Land setzt millionenschweres Hilfsprogramm auf - für alle Vereine

Coronavirus

Unternehmerisch tätige Vereine können schon seit Ende März Soforthilfen bekommen. Ab 15. April stehen weitere Mittel für alle Sportvereine bereit, die wegen der Corona-Krise in Not geraten.

Selm, Lünen, Werne

, 14.04.2020, 15:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Land NRW fördert in Not geratene Sportvereine mit 10 Millionen Euro.

Das Land NRW fördert in Not geratene Sportvereine mit 10 Millionen Euro. © Sebastian Reith

Das Land NRW hat sein Hilfen für Sportvereine ausgeweitet. Bisher konnten nur unternehmerisch tätige Vereine finanzielle Unterstützung über das Soforthilfe-Programm beantragen. Ab 15. April können das nun auch gemeinnützige Sportvereine tun, die nicht unternehmerisch tätig sind. Das teilte der Landessportbund auf seiner Internetseite mit.

Die „Soforthilfe Sport“ können demnach alle notleidenden Sportvereine bis zum 15. Mai 2020 über das Förderportal des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen online beantragen. Antragsberechtigt sind alle Vereine, die dem Landessportbundes oder eine seiner Mitgliedsorganisationen (Sportbund oder Sportfachverband) angeschlossen sind, wenn die Corona-Pandemie einen Liquiditätsengpass verursacht, der zu einer Existenzgefährdung des Vereins in Form einer drohenden Zahlungsunfähigkeit führen könnte.

Jetzt lesen

Fördertopf umfasst 10 Millionen Euro

Insgesamt stehen 10 Millionen Euro bereit. Das Land gewährt für Unterdeckung eine Hilfe in Höhe von 60 Prozent des nachgewiesenen Förderbedarfs, höchstens jedoch 50.000 Euro. Die Förderung erfolgt in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Den Zuschuss können nur Vereine beantragen und somit keine Abteilungen, die nicht als eigener Verein eingetragen sind.

„Ein weiteres starkes Signal der Landesregierung bei unseren gemeinsamen Anstrengungen, in ihrer Existenz gefährdeten NRW-Sportvereinen schnell und unbürokratisch unter die Arme zu greifen. Denn es muss weiter darum gehen, dass der organisierte Sport weitgehend unbeschadet durch diese Krisenzeiten kommt und eine unverzichtbare Säule unserer Gesellschaft bleibt“, sagte LSB-Präsident Stefan Klett in einer Pressemitteilung.

Zusätzlich stehen weitere drei Millionen Euro für Übungsleiter bereit, die aus Mitteln des Haushaltes 2020 der Landesregierung stammen. „Uns ist besonders wichtig, dass das Rückgrat unserer Vereine, also die ehrenamtlichen Übungsleiterinnen und Übungsleiter, in dieser schwierigen Zeit unterstützt werden können“, sagte Sport-Staatssekretärin Andrea Milz.

Staatskanzler stockt Übungsleiterförderung um 40 Prozent auf

Das mit 7,56 Millionen Euro ausgestattete Programm zur Förderung der Übungsarbeit in den Sportvereinen (Übungsleiterförderung), das regelmäßig 7000 bis 8000 Vereine in Anspruch nehmen, wird damit um 40 Prozent aufgestockt. Damit soll die Bindung der für den Vereinsbetrieb unerlässlichen (auch nebenberuflich oder als Honorarkräfte tätigen) Übungsleitern unterstützt werden, heißt es.

Weitere Infos gibt es hier.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt