Joel Grodowski: „Vorher war ich wirklich ein kleiner, dünner Affe“

Fußball

Am Sonntag feierte Joel Grodowski sein Pflichtspieldebüt für Preußen Münster. Im Interview mit dem FLVW sprach er über seine ersten Schritte im Profifußball. Hier die wichtigsten Aussagen.

von Carl Brose

Selm

, 22.08.2019, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Joel Grodowski: „Vorher war ich wirklich ein kleiner, dünner Affe“

Joel Grodowski (r.) im Training bei seinem neuen Verein SC Preußen Münster. © Jürgen Peperhowe

Für den Borker Fußballer Joel Grodowski ging es in den letzten Jahren hoch her. Über die Kreisliga kam er in die englische dritte Liga, danach ging es für ihn in die Oberliga Westfalen und jetzt steht Grodowski im Kader von Drittligisten SC Preußen Münster. Vergangenen Sonntag feierte der ehemalige Spieler des PSV Bork sein Pflichtspieldebüt für den neuen Verein, allerdings zunächst in der Reserve-Mannschaft, die in der Oberliga Westfalen spielt. Bei der 1:3-Niederlage gegen die Sportfreunde Siegen wurde er in der 66. Minute eingewechselt.

Mit dem Spiel feierte Grodowski sein Comeback, nachdem er sich in einem Testspiel für die erste Mannschaft gegen die U23 von Borussia Dortmund eine Schultereckgelenksprengung zugezogen hatte. Gegenüber dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen hat er sich nun in einem großen Interview über seinen außergewöhnlichen Weg geäußert.

Lehrreiches Jahr in England

Seine Zeit in England bei Drittligist Bradford City beschreibt er dabei als besonders lehrreich: „Ich habe vor allem körperlich zugelegt. In Bradford war Lukas Raeder, der jetzt bei Lübeck spielt, mein Mitbewohner. Der hat mich immer mit ins Fitnessstudio genommen. Vorher war ich wirklich ein kleiner, dünner Affe.“

Aber seine sportliche Zukunft sah er schon immer in Deutschland, weshalb er dann nach einem Jahr auch wieder zurückkehrte. „In England wird auch ein anderer Fußball gespielt. Dort gibt es viel mehr „Kick and Rush“ und es ist auch körperbetonter. In Deutschland ist es wesentlich taktischer. Da ich nicht so der bullige Stürmer bin, kommt mir das mehr entgegen“, sagt Grodowski über die Vorzüge des deutschen Fußballs.

Hoffnung auf möglichen Aufstieg

Nun gilt es für ihn aber erstmal in der Dritten Liga Fuß zu fassen. Nach fünf Spieltagen steht seine Mannschaft mit sieben Punkten auf Platz acht in der Tabelle. Der Selmer macht sich aber Hoffnung auf mehr: „Die Konkurrenz ist allgemein sehr groß. Deswegen muss es nicht unser Anspruch sein, aufzusteigen. Aber natürlich macht es mehr Bock, oben mitzuspielen.“

Etwas wehmütig blickt Grodowski auf sein Verletzungspech, dass ihn in der Vorbereitung zurückwarf. „Natürlich tut es weh, so früh bei einem neuen Verein erstmal zwei Monate raus zu sein. Aber ich stecke nicht auf. Das habe ich nie gemacht. Ich werde mich jetzt wieder voll reinhauen und alles für meinen Traum tun“, so Grodowski, der jetzt wieder angreift.

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