Leistungsträger mit besonderer Funktion im Team hat GS Cappenberg verlassen

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Vierter Abgang bei GS Cappenberg in diesem Sommer: Der Defensivspieler wirkte in Dreiviertel der Saisonspiele mit und zählt zu den Leistungsträgern. Auch abseits des Platzes war er wichtig.

Cappenberg

, 14.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fußball-Kreisligist Grün-Schwarz Cappenberg muss einen weiteren Abgang in diesem Sommer verkraften. Der Spieler hatte in den vergangenen zwei Jahren eine besondere Funktion im Team von Trainer Pascal Harder. Sein Ziel ist ein Dortmunder Verein.

Sina Habibivand war zwei Jahre lang spielender Co-Trainer bei den Cappenbergern - jetzt gehen er und der GSC getrennte Wege. Schon im Winter zeichnete sich ab, dass Habibivand kürzertritt. „Er hatte uns mitgeteilt, dass er zu 99 Prozent das Amt des Co-Trainers niederlegt“, sagte Philipp Wiesmann, Sportlicher Leiter bei den Cappenbergern.

Sina Habibivands (l.) Zeit bei GS Cappenberg endet nun. Er verlässt den Verein, der einen neuen Co-Trainer benötigt.

Sina Habibivands (l.) Zeit bei GS Cappenberg endet nun. Er verlässt den Verein, der einen neuen Co-Trainer benötigt. © Jura Weitzel

Nun steht Habibivand auch als Spieler nicht mehr zur Verfügung. Der Defensivspezialist habe sich fristgerecht abgemeldet. „Ich weiß gar nicht, ob er weiter Fußball spielt. Er ist im Job ziemlich eingespannt und hatte mit Dortmund mal etwas geliebäugelt“, sagte Wiesmann. Die Gründe kann der Sportchef alle nachvollziehen.

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Was seine Zukunft angeht, bringt Sina Habibivand Licht ins Dunkel: Er werde beim A-Ligisten TSC Eintracht Dortmund, bei dem er auch einen Teil seiner Juniorenjahre verbrachte, weitermachen - allerdings nur als Spieler. Die B-Jugend verbrachte er einst an der Flora in Dortmund. Habibivand wohnt in Aplerbeck. Die Fahrzeit würde sich durch den Vereinswechsel erheblich verkürzen.

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Beruflich muss er täglich die Fahrt nach Essen antreten. „Die ist auch nicht ohne“, sagte Habibivand. Auch da liegt das Sportzentrum des TSC Eintracht mit Anbindung an die B54 und die B1 günstig für Habibivand.

Habibivand will nicht zu viel versprechen - Beruf geht erstmal vor

„Nichtsdestotrotz ist es mit Vorsicht zu genießen“, sagte Sina Habibivand und betonte dann, dass er beruflich stark eingebunden sei. Daher sind auch Einsätze in der zweiten Mannschaft denkbar. Die Zukunft klingt noch etwas offen. Aber sie liegt in Dortmund. Nicht mehr im GSC-Sportpark.

„Ich habe Cappenberg nur verlassen, weil es zeitlich nicht mehr reinpasste. Ich bin nach Cappenberg zum Fußball gependelt“, sagt der 31-Jährige. Sein Abgang von den Grün-Schwarzen, für die er zwei Jahre Harder als Co-Trainer assistierte und auch spielte, habe keine sportlichen oder persönlichen Hintergründe. „Ich bin Philipp Wiesmann und Pascal Harder dankbar, dass sie mir das Vertrauen geschenkt haben. Es war meine erste Station als Trainer“, so Habibivand.

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Bevor er für Cappenberg spielte, lief Habibivand bereits für den SV Herbern, Davaria Davensberg, BW Alstedde, den PSV Bork, studienbedingt für den Kölner Klub SV Deutz 05 und anschließend für Preußen Lünen auf. Sportlich ist der Abgang des Defensivspielers ein Verlust. Habibivand kam auf 15 von möglichen 20 Saisoneinsätzen. Achtmal spielte er durch und erzielte auch ein Tor. In der Saison 2018/19 war er der Spieler mit der sechstmeisten Einsatzzeit (1462 Minuten).

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