Eintrachts Bozaci schockt Bork / Zu Unrecht Gelb-Rot in Seppenrade?

Fußball-Kreisliga A

Sie haben erneut klasse gespielt und um jeden Ball gekämpft. Am Ende standen die Kicker des PSV Bork aber wieder mit leeren Händen da. Wernes Faruk Bozaci schockte den PSV mit seinem 30-Meter-Freistoß kurz vor Schluss. In Seppenrade wurde ein Spieler möglicherweise zu Unrecht vom Platz gestellt. Alle Spiele der Kreisliga A: hier im Überblick.

KREISGEBIET

von Markus Großmann, Chris Siek, Verena Schafflick, Ma

, 23.03.2014, 19:13 Uhr / Lesedauer: 5 min
Phillip Grodowski (vorne) traf zwei Mal für den PSV. Am Ende gewannen aber die Gäste aus Werne.

Phillip Grodowski (vorne) traf zwei Mal für den PSV. Am Ende gewannen aber die Gäste aus Werne.

Nach der Pause kam Olfen aggressiv ins Spiel zurück. Die Mannschaft von Michael Brüggemann wollte das schnelle Führungstor – was auch gelang. Abermals stand Böttcher frei vor Adamek und konnte einschieben (50.). Bei Herbern ließen nun die Kräfte nach. Immer wieder zogen die Spieler in den Zweikämpfen und Laufduellen den Kürzeren. Oftmals war es lediglich Olfens schlechte Chancenverwertung, die die Herberner vor schlimmeren bewahrte. Die letzten zwanzig Minuten gehörten dann Olfen. Nach einer Flanke von Dustin Brüggemann, nickte der eingewechselte Dennis Böttcher zum 3:1 ein (73.). Nur zwölf Minuten später setzte sich wieder Olfens Brüggemann über links durch, spielte flach in den Sechzehner, wo D. Böttcher nur noch zum 1:4 einschieben musste (85.). Den Schlusspunkt setzen Christian Koslowski mit dem 1:5 (89.). Herbern bot kaum noch Gegenwehr. Tabellenführer SuS Olfen bleibt damit weiter auf Meisterschaftskurs.

Adamek - S. Aschoff, Neuhaus (46. Minute Schlupp), Hölscher, Temmann, Nathaus, Bußkamp (73. Hüttermann), Lohmann, M. Aschoff, Klüsener, Brinkmann (57. Schwertmann)

Mileqzyk, Schrey, Köster, Hellmich, Brüse, Brüggemann, Kütemann (80. Kleischmann), Müller, M. Böttcher (65. D. Böttcher), Middeke (73. Achtenberg), Koslowski

1:0 M. Aschoff (7. Minute), 1:1, 1:2 beide M. Böttcher (17., 51.), 1:3, 1:4 beide D. Böttcher (70., 85.), 1:5 Koslowski (89.)

Vinnum fand in der Partie gegen die Heimelf aus Ascheberg kaum ein Mittel, um die tief stehende Defensive auszuhebeln und vor Probleme zu stellen. Zwar traf Deniz Paluskiewicz nach fünf Spielminuten den Pfosten nach einem Schuss innerhalb des Sechzehners, dennoch agierten die Mannen von Marco Habicht an diesem Tag zu selten zwingend vor dem Tor der Ascheberger Reserve. „Wir waren heute einfach nicht in schlagkräftig genug und haben zu häufig mit hohen Bällen agiert, was den sehr tief stehenden Verteidigern in die Karten spielte. Uns fehlte schlicht einfach der entscheidende Biss, um die Partie für uns zu entscheiden“, analysierte Habicht nach der Partie.

Lewandowski, Leibeling, Schwipp, Klähr, Wobbe, Grove, Böcker (77. Broek), Heitbaum, Reckel (65. Castella), Sieber, Windmeier

Mayr, Benecke, Diekmann (60. Wessels), Paluskiewicz (60. Niermann), Olfens, Rosowski, Stolzenhoff, Kwiatkowski, F. Cengiz, A. Cengiz (46. Ulisse), Bester

