Coronavirus in Bork könnte PSV-Topstürmerin einen Strich durch die Rechnung machen

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Mit ihrem Tore-Schnitt war die Stürmerin auf dem besten Weg, den PSV Bork weiter an der Bezirksliga-Tabellenspitze zu halten. Nach dem Ausbruch des Coronavirus hat die 23-Jährige nun größere Sorgen.

von Nico Ebmeier

Bork

, 09.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußball-Bezirksliga-Frauen des PSV Bork spielen bisher eine überragende Saison. Drei Siege aus drei Spielen und ein fast unglaubliches Torverhältnis von 18:3 stehen zu Buche. Eine Spielerin hat daran ganz besonderen Anteil.

„Man kann sich nicht beklagen, es läuft schon alles ganz gut“, ordnet Aliecia Kemmler ihre Leistung in typisch westfälischer Manier ein. Dabei schoss die Stürmerin gleich sieben der 18 Tore selbst. „Das ist natürlich ein richtig geiles Gefühl, die Tabelle so zu sehen. Das freut einen jedes Mal aufs Neue.“

Aliecia Kemmler traf schon sieben Mal.

Aliecia Kemmler traf schon sieben Mal. © Jura Weitzel

Dabei ist Kemmler selbst mit ihrer Torausbeute von über zwei Treffern pro Partie eigentlich gar nicht zufrieden. „Wenn ich ganz ehrlich bin, hätten es schon mehr Tore sein müssen. Bei der Anzahl an Chancen hätte ich schon zweistellig sein müssen.“

PSV Bork stellt Spielbetrieb ein - „Das ist richtig kacke“

Und genau das ist auch das Ziel, was sich die PSV-Kickerin in dieser Saison setzt. „Im letzten Jahr habe ich elf Tore gemacht, wurde aber von Knieproblemen und dem Coronavirus gestoppt. Diesen Wert möchte ich auf jeden Fall toppen, am liebsten sollen es sogar mehr als 20 Tore werden“, zeigt sich die 23-Jährige selbstbewusst.

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Doch auch aktuell scheint Corona wieder präsenter denn je. Das PSV Bork setzte kürzlich den gesamten Spielbetrieb aus, weitere Beispiele könnten folgen. „Das ist richtig kacke“, lautet ihre kurze Meinung dazu. „Es war eigentlich klar, dass im Winter nochmal so ein Schub kommen wird, aber jetzt ist es irgendwie plötzlich einfach wieder da. Ich bin schon selbst richtig froh, dass ich nicht auch auf dieser Hochzeit in Ascheberg war.“

Aliecia Kemmler traf schon sieben Mal

Was die neue Ausbreitung jetzt für die Saison und die Ambitionen von Aliecia Kemmler bedeutet, kann sie selbst auch noch gar nicht erkennen: „Es wäre superschade, wenn deshalb jetzt die ganze Saison annulliert wird. Wir werden erstmal schauen, was das überhaupt für unsere nächsten Spiele heißt und dann wissen wir mehr.“

Wenn die Saison allerdings noch relativen komplikationslos zu Ende gespielt werden könnte, traut die Stürmerin den PSV-Frauen viel zu. „Wir hatten in der Vorbereitung und auch im vergangenen Jahr extrem große Schwankungen. Wenn wir die ablegen und auch sonst alles zu 100 Prozent stimmt, könnte tatsächlich etwas möglich sein“, so Kemmler, die sich auch generell als Träumerin entpuppt.

„Ein bisschen träumen wir doch alle“, sagt sie lachend. „Aber letztendlich müssen wir natürlich von Spiel zu Spiel gucken und versuchen, möglichst gut zu spielen.“

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