Niklas Neuman spielt bei der SG Selm, als wäre er nie fort gewesen

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Selm, Nordkirchen, Lüdinghausen und nun wieder Selm. Niklas Neumann ist wieder dort, wo er auch das Fußballspielen gelernt hat. Nach zwei Toren ist er jetzt auch voll angekommen.

von Nico Ebmeier

Selm

, 27.09.2019, 12:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sein Trainer Deniz Sahin bezeichnet ihn als „fußballverrückt“, er selbst sieht sich eher als ruhigen Zeitgenosse. Nach einem Jahr außerhalb von Selm ist Niklas Neumann nun wieder in seine Fußballheimat zurückgekehrt.

„Ich wollte einfach mal etwas anderes ausprobieren, wollte gerne Bezirksliga spielen“, erklärt er seinen Wechsel zum FC Nordkirchen in der Sommerpause 2018. Doch bei der Jaber-Truppe konnte er sich nie wirklich durchsetzen, also wechselte er im folgenden Winter zum Konkurrenten aus Lüdinghausen und holte sich wieder das Selbstvertrauen, was ihm in Nordkirchen verloren ging.

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Dritter Transferperiode - Dritter Wechsel. In diesem Sommer ging es dann wieder zurück in die A-Liga und zur SG Selm, zu der er als Seniorenspieler vom SuS Olfen gewechselt war. „Ich wollte einfach wieder in meinem Ort spielen. Ich brauche hier drei Minuten mit dem Fahrrad zum Training, kenne hier alle Leute“, sagt Neumann.

Doch aus dem erhofften Aufschwung wurde zunächst nichts. Nach wenigen Wochen in der Vorbereitung verletzte sich der 20-Jährige schwer. „Ich glaube, im Fuß waren alle meine Bender durch“, erklärt er. Dafür ist er nach seiner Verletzung scheinbar stärker denn je zurück gekommen. Zwei Spiele, zwei Tore und ein Extra-Lob von Deniz Sahin: „Wir freuen uns sehr, dass er so stark wiedergekommen ist. Ich bin mir sicher, dass Selm noch viel Spaß an Niklas Neumann haben wird.“

„Selm wird an Niklas Neumann noch viel Spaß haben.“

Und dabei sind Tore dem eigentlichen Mittelfeldspieler völlig egal: „Ich freue mich genau so sehr, wenn ich eine schöne Torvorlage geben kann. Die Mannschaft ist das Wichtigste.“

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Im Leben neben dem Platz ist der „Fußballverrückte“ ein ganz ruhiger Zeitgenosse. „Ich bin nicht so der Typ, der jetzt jeden Tag Party macht“, sagt er selbst. Aktuell studiert er Sozialpädagogik an einer Fachhochschule. Später würde er gerne in Jugendzentren oder ähnlichen Einrichtungen arbeiten.

Am nächsten Wochenende begrüßt Selm den Ligazweiten aus Mecklenbeck. Um seine Torquote aufrecht zu halten, müsste Neumann da auch wieder treffen. „An so etwas möchte ich gar nicht denken“, revidiert er. „Mecklenbeck ist ein sehr starker Gegner. Dennoch sind wir richtig gut drauf und wenn wir alles geben, sind auf jeden Fall drei Punkte drin.“

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