Nils und Lars Bußkamp sind in Cappenberg vereint und schießen die Kreisliga B auseinander

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Nach einer enttäuschenden Saison in Herbern spielen die Bußkamp-Brüder jetzt zusammen in Cappenberg. Dort treten sie in große Fußstapfen und haben sich selber hohe Ziele gesteckt.

von Carl Brose

Cappenberg

, 05.09.2019, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie haben es immer wieder probiert, aber nie hat es so wirklich geklappt - bis jetzt zumindest. Die Bußkamp-Brüder sind in der zweiten Mannschaft von GS Cappenberg endlich vereint. So richtig zum ersten Mal in ihrer Karriere. Und dort haben die beiden auch direkt einiges vor. „Mit dieser Mannschaft ist der Aufstieg drin“, sind sich die Brüder einig.

Ihre letzte gemeinsame Spielzeit haben Nils und Lars Bußkamp in keiner guten Erinnerung. In der vergangenen Saison standen sie beide im Kader bei SV Herbern II, doch Lars Bußkamp fiel mit einem Bandscheibenvorfall fast die komplette Saison aus. Nur das letzte Saisonspiel standen die Brüder gemeinsam auf dem Platz. Aber da ging es nicht um den Aufstieg, wie vor der Saison erwartet, sondern Herbern hatte nur wenige Spieltage zuvor den Nicht-Abstieg sicher gemacht.

Enttäuschende Saison in Herbern

„Die Zeit in Herbern lief nicht, wie wir uns das vorgestellt hatten. Auf einmal ging es gegen den Abstieg, dabei wollten wir eigentlich oben mitspielen“, sagt Nils Bußkamp über die missratene Saison. In dieser Spielzeit soll das anders werden. In der Sommerpause wechselten die Brüder geschlossen zu GS Cappenberg, nicht zuletzt weil es in Herbern vor Saisonbeginn etwas chaotisch zu ging. Für Nils war es eine Rückkehr, denn er spielte bereits zuvor zwei Jahre in Cappenberg.

Lars hingegen spielte seine gesamte Karriere in Herbern: „Ich habe lange überlegt, von Herbern wegzugehen, hier kannte ich alles. Letztlich hat auch Nils mich davon überzeugt, mit nach Cappenberg zu kommen.“ Aber jetzt sind beide gut bei ihrem neuen Verein angekommen.

Bei GS Cappenberg II bilden sie zusammen das neue Sturmduo. In den ersten vier Saisonspielen erzielten sie bereits neun Tore - Lars traf viermal und Nils fünfmal. Für Lars Bußkamp war der Gang zu einem Verein herunter in die Kreisliga B kein großes Problem: „Wir haben hier eine Mannschaft mit Ambitionen auf den Aufstieg. Die Jungs hier können schon kicken.“

Die Brüder ergänzen sich

Durch ihren unterschiedlichen Spielstil ergänzen sich die Brüder als Sturmpartner. „Lars bringt Geschwindigkeit und Power mit und ist vor allem im Sechzehner zu finden. Nils hat eher die Technik und das Auge für den Mitspieler, er spielt etwas tiefer als Lars“, beschreibt Trainer Markus Schnatmann das Zusammenspiel der beiden.

Die Brüder sind im Cappenberger Sturmzentrum in große Fußstapfen getreten. Im Sommer verließ Top-Torjäger Daniel Piotrowski die Mannschaft in Richtung FC Overberge, in der vergangenen Saison erzielte er 29 Tore. Nun müssen ihn unter anderem die Bußkamps in der Offensive ersetzen, wobei sie dabei auf einem guten Weg sind.

Bußkamps Überzeugen nicht nur mit Toren

Denn auch über ihre Tore hinaus haben sie bereits eine besondere Bedeutung für die Mannschaft. „Nils ist ein Sprachrohr der Mannschaft. Er ist direkt zum zweiten Kapitän von der Mannschaft gewählt worden. Auch auf Lars hören viele, weil er trotz junger Jahre bereits viel Erfahrung hat. Dazu reißt er Spiele an sich und zeigt viel Präsenz“, so Schnatmann.

Die Brüder fühlen sich jedenfalls wohl in Cappenberg. „Mir macht es Bock, mit meinem Bruder zusammenzuspielen. Das macht Spaß und ergänzt sich gut“, sagt Nils Bußkamp. Und auch für Lars ist etwas Besonderes: „Das ist mal was anderes, sonst haben wir bisher fast nur gegeneinander gespielt oder sind uns gar nicht auf dem Platz begegnet.“ Will Cappenberg II die hochgesteckten Ziele erreichen, kommt es jedenfalls auch auf die Bußkamp-Brüder an, die endlich vereint sind.

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