FC Nordkirchen: Bis zum Halbfinale war alles gut

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Mit Pauken und Trompeten ist der FC Nordkirchen im Halbfinale des Davertpokals am SV Herbern gescheitert. Das 0:9 war eines der höchsten Halbfinal-Ergebnisse in der Turniergeschichte.

Nordkirchen

, 05.01.2020, 20:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Spiele wie diese ist wohl der Begriff „Schmach“ erfunden worden. Der FC Nordkirchen war mit zwei Siegen in der Zwischenrunde relativ souverän für die Runde der letzten vier Teams beim Davertpokal qualifiziert. Alles war gut. Dann kam im Halbfinale Lokalrivale SV Herbern, der den FC Nordkirchen mal eben mit 9:0 in 2x10 Spielminuten deklassierte - und plötzlich war nichts mehr gut.

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Vor dem Spiel witzelten Herberner und Nordkirchener noch gemeinsam. Die Verbindungen und Verflechtungen sind ja nicht erst da, seitdem ein ganzer Pulk von Ex-Herbernern für den Nachbarn vom Schloss aufläuft. Man kennt sich und bei aller Rivalität schätzen sich die Fußballer untereinander auch weitestgehend.

Nach dem 0:9 kippte die Stimmung

Doch den Nordkirchenern war die Lust auf Witze, Spaß und Humor nach dem Halbfinale gründlich vergangen. Das 0:9 drehte die Stimmung vollkommen. Aus einem eigentlich ganz ordentlichen Nordkirchener Turnier mit sieben Punkten aus der Vorrunde am Samstag und sechs aus der Zwischenrunde am Sonntag blieb am Ende der Eindruck dieser Niederlage, obwohl die Nordkirchener im direkten Neunmeterschießen um Platz drei als Sieger hervorgingen und damit das beste Nordkirchener Abschneiden seit Jahren beim Davertpokal einfuhren.

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„Du kannst mal verlieren, du kannst 3:5 oder 3:6 verlieren, aber nicht 0:9. Herbern war aber ganz klar besser“, sagte Co-Trainer Daniel Eroglu, der am Sonntag der verantwortliche Mann bei den Nordkirchenern war. Er musste mit ansehen, wie seine Mannschaft mit jedem Tor schneller auseinander fiel.

Nordkirchen spielt eine ordentliche Zwischenrunde

Vorher hatte Nordkirchen noch nach dem 2:4 zum Start des Sonntags gegen den späteren Finalisten Münster 08 einen 3:0-Sieg gegen Albachten eingefahren und durch einen 7:2-Erfolg gegen Ottmarsbocholt vorzeitig das Semifinale gelöst.

„Im Halbfinale waren wir einfach platt. Gegen fünf Mann sind wir das ganze Turnier über schon nicht richtig klar gekommen“, sagte Nils Venneker hinterher, „gegen Herbern kannst du verlieren, aber nicht 0:9. Nach dem 0:2 oder 0:3 war die Luft raus. Keiner hat mehr Bock gehabt.“ Am Ende schlichen die Nordkirchener geknickt, aber als faire Verlierer vom Platz.

Immerhin waren Daniel Eroglu und Nils Venneker nach dem dritten Platz wieder besser gelaunt. „Es geht um Spaß“, sagte Venneker. Und 100 Euro Prämie für die Mannschaftskasse und die Torprämie, nachdem der FC Nordkirchen während des einminütigen Jingle-Einspielers getroffen hatte, ließen das Halbfinal-Aus einigermaßen verschmerzen. Empfehlen konnte sich Lars Wannigmann. Der Reserve-Spieler empfahl sich für mehr.

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