FCN dreht Rückstand gegen Dortmund

Fußball: Bezirksliga

Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen hat in Dortmund einen Rückstand gedreht. Beim TSC Eintracht gewann die Mannschaft von Issam Jaber verdient mit 2:1. Die Wende leitete Toptorschütze Florian Fricke fünf Minuten nach dem Wechsel ein.

NORDKIRCHEN

, 13.10.2017, 19:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Raphael Lorenz (l.) jubelt mit Bülent Gündüz (vorne, r.) und Joachim Mrowiec (hinten, r.) über die Entscheidung zum 3:1. Danach kam Nordkirchens Gegner TSC Eintracht Dortmund nicht mehr vor das Tor.

Raphael Lorenz (l.) jubelt mit Bülent Gündüz (vorne, r.) und Joachim Mrowiec (hinten, r.) über die Entscheidung zum 3:1. Danach kam Nordkirchens Gegner TSC Eintracht Dortmund nicht mehr vor das Tor.

Fußball: Bezirksliga 8 TSC Eintracht Dortmund - FC Nordkirchen  1:2 (1:0)

Mit einer Menge Wut im Bauch war Fußball-Bezirksligist nach dem 0:1-Halbzeitrückstand aus den Kabinen gekommen. Das Spiel am Sonntagnachmittag in Dortmund gegen den TSC Eintracht bot gleich mehrere Geschichten.

Tor beim Comeback: Es war ein Comeback nach zehnwöchiger Verletzungspause – und sein Ligadebüt für den FC Nordkirchen. Nach seiner Knieoperation im August traf Joachim Mrowiec bei seinem Kurzeinsatz in der Schlussphase zum 4:1-Endstand und lieferte die vielleicht schönste Geschichte des Spiels. „Er hat das Beste raus gemacht“, sagte Trainer Issam Jaber nach dem Spiel.

Schon wieder verletzt: Innenverteidiger Tobias Temmann wurde schon nach 22 Minuten ausgewechselt. Und hatte am Ende das Knie bandagiert. Temmann hatte sich erst am Ende der vergangenen Saison einen Kreuzbandanriss zugezogen.

Spiel gedreht: Ohne Temmann wirkte Nordkirchen hinten anfälliger. Das lag nicht an Patrick Broszat auf der Rechtsverteidigerposition, sondern an Dortmunds Ali Ahmadi, der immer wieder Löcher in Nordkirchens Abwehr riss. Broszat hätte Ahmadi fast gestoppt, dieser konnte den Ball aber in der ersten Hälfte trotzdem auf Mittelstürmer Maximilian Venhuis spielen. Venhuis setzte seinen Körper gegen Daloibor Mikuljanac ein und vernaschte ihn. „Da brauchen wir eine Absicherung. Dalibor darf nicht ins Eins-gegen-eins gehen. Sehr unglücklich“, erklärte Jaber. Doch nach der Pause kam Nordkirchen. „Ich bin in der Halbzeit noch nie so lauf geworden wie jetzt. Das musste eine klare Ansage kommen“, sagte Jaber. Zweimal kombinierte sich der FCN wunderschön vor das Tor. Erst traf Kapitän Florian Fricke, dann Patrick Trawinski. Nils Venneker war mit aufgerückt, hatte Jonas Torlop freigespielt – und dessen scharfe Flanke fand Trawinski.

Schlechte Chancenverwertung: Raphael Lorenz traf die Latte (13.), Venneker (18.) und Lorenz (19.) scheiterten an TSC-Schlussmann Sebastian Preuß. Michael Kuhfeld klärt Trawinskis Schuss auf der Linie (45.), Marcel Voß scheitert im Nachschuss – das Tor war bis auf Kuhfeld leer. Wieder Trawinski (69.), Mrowiec (78.), Lorenz (83.) und Lukas Mangels (85.) verpassen Großchancen. Positiv: Zwölf Chancen erspielte sich Nordkirchen. Nur vier nutzte die Elf.

Späte Entscheidung: Und so blieb es lange spannend, bis der eingewechselte Bülent Gündüz Nordkirchen erlöste. „Ich habe immer gesagt, dass es ein dreckiges und schwieriges Spiel wird. Hier haben wir uns immer schwergetan“, sagte Jaber.

Team und Tore FCN: Sandhowe - Mangels, Mikuljanac, Temmann (30. Broszat), Venneker, Manfredi, Torlop, Fricke, Lorenz, Voß (46. Gündüz), Trawinski (75. Mrowiec)Tore: 1:0 Venhues (35.), 1:1 Fricke (50.), 1:2 Trawinski (55.), 1:3 Gündüz (90.), 1:4 Gündüz (90.+2)

 

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