Bekannter Funktionär tritt beim PSV Bork kürzer

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Viele Jahre ist er schon beim PSV Bork aktiv. Nun hört er in einem Teilbereich auf, bleibt aber Vorstandsmitglied. Bekannt wurde er, weil er einen Bereich komplett aufbaute.

Bork

, 18.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf einer Schlüsselposition bei den Fußballern des PSV Bork kündigt sich ein Abschied an. Schon zum Monatsende wird der 58-Jährige den Posten aus privaten und familiären Gründen räumen. Seit mehr als einem Jahrzehnt gehört er zum Inventar der PSV-Familie.

Dietmar De Sacco macht als Verantwortlicher im Frauenfußball Schluss. Erst 2019 besetzte De Sacco den neu geschaffenen Posten des Sportlichen Leiters für den Damenbereich. Dafür ließ er Trainerämter ruhen. Nun hat er angekündigt, zum 30. Juni als Sportlicher Leiter zurückzutreten. „Ich kann einfach nicht mehr den Aufwand betreiben“, sagte De Sacco, der im Sommer heiratet. Einen Nachfolger gibt es nach derzeitigem Stand nicht. Die Aufgaben werden im Vorstand aufgeteilt.

Geschäftsführer will Dietmar De Sacco bleiben. Den Posten des Sportlichen Leiters im Frauenbereich gibt er aber ab.

Geschäftsführer will Dietmar De Sacco bleiben. Den Posten des Sportlichen Leiters im Frauenbereich gibt er aber ab. © Jura Weitzel

Sein Amt als Geschäftsführer der Borker Fußballer will De Sacco dagegen behalten. „Ich werde weiter Ansprechpartner sein, wenn jemand meine Meinung zum Frauenfußball hören will. Das wird nicht rapide gekappt“, sagte De Sacco, „aber nach 13 Jahren im Frauenfußball sei mir das gestattet.“

Aus dem Nichts zu einer Top-Adresse für Frauenfußball

Dietmar De Sacco ist die prägendste Figur im Frauenfußball des PSV Bork. Aus dem Nichts heraus baute De Sacco mit Mitstreitern zunächst eine Mädchenmannschaft auf, die die Basis für weiteren Wachstum im Damenbereich war. De Sacco war damit Pionier. In den Jahren davor gab es beim PSV Bork keinen Frauenfußball.

Heute ist die Damenabteilung 88 Mitglieder stark. Neben der ersten Mannschaft in der Fußball-Bezirksliga gibt es eine zweite Mannschaft in der Kreisliga A. Die beiden Mannschaften machen etwas mehr als die Hälfte der weiblichen Mitglieder aus.

Dietmar De Sacco (l.) ist seit vielen Jahren beim PSV Bork aktiv.

Dietmar De Sacco (l.) ist seit vielen Jahren beim PSV Bork aktiv. © Jura Weitzel

Die übrigen Spielerinnen verteilten sich auf die Jugend: Es gibt noch B-Juniorinnen und 15 bis 20 Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren, aus denen der PSV im kommenden Jahr unterhalb der C-Juniorinnen eine, vielleicht sogar zwei neue Mannschaften melden möchte.

Nur der BSV Heeren ist mit zwei Mannschaften (Landesliga und Kreisliga A) im Kreis Unna-Hamm noch besser aufgestellt, die Hammer SpVg hat mehr Jugendmannschaften. Damit gehört der PSV - auch dank De Sacco - zu den Top-Adressen im Fußballkreis. „Wir haben nicht so viel falsch gemacht“, scherzte De Sacco, der ein bestelltes Feld übergibt.

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