Elf Laufbegeisterte meistern 42 km durch den "Big Apple"

SELM "Ich war noch niemals in New York!" So besang Udo Jürgens dereinst eine Hymne an das Fernweh. Niemals in New York gewesen zu sein, das gilt nun für elf heimische Laufbegeisterte nicht mehr. Denn zusammen mit drei Betreuern machten sie sich Anfang November auf nach Amerika, um dort am New York Marathon teilzunehmen.

von Von Malte Woesmann

, 11.01.2008, 15:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

 "Schon als wir uns kennenlernten, haben wir gesagt, dass wir mal in New York laufen wollen", berichtet Andreas Kalpein, einer der elf Läufer.

Kennen gelernt hatten sich die Marathonis aus Selm, Südkirchen und Olfen vor drei Jahren beim VHS-Projekt "Von null auf 42". Damals wollten sie sich fit für einen Marathon machen. Mittlerweile sind sie alle schon einmal die 42-Kilometer-Distanz gelaufen, doch New York war etwas ganz Besonderes. "Ich glaube kaum, dass dies noch einmal zu toppen ist", formuliert Uwe Sado stellvertretend für den Rest der Gruppe.

Bevor es aber an den Start ging, natürlich mit einem einheitlichen T-Shirt, das die Firma NSM-Magnettechnik gesponsert hatte, stand Bummeln in der Metropole auf dem Programm. "New York ist wirklich so, wie man es aus dem Fernsehen kennt", staunt Andreas Kalpein noch heute. Yellow-Cabs, mit Blaulicht vorbeiziehende Polizeiwagen und Trubel an allen Ecken. Die Gruppe war einfach "platt" ob dieser Eindrücke.

Nicht auf Bestzeit

Noch mehr beeindruckte sie aber der Lauf selbst. Los ging es mit ca. 40 000 anderen Läufern an der berühmten Verrazano-Narrows-Bridge.

"Wir sind aber nicht auf Bestzeiten gelaufen", so Kalpein. Ankommen hieß das Ziel und die Eindrücke aus dem Big Apple aufzusaugen. Etwa zwei Millionen Zuschauer säumten die Straßen und jubelten nicht nur der heimischen Laufgruppe zu. "Die Stimmung war einfach fantastisch", so Uwe Sado dazu. Da war es natürlich nur allzu verständlich, dass die Gruppe wieder einige Tage brauchte, um sich an den Alltag zu gewöhnen. Nur gut, dass noch genügend Zeit für einige Sehenswürdigkeiten wie dem Empire State Building oder Schlittschuhfahren auf der Eisfläche vor dem Rockefeller Center blieb.

Hawaii oder Hellas?

Wohin es beim nächsten großen Marathon geht, weiß die Gruppe noch nicht. Aber in Udo Jürgens Hit heißt es ja an zweiter Stelle: "Ich war noch niemals auf Hawaii..." Uwe Sado sagt dazu: "Hawaii wäre auch etwas Schönes." Aber die traditionelle Strecke von Athen nach Marathon würde auch reizen. Dann aber bitte ohne historisches Ende.

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