Halbzeitfazit bei GS Cappenberg: Durch Personalprobleme bisher viel Potenzial verschenkt

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Trotz der großen Personalsorgen steht Cappenberg aktuell auf dem achten Platz. Dabei wäre noch so viel mehr drin. Die bisherige Hinrunde ist gekennzeichnet von viel verschenktem Potenzial.

von Carl Brose

Cappenberg

, 22.11.2019, 16:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Blick auf die Hinrunde dominiert bei GS Cappenberg vor allem das Thema Personalsorgen. Wie ein roter Faden zieht sich die personelle Notlage durch die bisherige Saison. Trotzdem stehen die Cappenberger in der Kreisliga A gar nicht schlecht in der Tabelle da. Aber es ist auch klar, dass Potenzial für deutlich mehr in der Mannschaft steckt. Das Saisonziel bleibt auch weiter in greifbarer Nähe.

So lief die Hinrunde: Cappenberg startete vielversprechend in die Saison. Auf den überzeugenden 1:0-Erfolg gegen den SV Langschede, folgte ein weiterer guter Auftritt gegen den VfK Weddinghofen. Dabei sprang aber schon nur noch ein 2:2-Unentschieden heraus. Ab dem folgenden Spieltag dominierten dann Verletzungspech und weitere Ausfälle die Hinrunde von GS Cappenberg. So ergab sich eine echte Achterbahnfahrt. Auf einen Sieg folgte meistens direkt am nächsten Spieltag eine Niederlage und andersrum. Eine konstante Phase gab es zu keinem Zeitpunkt. Aktuell steht Cappenberg auf dem achten Tabellenplatz mit einem spektakulären Torverhältnis von 39:39.

Das waren die Highlights: Wirklich zufrieden war GSC-Trainer Pascal Harder nur mit wenigen Spielen in dieser Saison. Lediglich beim 3:6-Auswärtssieg beim VfL Kamen habe seine Mannschaft mal wirklich ein „super Spiel gemacht“. Bis zur 45. Minute lagen die Cappenberger in dem Spiel mit 1:2 zurück und drehten dann in der zweiten Halbzeit so richtig auf. „Da waren wir dann defensiv kompakt und haben vorne richtig Wirbel gemacht. So stelle ich mir das vor“, sagt Harder.

Das waren die Rückschläge: Immer wieder wurde Cappenberg von Spielen zurückgeworfen, in denen sie einfach viele Tore kassierten. In insgesamt acht Spielen kassierte das Team drei oder mehr Gegentreffer. Der Tiefpunkt war dabei das letzte Spiel der Hinrunde gegen TuRa Bergkamen. Bei der 2:4-Niederlage ließ Cappenberg sehr viel vermissen. „Da war kein Engagement von unserer Seite da. Wir haben uns ergeben, während TuRa uns mit einfachen Fußball überspielt hat. Und dann resultierten auch noch alle vier Gegentore aus individuellen Fehlern“, so Harder.

Das waren die Gewinner und Verlierer: Eine der ganz wenigen Konstanten bei GSC war in der Hinrunde Dennis Markowski. Er zeigte sich als echter Dauerbrenner im Training und auch am Sonntag in den Spielen. Dabei kam er in der Defensive auf fast allen Positionen zum Einsatz und überzeugte stets. Pascal Harder weiß, was er an seinem Allrounder hat: „Er ist einfach unglaublich abgeklärt und souverän. Ein richtiger Ruhepol in unserem Spiel. Davon hätte ich gerne mehr Spieler in der Mannschaft. Er hat uns schon einige Male den Arsch gerettet.“

Wirkliche Verlierer gibt es in Cappenberg nicht, dafür aber gleich eine ganze Reihe an Pechvögeln. Besonders hervorzuheben ist dabei das Innenverteidiger-Duo Mats Lange und Marian Kuhn. Vor der Saison plante Harder mit den beiden als Stammpersonal in der Defensive. Zusammen brachten es beide auf 40 Pflichtspielminuten. Lange fiel nach der ersten Vorbereitungswoche mit einem Bandscheibenvorfall aus und Kuhn brach sich noch in der ersten Hälfte der Auftaktpartie den Mittelfuß.

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Das sagt der Trainer: „Die personelle Situation ist seit dem vierten Spieltag eine mittlere Katastrophe. Trotzdem stehen wir nicht schlecht da in der Tabelle. Aber mit dieser Mannschaft ist natürlich viel mehr möglich. Vor der Saison wollten wir über Platz fünf landen, das ist noch absolut drin. Wenn wir wieder mehr Spieler beim Training haben, haben wir auch wieder Konkurrenzkampf, dann sollte die Konzentration bei einigen Spielern wieder steigen. Ich hoffe, dass wir dann einen Sprung machen.“

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