dezember gegen den TuS Gahlen (0:1) nur noch eine Woche Training, ehe es erst am vergangenen Sonntag zurück auf den Platz ging. Verzichten musste Kuhn beim Trainingsauftakt auf Mittelfeldakteurin Julia Faßbender und Verteidigerin Linn Cymontkowski. Das Duo weilt noch bis Ende April in Australien.

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Linn Cymontkowski (l.) kehrt Ende April in den Kader des PSV zurück. © Jura Weitzel

Und auch danach steht im Saisonendspurt nur Cymontkowski wieder zur Verfügung: Faßbender half im Dezember bei der Borker Reserve aus und zog sich bei diesem Einsatz einen Kreuzbandriss zu. Operieren lassen will sie sich erst, wenn sie aus Australien zurückkehrt - dann folgt noch einmal etwa ein halbes Jahr Pause. „Das ist natürlich ärgerlich, dass sie sich ausgerechnet bei der Zweiten, wo sie ausgeholfen hat, verletzt, aber da kann man nichts machen“, sagt Kuhn.

Für ihn geht es nun darum, für die Rückrunde ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Schon in der Hinrunde hatte der PSV nur einen 19er Kader. Nun fehlen zwei weitere Spielerinnen. „Wir müssen gucken, wie wir das auffangen können, wenn zwei Leute weg sind, wird das schwierig“, so Kuhn. „Wir haben auch einige, die viel mit ihrem Studium zu tun haben oder abends arbeiten müssen, aber das kann man nicht ändern, wir müssen versuchen, das beste daraus zu machen.“

Verstärkung aus der Reserve

Das beinhaltet auch, mögliche Verstärkungen aus der Reserve im Blick zu behalten. „Wir werden die eine oder andere aus der Zweiten hochziehen“, kündigt Kuhn an. Zwar stünde noch nicht fest, wer in die Bezirksliga-Mannschaft aufrücke, aber sicher ist: Amy Bendieck gehört dazu. „Sie wird bei uns auch die Vorbereitung mitmachen“, sagt der Trainer. Die Angreiferin hat für die Zweitvertretung in der Kreisliga A in dieser Saison neun Treffer in 15 Einsätzen erzielt, in der letzten Spielzeit waren es gar 20 Tore in 26 Spielen.

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Torjägerin Amy Bendieck aus der PSV-Reserve absolviert die Vorbereitung mit dem Bezirksliga-Team. © Jura Weitzel

„Es kann auch von Vorteil sein, so einen kleinen Kader zu haben, dann kann man sich gut einspielen“, erklärt Kuhn. „Klar wäre es schöner mit einem 20er oder 22er Kader, dann könnte man ganz anders im Training arbeiten, aber da hilft kein Jammern.“

Dreimal pro Woche bereiten sich die Borkerinnen auf den Rückrundenstart am 1. März (13 Uhr, beim 1. FFC Recklinghausen II, Stadion Recklinghausen-Hohenhorst II, Am Stadion 1, Recklinghausen) vor, zudem stehen fünf Testspiele an. Coach Markus Kuhn setzt dabei auf ein ausgewogenes Trainingsprogramm. „Wir müssen das variieren“, sagt Kuhn und erläutert: „Wir müssen körperlich fit werden, das ist klar. Wir müssen den Dampf haben, um 90 Minuten Gas zu geben und Spiele auch am Ende entscheiden zu können, uns darf nicht die Luft ausgehen in den letzten 20 Minuten.“

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Aber auch taktisch möchte er mit seinem Team Neues ausprobieren. „Wir wollen in der Verteidigung auf eine Viererkette umstellen. Wir wollen es hinbekommen, dass wir taktisch variabler sind, und auch mal von Vierer- auf Dreierkette wechseln“, erklärt Kuhn.

Zusätzlich fordert der PSV-Trainer konstantere Leistungen seiner Mannschaft. „Wir haben einige super Spiele gemacht und auch den Tabellenführer geschlagen (2:1 gegen SpVgg Vreden, Anm. d. Red.), aber auch zum Beispiel gegen Gahlen verloren (0:1, Anm. d. Red.), wo wir in der zweiten Halbzeit nur auf ein Tor gespielt haben“, berichtet Kuhn. „Wir dürfen einfach nicht diese Wackler drinhaben, ein Spiel gut, ein Spiel schlecht. Wir müssen jedes Spiel Vollgas geben, dann können wir auch jeden schlagen, aber wenn man auch nur Halbgas gibt, kann man auch gegen jeden verlieren, das haben einige Spiele gezeigt.“

Bleiben weitere personelle Engpässe aus, dürfte das die Aufgabe von Trainer Markus Kuhn und seinen Borkerinnen in der Rückrunde erheblich erleichtern.

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