Heimische Klubs haben ihre Stimmen abgegeben: Tendenz erkennbar

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Der Fußballverband fragt und die ersten heimischen Klubs haben auch schon abgestimmt. Das Meinungsbild fällt unterschiedlich aus - eine Antwortmöglichkeit steht aber nicht zur Diskussion.

Selm, Olfen

, 21.04.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ersten Vereine haben ihre Stimme schon abgegeben: Der westfälische Fußballverband befragt derzeit seine Mitgliedsvereine zu möglichen Szenarien am Saisonende. Das Ziel: Der FLVW möchte ein Meinungsbild abfragen. Jeder Klub hat eine Stimme. Aus Selm, Olfen und Nordkirchen haben die ersten Vereine bereits abgestimmt.

Der SuS Olfen, der drei Seniorenmannschaften im Spielbetrieb hat für die Wertung nach der Hinrunde ohne Absteiger, aber mit Aufsteigern gestimmt. Entschieden hat das der geschäftsführende Vorstand in Absprache mit den Sportlichen Leitern für Jugend und Senioren, wie Vorstandsmitglied Werner Sander mitteilte.

„Wir haben nicht geguckt, was für uns am besten ist, sondern, was am fairsten ist. Egoismus hilft dem Verband nicht weiter“, sagte Sander, obwohl die Regelung auch allen drei Mannschaften des SuS helfen würde: Olfens größter Sportverein hat neben der Bezirksligatruppe im Abstiegskampf auch einen Tabellenführer in der Kreisliga B und ein Schlusslicht in der C-Liga im Spielbetrieb.

SC Capelle ist ebenfalls für Hinrundenwertung

Der SC Capelle schließt sich der Wertung nach der Hinrunde an. „Wir haben uns intensiv am Wochenende abgestimmt mit den Trainern“, sagte der Vorsitzende Josef Mertens. Die Variante der Hinrundenwertung erscheint den Capellern am fairsten und praktikabelsten. „Ich hätte die Saison gerne zu Ende gespielt, aber zeitlich ist das wohl nicht machbar“, glaubt Mertens und machte damit auch deutlich, wie unterschiedlich Meinungen innerhalb eines Vereins seien.

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Auch die SG Selm hat für die Lösung B, die Hinrundenwertung, gestimmt. Hintergrund ist, dass die Selmer, die mit beiden Herrenteams von den umkämpfen Zonen gehörig Abstand haben, eine Spielgemeinschaft mit dem SV Südkirchen im Frauenbereich eingegangen sind. Diese Mannschaft steht als Tabellenzweiter auf einem Aufstiegsplatz und hegt große Hoffnungen.

GS Cappenberg und PSV Bork sprechen sich für eine Annullierung aus

Die beiden anderen Vereine aus dem Selmer Stadtgebiet haben sich für eine Annullierung ausgesprochen. Bemerkenswert ist das deshalb, weil GS Cappenberg II zum Beispiel große Aufstiegschancen in der B-Liga hatte. Beim GSC machte Vereinschef Thorsten Garber keinen Alleingang, sondern alle Präsidiumsmitglieder waren stimmberechtigt. Das Votum für die Annullierung sei einstimmig ausgefallen.

Auch der PSV Bork hat sich für eine Annullierung ausgesprochen. Zwar diskutierten die Borker auch andere Optionen, die Saison aus der Wertung zu nehmen, sei aber am fairsten.

Der FC Nordkirchen und SV Südkirchen wollten erst am Montagabend in einer Videoschalte beraten.

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