Niels Kleischmann - von der B-Liga zum Startelf-Kandidaten im Bezirksliga-Team des SuS Olfen

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Niels Kleischmann spielte die Hinrunde bei der zweiten Mannschaft des SuS Olfen in der Kreisliga B. Jetzt ist er plötzlich wieder im Kader der Ersten. Und könnte Samstag in der Startelf stehen.

Olfen

, 27.01.2020, 14:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach seiner Auswechslung in der Halbzeitpause geht Niels Kleischmann (25) entspannt zur Olfener Bank zurück. Vorher klatscht er noch Norbert Sander, Sportlicher Leiter des Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen, ab. Sie reden über die 0:5-Niederlage ihrer Schalker gegen den FC Bayern. Dann geht Kleischmann Richtung Bank weiter. „Bleibst du jetzt dran?“, wirft Sander ihm noch hinterher. „Ja, ich bleib‘ dran“, verspricht Kleischmann.

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Dass der großgewachsene Blondschopf gegen Borussia Ahsen am Donnerstag (5:2) und auch beim Erfolg gegen BW Alstedde (4:3) am Sonntag jeweils von Anfang an spielte, offenbart zwei Erkenntnisse: Erstens plagen den SuS Olfen massive Personalprobleme vor dem Nachholspiel gegen Adler Weseke (1. Februar). Darius Brüggemann, Niklas Mählmann, Felix Schröder, Michael Karwot - vier einstige Stammspieler waren beruflich bedingt oder verletzungsbedingt keine Option für die Startelf.

Niels Kleischmann kann und will dem SuS Olfen weiterhelfen

Das soll aber Kleischmanns Einsatz nicht schmälern. Er ist nicht nur mangels Alternativen wieder auf dem Feld. Denn - und das ist Erkenntnis Nummer zwei - „Kleischi“ ist wieder so im Saft, dass er der Bezirksliga-Truppe weiterhelfen kann. „Der hat ein paar Kilo runter“, bemerkt SuS-Coach Michael Krajczy süffisant am Rande der Partie.

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Tatsächlich: Kleischmann präsentierte sich schlanker. Das Bäuchlein ist weg, die Beinmuskulatur wirkt durchtrainiert. „Ich habe mich körperlich wieder in Form gebracht“, sagt Kleischmann selbst.

Nach seiner Rückkehr spielte Kleischmann fast nur in der Zweiten

Noch in der Hinrunde sah das anders aus. Kleischmann, der vor zwei Jahren von Union Lüdinghausen zurückkehrte, hatte seitdem vornehmlich nur in der zweiten Mannschaft gespielt.

„Ich hatte mit der Zweiten eine super Hinrunde. Natürlich liebäugelt man immer mal damit, wieder in der Ersten zu spielen. Jetzt hatte ich die Chance, mal wieder bei der ersten reinzuschnuppern. Es sind ja vier Leute verhindert. Ich freue mich aber über die Wertschätzung“, sagt Kleischmann.

„Und es hat mir sehr gefallen. Ich trainiere jetzt erstmal wieder oben mit, und schaue, zu wie vielen Einsatzzeiten es reicht. Ich werde versuchen, mich zu beweisen. Der Kader soll im Hinblick auf die Rückrunde breiter aufgestellt sein“, sagt Kleischmann.

Michael Krajczy gibt Kleischmann eine Chance

„Ich finde gut, dass Michael auch Spielern aus der zweiten Mannschaft eine Chance gibt“, sagt Sander. „Wir haben 17 Spiele vor uns. Du wirst jeden brauchen“, sagt Krajczy.

Niels Kleischmann - von der B-Liga zum Startelf-Kandidaten im Bezirksliga-Team des SuS Olfen

Niels Kleischmann entschuldigt sich bei Albert Juric für das Foul. © Sebastian Reith

Gegen Alstedde spielte Kleischmann auf der Doppel-Sechs. Dabei hatte er die Vorbereitung eigentlich gar nicht bei der ersten Mannschaft absolviert, sondern war erst kurzfristig gegen Ahsen aufgerückt. Immer wieder delegierte sein Trainer das Stellungsspiel und lobte ihn bei guten Aktionen - und die hatte er. Ballgewinne, Pässe in die Tiefe und Standardsituationen, zu denen der SuS Olfen den Rechtsfuß schon als Schütze auserkoren hat.

Manchmal ging es für den 25-Jährigen aber auch zu schnell. So traf er Alsteddes Albert Juric beim Klärungsversuch, nachdem dieser vor ihm den Ball weggespitzelt hatte. Das Tempo zwischen einem Bezirksligisten und einem A-Liga-Spitzenteam ist naturgegeben ein anderes als in der Kreisliga B. Doch Kleischmann muss sich wahrscheinlich erst wieder an das Niveau gewöhnen. In Lüdinghausen und früher in Olfen hat er schon einmal Bezirksliga gespielt. Und er will ja dranbleiben, hat er versprochen.

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