GS Cappenberg dreht verrücktes Spiel nach 1:5-Rückstand - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga

Zur Pause stand es noch 1:4. Dass der GS Cappenberg am Ende noch mit 8:5 gewinnt - damit hat wohl keiner gerechnet. Währenddessen hat der SuS Olfen sich die Tabellenführung zurückgeholt.

von Verena Schafflick, Matthew Schön, Carl Brose, Rik Amann

Selm, Nordkirchen, Olfen, Vinnum

, 07.04.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 6 min
GS Cappenberg dreht verrücktes Spiel nach 1:5-Rückstand - Die Ergebnisse

biola Farinde (r.), hier gegen Olfens Reserve, in der damals noch Julien Köppeler spielte, traf bei seinem Comeback doppelt gegen Königsborn. © Patrick Schröer (A)

Kreisliga A2 Ahaus-Coesfeld
SuS Olfen - TSG Dülmen II 3:0 (1:0)

Die Olfener kontrollierten das Spiel von Beginn an, jedoch fanden sie kein Mittel gegen die Abwehr der Dülmener. „Am Anfang sind beide erst mal gleich auf“, sagte Olfens Trainer Michael Krajczy. So dauerte es fast bis zur Halbzeit, bis Niklas Mählmann die Olfener erlöste. Nach einem Doppelpass mit Sebastian Rast traf Mählmann aus halblinker Position zum 1:0-Pausenstand.

„Am Anfang war uns die Ballsicherheit wichtig“, sagte Mählmann. Außer einem Pfostentreffer von Mählmann nach Zuspiel von Marvin Böttcher waren bei beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit keine weiteren Großchancen zu verzeichnen. „Wir sind immer besser in das Spiel rein gekommen, haben den Ball lauf lassen und dadurch ist der Gegner müde geworden“, sagte Trainer Krajczy.

Nach der Halbzeit zeigte sich der SuS deutlich stärker als in den ersten 45 Minuten. „In der zweiten Halbzeit waren wir spielbestimmend“, sagte Krajczy. Rund einer Viertelstunde nach Wiederanpfiff war es Marvin Böttcher, der von der rechten Seite aus den Ball zu Rast ablegen wollte. Dülmens Jonas Allenkemper konnte seine Füße nicht mehr schnell genug wegziehen und traf unglücklich ins eigene Tor zum 2:0 für den SuS Olfen.

Von nun an zeigten die Olfener ihre spielerische Klasse und kombinierten sich durch die Dülmener Reihen. „In der zweiten Halbzeit konnte Dülmen kaum Akzente nach vorne setzen“, sagte Mählmann.

20 Minuten vor Schluss spielte Mamadou Diallo den Ball über die Dülmener Abwehr, jedoch kam Böttcher nicht mehr richtig an den Ball, sodass Dülmens Schlussmann keine Probleme hatte. „Wir haben heute sehr schön kombiniert“, sagte Mählmann.

Dann aber fiel das 3:0. Der zehn Minuten zuvor eingewechselte Felix Schröder spielte den Ball in den Rücken der Abwehr und Niklas Mählmann vollendete das Zuspiel mit seinem zweiten Tor zum 3:0-Endstand. „Die Tore waren sehr gut rausgespielt“, sagte Krajczy.

Doch auch bei der komfortablen Führung von drei Toren nahmen die Olfener keineswegs den Druck aus der Partie. Robin Maikötter sorgte mit seinem Solo kurz vor seiner Auswechselung nochmals für Aufsehen. Er setzte sich auf der rechten Seite gegen zwei Gegenspieler durch und traf dann aus spitzem Winkel fast zum 4:0. Sein Lupfer über den Torwart landete letztendlich auf der Latte und nicht im Tor. „Es war heute eine super Mannschaftsleistung und das von allen“, lobte Krajczy.

Kurz vor dem Schlusspfiff bekam Böttcher den Ball nochmal am Strafraum zugespielt. Doch ihm blieb ein Tor verwehrt, denn sein Abschluss flog knapp über das Tor. „Wir haben heute verdient gewonnen“, sagte Krajczy. Mit dem Sieg setzt sich Olfen an die Tabellenspitze und verdrängt Osterwick.

SuS Olfen: Götz - Brüggemann, Maikötter (80. Frings), Bork, Schleistein, Zyla, Diallo, Czempik (61. Wilhelm), Böttcher, Rast (66. Schröder), Mählmann

Tore: 1:0 Mählmann (44.), 2:0 Allenkemper (60., Eigentor), 3:0 Mählmann (76.)

Kreisliga A2 Recklinghausen
DJK SV GW Erkenschwick - Westfalia Vinnum 5:0 (0:0)

„Es ist ein Unterschied, ob du einen Lebsack oder Demir im Mittelfeld hast oder eben nicht. Daraus wollen wir aber keine Ausreden machen“, sagte Vinnums Trainer Frank Bidar am Sonntagabend.

