GS Cappenberg belohnt sich seine für Aufholjagd nur teilweise

hzFußball-Kreisliga A

Grün-Schwarz Cappenberg dreht in der Fußball-Kreisliga-A nach einem Rückstand richtig auf und geht kurz vor Schluss in Führung. Doch Gegner TSC Kamen schlägt noch einmal zurück.

von Janis Czymoch

Cappenberg

, 04.10.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor der Partie der Fußball-Kreisliga A zwischen dem GS Cappenberg und dem TSC Kamen hatte GSC-Trainer Pascal Harder von seiner Mannschaft gefordert „alles zu geben“, um über „Kampf und Einsatzwillen“ in das Spiel zu finden. Das Engagement beim 3:3 (0:0) gegen den TSC stimmte jedenfalls.

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Zufrieden äußerte sich Harder nach der Partie auch über eine Aktion seines Kapitäns Benedikt Stiens kurz vor Ende des Spiels. Beim Stand von 2:2 und einem Konter des Gegners sei der GSC-Spielführer über den kompletten Platz gesprintet, um mit einer Grätsche in aller letzter Sekunde den Punkt für Cappenberg zu retten. „Benne kam irgendwo von ganz hinten vom Bahnhof-Kamen her angerannt und hat das Ding verhindert“, scherzte Harder.

Fehlpass sorgt für GSC-Rückstand

Dabei war es der Einsatzwille und Kampf des TSC Kamen, der den Cappenbergern zunächst heftig zusetzte. Nach einem Foul an Dennis Lunemann in der 33. Minute musste dieser verletzt ausgewechselt werden. Dass dieses Foul „von hinten in die Beine rein“ vom Schiedsrichter nur mit Gelb geahndet wurde, war für Harder „absolut unverständlich“.

Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit reichte den Kamenern dann eine einzige Unachtsamkeit der Gäste, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Ein Fehlpass zu einem TSC-Stürmer, dieser legte quer auf Ali Genc - Tor für Kamen. Die vierte Saison-Niederlage drohte und damit die Luft für Cappenberg in der Liga immer dünner zu werden.

Trotz Elfmeter-Fehlschuss dreht der GS Cappenberg die Partie

Zunächst scheiterte Benedikt Stiens in der 58. Minute noch mit einem Schuss aus 20 Metern am Lattenkreuz. Sieben Minuten später setzte dann GSC-Rechtsverteidiger Fabian Wißmann zu einem beherzten Solo über die rechte Seite an und spielte den Ball am Ende auch noch scharf in den gegnerischen Sechzehner. Dort wartete Marcus Goletz und netzte zum 1:1-Ausgleich ein. Danach hätte „eigentlich nur noch der GSC gedrückt und sich Chancen herausgespielt“, so Harder.

Harder ärgert sich über Gelbe Karte

In der 78. Minute war es wieder Benedikt Stiens mit einer Offensivaktion, dieses Mal bei einem Zweikampf im Strafraum. Der Ball war dann zwar weg, doch ein Gegenspieler schubste den GSC Kapitän um: Elfmeter für Cappenberg und „nur Gelbe Karte für Kamen“, ärgerte sich Harder über die Aktion.

Noch mehr dürfte ihn geärgert haben, dass den darauffolgenden Elfmeter Nils Bußkamp gegen die Latte setzte. Weiter 1:1 - doch nicht mehr lange. In der 83. Minute wurde wieder Benedikt Stiens gefoult, dieses Mal knapp 22 Meter halblinke Position vor dem Strafraum. Den Freistoß brachte Spielertrainer Harder, in der 66. Minute eingewechselt, selbst rein und erreichte am langen Pfosten Philipp Schulze Twenhöven. Der köpfte die Cappenberger mit einem Ball ins lange Eck zur 2:1-Führung.

GSC-Führung hält nur wenige Sekunden

Doch wie sollte es in so einer ereignisreichen Partie auch anders sein, war immer noch nicht Schluss in Kamen. Den direkten Gegenstoß nach Wiederanpfiff konnte Cappenberg nicht klären und kassierte keine Minute nachdem das Spiel gedreht schien, prompt den Ausgleich. Dennoch war GSC-Trainer Pascal Harder nach der Partie nicht unzufrieden mit dem Unentschieden. „Es ist ein gewonnener Punkt“, hielt Harder am Ende fest.

GSC: Wagner - N- Bußkamp, Goletz (87. Müller), Heckenkamp (67. Harder), Lunemann (33. Messner), Schulze Twenhöven, Wißmann, Stiens, Osterkemper, Jäger, Heidicker

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