FCN bekommt überraschenden Gegner

Fußball: Staffeleinteilungen

Der FC Nordkirchen bleibt wie erwartet in der Fußball-Bezirksliga 8. Bei der am Montag veröffentlichten Ligeneinteilung des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen trifft Nordkirchen aber auch auf ein Team, mit dem nicht so rechnen war: Der TSC Hamm spielt künftig in der Bezirksliga 8.

NORDKIRCHEN

, 03.07.2017, 17:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
FCN-Coach Issam Jaber trifft in der Bezirkliga 8 mit seinem Team nun überraschend auf den TSC Hamm.

FCN-Coach Issam Jaber trifft in der Bezirkliga 8 mit seinem Team nun überraschend auf den TSC Hamm.

Es war die einzige Überraschung in der Bezirksliga 8. Der Türkische SC Hamm wurde Vierter der Bezirksliga 7 und muss jetzt in die Nachbarstaffel wechseln. „Die kenne ich gar nicht“, sagte Nordkirchens Trainer Issam Jaber als erste Reaktion.

Deutlich drastischer fiel diese bei den Hammern selbst aus: „Keine Ahnung, was da passiert ist. Was sollen wir in der Dortmunder Gruppe? So etwas Verrücktes, damit haben wir nie und nimmer gerechnet. Das ist unglaublich“, sagte Erdal Akyüz, der nach 13 Jahren als Trainer aufgehört hat und Teammanager und Marketingverantwortlicher im Vorstand ist, einer Hammer Zeitung.

Umgruppierung geplant

„In der 7 hätten wir insgesamt acht Derbys gehabt, bei denen wir zu Hause 300 oder 400 Zuschauer gehabt hätten. Auf solche Spiele freut man sich. Das wurde uns jetzt genommen. Wir sind alle schockiert. Wir liegen mitten im Herzen von Hamm, werde da jetzt rausgerissen“, sagte Akyüz. Auf der Facebook-Seite kündigte der Klub Protest gegen die Entscheidung an.

Offenbar war es kein Zufall, dass die Umgruppierung den Türkischen SC Hamm getroffen hat. „In der Staffel 8 fehlte eine Mannschaft, um auf 16 Teams zu kommen. Und weil es mit dem TSC immer wieder Probleme gab, haben wir es positiv gehalten und einen Staffelwechsel gemacht“, sagte Reinhold Spohn, Vorsitzender des Verbands-Fußball-Ausschusses, dem Bericht zufolge.

Drei starke Aufsteiger

Trainer der Hammer ist der 29-Jährige Osman Köse. Er spielte beim FC Schalke II, dann in der belgischen zweiten Liga, bevor er für die Hammer SpVg in der Westfalenliga kickte und seine Karriere vor zwei Jahren bei Eintracht Werne beendete.

Einen Absteiger gab es aus den Landesligen nicht, dafür aber drei Aufsteiger, die als stark eingeschätzt werden: Der SC Dorstfeld mit Trainer Peter Brdonkalla hat den direkten Wiederaufstieg geschafft. Das Team wurde Meister in der Dortmunder Kreisliga A1. Der zweite Aufsteiger ist der VfR Sölde, der von Daniel Schmiers und Maik Kortzak trainiert wird. In der Dortmunder Kreisliga A2 marschierte Sölde mit 79 Punkten und 143:25 Toren als Meister in die Bezirksliga.

WSC prüft Wechsel

Aus dem Kreis Unna-Hamm stößt Rot-Weiß Unna, der den PSV Bork im Aufstiegsspiel geschlagen hat, dazu. „Ich habe das Spiel gesehen. Eine sehr gute Mannschaft“, sagte Jaber über Unna – überhaupt hält er die drei Aufsteiger für stark.

Landesliga-Aufsteiger Werner SC kommt nicht wie gewünscht in die Ruhrgebietsstaffel 3, sondern spielt in der münsterländischen Staffel 4. Damit kommt es zum Derby mit dem SV Herbern. WSC-Fußballchef Thomas Overmann schien am Montag noch etwas hin- und hergerissen. Er wolle sich informieren, was einen Staffelwechsel noch bewirken könnte. Co-Trainer Christof Zilligen blickte bereits auf das Wesentliche: „Unabhängig von der Staffel bleibt das Ziel gleich: Als Neuling in der Liga bleiben.“

Jetzt lesen

Herberns Sportchef Frank Heidemann rechnet mit einer ähnlich engen Saison wie im Vorjahr: „Die Aufsteiger sind ambitioniert, der Absteiger hat ein gutes Umfeld, hat früher immer im oberen Drittel gespielt.“ 

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt