Mannschaft der SG Selm kämpft um den Aufstieg - aber das wichtigste Ziel ist ein anderes

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Eine Mannschaft der SG Selm liegt gut positioniert in der Tabelle. Wenn die Saison fortgesetzt wird, könnte das Team nach dem Aufstieg greifen. Dabei ist das gar nicht das primäre Ziel.

Selm

, 08.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aus sportlicher Sicht gibt es nichts zu meckern: 13 Punkte aus sechs Spielen geholt, erst eine Niederlage kassiert und in Schlagdistanz zum Spitzen-Duo. Und bei zwei Siegen aus den beiden Nachholspielen würde die Mannschaft auf den zweiten Platz aufrücken, nur einen Punkt hinter den Spitzenreiter.

Die Bilanz für die SG Selm II aus der Fußball-Kreisliga C kann sich sehen lassen. Der Blick bei der SG ist klar gen Aufstiegsplätze gerichtet. Dabei ist die Qualifikation für die B-Liga nicht einmal das primäre Ziel. „Wir haben von vornherein gesagt, dass die Entwicklung an vorderster Stelle steht“, sagt Marcel Seidel, Trainer der Selmer Reserve.

SG Selm II hätte gerne eine Reaktion gezeigt

Dass die Saison jetzt Corona-bedingt unterbrochen ist, passt da natürlich nicht besonders ins Konzept. Aber auch aus einem Grund hätte Selm II gerne die Saison fortgesetzt. Vor der Pause verlor die Mannschaft gegen den TuS Hiltrup III mit 0:2. „Da hätten wir gerne eine Reaktion gezeigt“, sagt Seidel.

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Mit einem Sieg wäre die SG am TuS vorbeigezogen. So ist der Rückstand auf die Hiltruper auf sechs Punkte angewachsen. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen, die die SG im Vergleich zum TuS Rückstand hat, wäre Selm aber wegen der besseren Tordifferenz vorbei.

Aber das Sportliche - rein von den Ergebnissen betrachtet - steht ja ohnehin nicht im Vordergrund. Dass die Mannschaft voran kommt, ist entscheidend. Dafür kann das Team die Pause nun nur bedingt nutzen. Immerhin soll sich die Mannschaft fit halten, damit sie, wenn der Trainingsbetrieb wiederaufgenommen wird, sofort zur Stelle ist.

Marcel Seidel macht keine Vorgaben

Vorgaben macht Seidel seinem dabei nicht. „Ich halte nicht viel von Trainingsplänen“, so der SG-Coach. „Da ist jeder für sich selbst zuständig. Wenn es auf dem Trainingsplatz losgeht, sieht man ohnehin, wer etwas gemacht und wer nicht.“ Weil noch offen ist, ob die Saison in diesem Jahr noch fortgesetzt wird, sei es ohnehin schwierig Vorgaben zu machen, meint Seidel, der in den vergangenen Wochen seine Trainer-B-Lizenz erworben hat.

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Zieht die Mannschaft dennoch mit, dürfte auch das Sekundärziel im Bereich des Möglichen liegen, auch, wenn der Fokus auf der Entwicklung liegt. „Wenn es am Ende für den Aufstieg reicht, nehmen wir das gerne mit“, meint Seidel.

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