In der ersten Halbzeit lief alles noch nach Bidars Vorstellungen. „Da haben wir uns ganz ordentlich verkauft“, sagte er. Und Vinnum eröffnete sogar mit einer guten Chance, die Helmut Stolzenhoff aber vergab.

Nach dem Seitenwechsel häuften sich dann Vinnums Fehler, die zu Elfmetern und folglich zu Gegentoren führten. „Das erste Tor war spielentscheidend“, sagte Bidar. Markus Krüger trat an und verwandelte den Elfmeter erfolgreich. Beim 0:2 und 0:3 patzte dann Schlussmann Patrick Roser.

Beim 0:2, einem Fernschuss von Dennis Fleck, sah er nicht gut aus, und vor dem 0:3 foulte er einen Erkenschwicker elfmeterreif. Dabei war die Situation eigentlich schon geklärt. „Das darf einem so routinierten Spieler eigentlich nicht passieren“, sagte Bidar. Markus Krüger blieb zum zweiten Mal Sieger. Das Spiel war entschieden. Vinnum fing sich durch Maximilian Stanek dann noch eine Ampelkarte ein.

Westfalia Vinnum: Roser - Wessels, Rosengart, Stolzenhoff (62. Jö. Brickmann, Kuck, Cengiz, Voßschmidt, Forsmann, Stanek, Asemann, Yavuz (62. Klomann)

Tore: 1:0 Krüger (49., Foulelfmeter), 2:0 Fleck (60.), 3:0 Krüger (77., Foulelfmeter), 4:0 Krüger (82.), 5:0 Anufrijevs (87.)

Gelb-Rote Karte: Stanek (81., Reklamieren)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
GS Cappenberg - Königsborner SV 8:5 (1:4)

„Wahnsinn! Beim 1:5 waren wir fast tot und dann sowas! Das Spiel werde ich so schnell nicht vergessen“, sagt Cappenbergs Trainer Pascal Harder.

Es waren zwei Halbzeiten, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten. Nach einem individuellen Abwehrfehler ging der Königsborner SV früh in Führung (8.). Grün-Schwarz zeigte sich davon nicht beeindruckt und kam schnell dank Julius Becker zum Ausgleich, ehe Christopher Thomassen per Dreierpack (25., 27., 38.) den 4:1-Pausenstand besorgte.

Thomassens dritter Treffer fiel durch einen umstrittenen Handelfmeter, der sogar noch eine Rote Karte gegen Dennis Markowski und die Gastgeber nach sich zog. Durchgang zwei startete dann ebenso schlecht, wie der Erste endete. Königsborn erzielte früh das 5:1 (48.).

Aber nun kam die Stunde des Abiola Farinde. Nach fast zweijähriger Verletzungspause läutete seine Einwechslung eine unfassbare Aufholjagd ein. Nur drei Minuten nach der Einwechslung traf Farinde selbst zum 2:5 (51.). Kevin Klink (63.) und Tom Zentgraf (67.) brachten die Cappenberg in Unterzahl wieder ran, ehe Benedikt Stiens per Doppelpack (75., 86.) die Aufholjagd perfekt machte und neben dem Ausgleich auch die 6:5-Führung für Cappenberg besorgte.

Jetzt gab es kein Halten mehr. Fabian Wißmann erzielte kurz darauf das 7:5 (89.) und Abiola Farinde krönte sein Comeback mit dem Doppelpack und dem 8:5-Endstand.

GS Cappenberg: Wagner - Nagel, Lohölter, Becker (55. Stasch), Selbstaedt, Wißmann, Stiens, Markowski, Klink, Zentgraf (85. Lange), Helmus (47. Farinde) - Grenigloh, Holtze, Lange, Augustin, Farinde, Stasch

Tore: 0:1 Bremkes (8.), 1:1 Becker (15.), 1:2 Thomassen (25.), 1:3 Thomassen (27.), 1:4 Thomassen (38., Handelfmeter), 1:5 Bremkes (48.), 2:5 Farinde (51.), 3:5 Klink (63.), 4:5 Zentgraf (67.), 5:5 Stiens (75.), 6:5 Stiens (86.), 7:5 Wißmann (89.), 8:5 Farinde (90.)

Rote Karte: Markowski (38., Handspiel)

Türkisch SC Kamen - PSV Bork abgesagt

Kreisliga B3 Münster
VfL Wolbeck II - SV Südkirchen 4:1

Bereits in der zweiten Spielminute sorgte ein Stellungsfehler der Südkirchener Defensive für den ersten Treffer der Gastgeber (2.). Wolbeck legte schnell das 2:0 (13.) nach. Im direkten Gegenzug brachte Marvin Dornhege nach schöner Kombination über Felix Lohmann den SVS ins Spiel zurück.

Im zweiten Durchgang war Wolbeck II abgeklärter, Südkirchen oft zu harmlos. Ein Foulelfmeter zum 3:1 bedeutete die Vorentscheidung. Der SVS warf zum Schluss nochmal alles nach vorn, fing sich kurz vor dem Abpfiff aber noch das 4:1.

