Welchen Nordkirchener Fußballer würden Sie gerne einmal tunneln, Michael Karwot?

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Mehrere Saisons hat Michael Karwot für den FC Nordkirchen die Schuhe geschnürt. Mit einigen Aktiven beim FCN hat er sogar noch zusammengespielt.

Olfen, Nordkirchen

, 10.09.2019, 10:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er hat mehrere Jahre beim FC Nordkirchen gespielt und spielt jetzt mit dem SuS Olfen gegen seinen Ex-Verein. Gemeint ist Michael Karwot (29), der im Derby am Sonntag als einziger Akteur in Olfen schon einmal das Nordkirchener Trikot trug. Eine klare Haltung hat er zum Mannschaftsgefüge in den beiden Vereinen. Die hat er im Interview erklärt.

Herr Karwot, welchen Nordkirchener würden Sie gerne einmal tunneln?

Thomas Eroglu, weil wir damals in Nordkirchen zusammen gespielt haben. Er war der Initiator, dass ich nach Nordkirchen gegangen bin und in dieser Zeit ein echt guter Kumpel. Ich habe damals bei Olfen gespielt und wir hatten gemeinsame Schulfreunde, weil er auf dem Anton war und ich auf dem Cani (Anm. der Red.: St.-Antonis-Gymnasium und Gymnasium Canisianum Lüdinghausen).

Wie war die Zeit damals in Nordkirchen?

Super. Wenn ich noch einmal 21 wäre und entscheiden kann, würde ich es wieder machen. Ich habe sehr viele Freunde gefunden, mit denen ich aber leider nicht mehr so viel zu tun habe. Wie es bei Nordkirchen aber so ist, gab es sehr viele Wechsel. Sieben Abgänge und sechs Neuzugänge waren keine Seltenheit. Der Fußball hat aber immer Spaß gemacht, nur war das Mannschaftsgefüge dadurch nicht so gut wie in Olfen.

War das der Grund, warum Sie Nordkirchen damals wieder verlassen haben?

Nein, ich war mit dem Studium in der finalen Phase. Als ich die Bachelorarbeit geschrieben habe, hat die Zeit einfach gefehlt. In Nordkirchen habe ich ja auch Geld gekriegt und dem wollte ich auch gerecht werden. Auf Dauer hätte ich das aber nicht leisten können.
Sie haben damals nicht nur mit Thomas Eroglu zusammen gespielt.

Auch mit Nordkirchens Trainer Issam Jaber. Und mit Nils Venneker, bis er dann nach Herbern ging.
Identifizieren Sie sich mit Olfens Philosophie mehr?

Ich weiß nicht, welche Philosophie Nordkirchen hat und welche Planung es da für die nächsten drei bis vier Jahre gibt. In Olfen klappt es aber derzeit sehr gut. Jeder bekommt die Chance zu spielen. Ein gutes Beispiel ist Fabian Konietzni. Der ist aus der B-Liga gekommen. Und dass in Olfen nur Olfener spielen würden, stimmt so ja auch nicht mehr ganz.

Was ist für Ihr Team am Sonntag drin?

Vor dem letzten Spieltag hätte ich gedacht, dass wir was mitnehmen können. Nordkirchen hat mit dem 6:2 aber wieder einen rausgehauen und ist jetzt in der Liga angekommen. Ich habe in der Bezirksliga 8 und 11 gespielt und finde die 11 ein bisschen stärker. Nordkirchen ist trotzdem klarer Favorit. Für uns wird es sauschwer.

Auf der rechten Olfener Mittelfeldseite werden vermutlich Fernando Manfredi und Robin Schwick Ihre Gegenspieler. Kennen Sie die Namen?

Ich habe mit keinem zusammengespielt. Über Robin Schwick hört man aber, dass er mit seinen 20 Jahren in einer guten Mannschaft noch ein bisschen heraussticht. Ich weiß nicht, ob so ein schneller Spieler dann der richtige Gegenspieler für mich ist. (lacht)

Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Diese Saison will ich auf jeden Fall noch spielen. Aber ich habe den Job gewechselt und es ist schwer, drei Mal pro Woche zum Training zu kommen. Wenn ich merke, dass andere Jungs, die immer da sind, nicht spielen und ich mit einer Einheit immer spiele, erfülle ich nicht mehr den Zweck in einer ersten Mannschaft. Noch kriege ich es aber hin.

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