Fehlanzeige

Von Werne kam offensiv nichts, trotzdem gingen die Gäste nach etwas mehr als 30 Minuten in Führung. Nach einer Ecke hatte der PSV die Situation eigentlich schon geklärt, trotzdem kam der Ball noch einmal zu Thorben Lupp. Der brachte den Ball scharf herein und Martin Gorgon bugsierte das Spielgerät artistisch am langen Pfosten über die Linie – 1:0 für Werne. Damit war der bisherige Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Bork spielte weiter gut nach vorne. Bis zur Halbzeit gab es aber keine klaren Torchancen mehr. Nach dem Seitenwechsel machte die Poslednik-Elf genauso weiter, wie in den ersten 45 Minuten. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff wurde der PSV dafür belohnt. Pierluca Pra foulte Tobias Böcker im Strafraum und Phillip Grodowski verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:1. Die Freude währte jedoch nicht lange. Wieder einmal war die PSV-Abwehr unaufmerksam und Jussef Saado schob zur erneuten Werner Führung ein. Die Heimelf glaubte aber weiter an ihre Chance. Nach Grodowskis zweiten Tor – Torwart Linke sah beim Schuss aus 25 Metern alles andere als gut aus – und dem Ausgleich hatte der PSV sogar die Chance zur Führung. Jonas Lammers schob jedoch freistehend vor dem Tor dem Torwart den Ball in die Arme. Bei einem Freistoß von Janis Drees machte Linke ebenfalls seinen Fehler vom 2:2 wett. Mitten in die Borker Schlussoffensive fiel der Werner Siegtreffer. Faruk Bozaci hämmerte einen Freistoß aus gut 30 Metern unhaltbar für Jens Haarseim in den Winkel. Damit war dann auch die Borker Gegenwehr gebrochen.

J. Haarseim – Thomas, Schuhmann (69. Heisig), Rosengart, Drees, Grodowski, Lammers, Zander (68. Koch), Wunder (62. Berand), Berger, Böcker.

Linke – Ünal, Pra, Woitek (85. Bressler), Obrenovic, Gorgon, Bozaci, Zengin (72. Opsölder), Taymaz, Saado, Kaya (16. Lupp).

0:1 Gorgon (35.), 1:1 Grodwoski Foulelfmeter (50.), 1:2 Saado (60.), 2:2 Grodowski (70.), 2:3 Bozaci (82.).

In der ausgeglichenen ersten Halbzeit kamen die Gäste zum glücklichen Führungstreffer durch Sven Kroner. Nach dem Wechsel kamen die Gastgeber besser ins Spiel und konnten den Rückstand in eine 2:1-Führung durch Mark Friemann und Kevin Klink innerhalb von zwei Minuten drehen. „In der ersten Viertelstunde nach dem Wechsel haben wir ein wenig den Faden verloren“, sagte SCC-Trainer Martin Ritz und ergänzte „Danach haben wir uns wie beim 2:2 in Herbern ins Spiel zurückgekämpft und am Ende auch mehr als verdient die drei Punkte mit nach Hause genommen“. Den Ausgleichstreffer erzielte Andreas Winkler nach einer Standardsituation per Kopfball. In der Folgezeit konnten die Capeller ihre guten Kontermöglichkeiten nicht nutzen. Erst acht Minuten vor dem Ende fiel der verdiente Siegtreffer für die Gäste. Alexander Sudholt konnte einen Konter mustergültig abschließen. „Zum Schluss hätten wir den Sack früher zumachen müssen, nachdem die Gastgeber die Abwehr entblößten.“ In der Schlussphase verloren die Alstedder noch einen Spieler nach groben Foulspiel mit einer Roten Karte.

Schmid - Paarmann, Acikgöz, Rebiger, Kadlubowski, Milinkovic, Klink, Friemann (66. Kuhne), Deniz, Studnicka (46. Stojak), Jung (46. Lohietz).

Reckmann -Pate (85. Grennigloh), Schwipp, Artinger, Kroner (89. Zurstraßen), Töpper (70. Wittkamp), Runde, Steinhoff, Sudholt, Winkler, Hanke.

0:1 Kroner (15.), 1:1 Friemann (53.), 2:1 Klink (55.), 2:2 Winkler (67.), 2:3 Sudholt (82.)

