Lüdinghausen will mit Qualität in die Play-Offs

Badminton: Kadervorstellung

Badminton-Erstligist Union Lüdinghausen peilt mit einem runderneuerten Kader die Play-Off-Spiele um die Deutsche Meisterschaft an. Gleich am ersten Spieltag kommt es zu einer echten Nagelprobe. Der Gegner beim ersten Heimspiel ist der BC Beuel aus Bonn, mit dem sich die Lüdinghauser seit Jahren um die ersten Tabellenplätze streiten.

LÜDINGHAUSEN

25.08.2015, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trainer Christoph Schnaase (r.) führt das eigene Nachwuchstalent Jan Kemper behutsam an das hohe Bundesliga-Niveau heran.

Trainer Christoph Schnaase (r.) führt das eigene Nachwuchstalent Jan Kemper behutsam an das hohe Bundesliga-Niveau heran.

Nur die ersten drei Teams der Bundesliga erreichen in dieser Saison die Finalspiele, sodass die Begegnung mit Beuel am Samstag, 29. August, in der heimischen Halle des St. Antonius-Gymnasiums ab 14 Uhr schon ein Fingerzeig ist. Die Lüdinghauser, die 2014 überraschend den Meistertitel gewannen, aber 2015 nur auf dem fünften Platz landeten, haben ihren Bundesligakader erweitert.

In der kommenden Spielzeit steht gleichzeitig die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio an. Immer wieder werden Spieler fehlen, weil sie an wichtigen internationalen Turnieren teilnehmen müssen, um Qualifikationspunkte zu sammeln. Hoffnungen auf eine Qualifikation machen sich beispielsweise die beiden Lüdinghauser Eigengewächse Karin Schnaase und Josche Zurwonne.

Neu im Team bei Union sind die niederländische Nationalspielerin und Nr. 10 der Welt im Damendoppel, Eefje Muskens, die vom deutschen Meister BC Bischmisheim wechselte. Außerdem verstärkt das wohl größte deutsche Nachwuchstalent den Kader - Yvonne Li aus Hamburg, die nicht nur amtierende Jugend-Europameisterin der Altersklasse U17 ist, sondern auch zur besten Nachwuchsspielerin Europas gewählt wurde.

Kattenbeck kehrt zurück

Am Landesleistungsstützpunkt Lüdinghausen wurde einst Kira Kattenbeck gefördert, als sie in Emsdetten das Badmintonspielen erlernte. Danach zog es die Nationalspielerin nach Wesel. Jetzt kehrt sie wieder zurück in die Steverstadt. Außerdem stehen weiterhin Karin Schnaase und die Silbermedaillen-Gewinner von Olympia 2012, Mizuki Fujii aus Japan, im Damenbereich zur Verfügung.

Bei den Herren hat sich weniger getan. Hier sind weiter der Indonesier André Kurniawan Tedjono, der belgische Publikumsliebling Yuhan Tan, der Niederländer Nicks Fransmann, der Engländer Matthew Nottingham und der deutsche Doppelmeister Josche Zurwonne aktiv.

Im erweiterten Kader stehen das eigene große Talent Jan Kemper sowie Trainer Christoph Schnaase. Neu dabei ist der vielfache deutsche Meister und Ex-Nationalspieler Ingo Kindervater, der vom BC Beuel nach Lüdinghausen kam, aber in erster Linie als neuer Bundestrainer für die Doppeldisziplinen wirken wird. "Ich denke, wir sind gut aufgestellt", freut sich Teammanager Michael Schnaase über den breiten Kader. Wie die Saison letztlich aber verlaufe, hänge wesentlich davon ab, mit welchen Aufstellungen die Teams jeweils antreten werden.

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