„Wir haben vorne zu wenig Abschlüsse gesucht. Das müssen wir in den kommenden Wochen besser machen“, meint SVS-Trainer Stephan Kriesinger.

SV Südkirchen: Mayr - Schulte, Kalender, M. Dornhege, N. Dornhege, Steinkuhl, Appel, R. Dornhege, Lohmann, R. Schulz, M. Schulz - Schlierkamp, Homann

Tore: 1:0 (2.), 2:0 (13.), 2:1 M. Dornhege (14.), 3:1 (50., Foulelfmeter), 4:1 (89.)

SC Capelle - SV Herbern III 2:0 (0:0)

Im Vergleich zur Hinrunde war die Capeller Mannschaft gegen Herbern kaum wiederzuerkennen. Durch eine aggressive Spielweise ließen die Gastgeber ihren Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Herbern hingegen wusste sich in der Anfangsphase häufig nur mit taktischen Fouls zu helfen, da die Capeller ständig einen Schritt schneller waren. So sammelten die Gäste bereits in der ersten Halbzeit fünf Gelbe Karten.

Doch der SCC verpasste es zunächst, seine Überlegenheit auch in Tore umzumünzen. Zuerst traf Manuel Lachmann aus 18 Metern nur das Lattenkreuz (10.), dann stocherte Simon Walter unter Bedrängnis den Ball am Tor vorbei (36.). Herbern auf der anderen Seite kam nicht einmal gefährlich vors Capeller Tor, das aufgrund des Ausfalls von gleich vier Torhütern vom Feldspieler Fabian Steinhoff gehütet wurde.

In der 51. Minute erzwang dann Kapitän Simon Walter das 1:0 für Capelle. Er setze sich über die linke Seite durch und fand dann Sinan Kixmöller in der Mitte, der zur Führung einschob. „Defensiv haben wir es heute richtig gut gemacht, aber nach vorne hätten wir noch mehr Tore machen müssen“, so Walter. Im Anschluss an die Capeller Führung schien das Spiel dann zu kippen. Herbern kam zu Torchancen, von denen Robin Krysiak die beste vergab, als er mit einem Heber über Steinhoff hinweg die Latte traf (66.). „Die Führung hat uns im Kopf etwas gelähmt. Wir hatten auf einmal etwas zu verlieren und davor hatten wir dann etwas Angst“, sagte der Capeller Trainer Reinhard Behlert.

Gleichzeitig ergaben sich für die Capeller allerdings Räume zum Kontern, da Herbern immer weiter aufrückte. Doch Stefan Wagner vergab zunächst die Chance auf die Entscheidung, als er alleine vor dem Torwart scheiterte (73.). In einer hektischen Schlussphase war es dann schließlich Benjamin Gumprich, der das erlösende 2:0 für die Capeller erzielte (88.).

SC Capelle: Steinhoff - Hüser, Cillien, Zimmermann, Dülfer, Gumprich, Nölken, Lachmann, Kixmöller, Küper, Walter - Wagner, Kaiser, Logan

Tore: 1:0 Kixmöller (51.), 2:0 Gumprich (88.)

TuS Saxonia Münster - SG Selm 2:0 (2:0)

Am Ende reichten Saxonia Münster zwei Standards, um dem zuvor ungeschlagenen Spitzenreiter die erste Niederlage zuzuführen. Bereits nach zehn Minuten kam Patrick Neuhaus nach einem Eckball frei zum Kopfball und erzielte die Führung für Münster.

Nur 25 Minuten später war Neuhaus erneut nach einem Eckstoß zu Stelle und erhöhte auf 2:0 – diesmal aber mit dem Fuß aus dem Getümmel (35.). „Wir waren bei beiden Standards zu weit weg. Das war einfach eine schlechte Zuteilung“, sagte der Selmer Trainer Deniz Sahin.

Die Selmer taten sich gegen den tief stehenden Gastgeber schwer, Chancen herauszuspielen. Nach dem zwischenzeitlichen 1:0 vergab Alexander Schwegler die Chance auf den Ausgleich. Daniel Ulrich setzte sich über links durch und legte zurück auf Schwegler, der setzte den Ball aber am Tor vorbei.

Im zweiten Durchgang drückten die Selmer auf den Anschlusstreffer, während sich Münster aufs Kontern beschränkte. Der eingewechselte Arthur Miller vergab aber Mitte der zweiten Halbzeit die beste Chance auf den Anschlusstreffer. In der Schlussphase flog noch SG-Kapitän Paul Ulrich mit Gelb-Rot vom Platz, als er einen Konter mit einem Foulspiel unterband.

SG Selm: Böckenbrink - P. Ulrich, May, Blecher, Tarhan (65. Glaß), Kämper (46. Dias), Zolda, Schwegler (33. Miller), Konietzni, D. Ulrich, Rutkovski

Tore: 1:0 Neuhaus (10.), 2:0 Neuhaus (35.)

Gelb-Rote Karte: P. Ulrich (80., wiederholtes Foulspiel)

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