Zwar hatte Selm von Beginn an mehr vom Ball, doch ließen die Seppenradener durch ihre eng stehenden Verteidiger wenig Spielraum für schnelle Bälle der Gäste. So war der Freistoß von Mirco Scharen aus der 38. Spielminute noch der gefährlichste Schussversuch in der ersten Halbzeit. Das sollte sich in einer turbulenten zweiten Hälfte ändern. Nach einem Lattentreffer von Dominik Katgeli zu Beginn, schickte Schiedsrichter Lars Evers den Kapitän der Heimelf Björn Wirmann nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz, ohne dass dieser zuvor eine Verwarnung erhielt. In Überzahl spielte nun nur noch die SG. Den verdienten Führungstreffer besorgte nach einer guten Einzelleistung Daniel Ulrich (65.), ehe die Show von Stürmer Alexander Schwegler begann. Nach einem Solo gegen drei Verteidiger der Fortuna erhöhte Schwegler in bester Lewandowski-Manier auf 2:0 (76.). Mit seinem zweiten Treffer machte Schwegler, fünf Minuten vor Schluss den Deckel endgültig drauf.

Ruländer, Wirmann, Tüns, Holtermann, Prumann, M. Möller, C. Möller, Jankowiak (46. Lueg), Schulte (72. Lüling), Katgeli, Ernst (81. Hölper).

Witthoff, P. Ulrich, Göke, Oguz, Suer, Dresken, Heinrich (20. D. Ulrich), Schwegler, Scharen (76. Colomo), Voßschmidt, Möllenbrink.

0:0 (65.) D. Ulrich, 0:2 (76.) Schwegler, 0:3 (85.) Schwegler.

Die Gastgeber kamen in der ersten Halbzeit erst kurz vor dem Seitenwechsel zu ihren ersten Möglichkeiten. Erst vergab der wiedergenese Abiola Farinde knapp und dann konnte Stockums Keeper Cedric Packheiser einen Schuss von Tim Jesella nur zur Ecke abwehren. Diese beiden Chancen waren der Wachmacher der Partie. Die Cappenberger kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Eine Minute nach dem Wechsel gleich die erste Möglichkeit wiederum durch Jesella, der einen Fehler der Stockumer Defensive nicht zur Führung nutzen konnte. Nur acht Minuten später dann die verdiente Führung für die Gelb-Schwarzen. Nach einer präzisen Flanke von Jan Lippke stand Tim Jesella allein im Fünf-Meter-Raum und konnte den Ball mustergültig per Flugkopfball zum 1:0 einnetzen. Danach lief der Ball in den Reihen der Gastgeber und die Stockumer kamen kaum zu einer Entlastung. Nach knapp einer Stunde erhöhte Philipp Wiesmann nach einer Ecke von Rene Moltrecht zum 2:0 für die Truppe von Spielertrainer Patrick Osmolski. Erst jetzt besannen sich die Gäste, einige Möglichkeiten zu kreieren. Erst vergab Christopher Eulich und kurze Zeit später Stürmer Tim Köhler, der mit einem Fernschuss den Pfosten traf.

Das war für die Cappenberger Grund wieder mehr zuzulegen und nach einem Konter über Moltrecht und Jesella schloss der eingewechselte Pascal Ressemann eiskalt ab zum 3:0. Nur drei Minuten später erhöhte Abiola Farinde nach einem Pass von Wiesmann auf 4:0. Für den Endstand waren dann die Stockumer zuständig, nach einer glänzenden Einzelleistung des eingewechselten Thilo Schürmann bugsierte Zakaria Slimani den Ball unglücklich ins eigene Netz. „Wir sind überglücklich über den Sieg ohne Gegentor und freuen uns jetzt auf das Derby am Samstag gegen die SG Selm“, sagte ein überglücklicher Osmolski nach der Partie. Sein Gegenüber Ralf Gondolf war natürlich weniger angetan: „Wir haben uns heute selber geschlagen“.

Sperl - Lippke, Kaspareit (78. Schürmann), Farinde, Jesella (82. Steffenhagen), Moltrecht, Pestinger, Stiens (72. Ressemann), Osmolski, Zentgraf, Wiesmann.

Packheiser - Eulich, Köroglu, Slimani, Barthel, Heidenreich, Uzun, Radstaak (80. Ö. Eliyazici), Köhler, Karaman, Tozlu.

1:0 Jesella (54.), 2:0 Wiesmann (62.), 3:0 Ressemann (78.), 4:0 Farinde (81.), 5:0 Eigentor Slimani (90.)

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