PSV Bork hatte schon seit dem 28. April keine Chance mehr

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Rückblickend ist der PSV Bork schon weit vor dem 26. Mai abgestiegen, nämlich per 2:3-Niederlage gegen den VfL Kamen. Heessens Relegationspleite hat aber noch weitere Konsequenzen.

Bork

, 11.06.2019, 12:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Hoffnungsspiel hatte der TuS Niederaden, Ligakonkurrent des PSV Bork, noch gewonnen. Eine Woche später steigt der TuS dennoch mit dem PSV Bork in die Fußball-Kreisliga B Unna-Hamm ab, weil der SVE Heessen nicht mitspielte.

Der Meister der Kreisliga A1 SVE Heessen hatte das Entscheidungsspiel um den Direktaufstieg gegen die SG Massen verloren. Die Hammer mussten daraufhin gegen den FC Türk Sport Bielefeld in eine überkreisliche Relegationsrunde - und verloren diese.

Die Borker, die bei eigenem Sieg am letzten Spieltag das Hoffnungsspiel hätten bestreiten müssen, können im Nachhinein sagen, dass der Einzug ins Hoffnungsspiel auch nichts mehr genützt hätte. Schon vor dem Saisonfinale hatte etwa Spieler Sanmi Ojo den Modus kritisiert, dass der PSV selbst bei einem Sieg im einem Entscheidungsspiel noch von anderen Teams abhängig sei.

Bork hatte seit dem 28. April keine Chance mehr

Für die Borker errechnet sich jetzt auch ein neues, zweites Abstiegsdatum: Denn klar ist jetzt, dass nur der 13. drin geblieben wäre. Bork hätte also Niederaden und Wethmar überholen müssen, um die Klasse zu halten und hätte statt der geholten 17 mindestens 26 plus ein besseres Torverhältnis als Wethmar II aufweisen müssen. Sicher wären 27 Punkte gewesen. Schon seit Sonntag, 28. April, der bitteren 2:3-Niederlage beim VfL Kamen, war Borks Klassenerhalt nicht mehr möglich - natürlich rückwirkend gesehen.

Heessener Niederlage bringt nur Verlierer im Kreis Unna-Hamm

Nach der heftigen 2:6-Niederlage beim FC Türk Sport Bielefeld im Hinspiel der Relegation erspielten sich die A-Liga-Fußballer des SVE Heessen am Sonntag einen 3:0-Sieg und verpassten den Aufstieg damit um einen Treffer. Der wäre allerdings nötig gewesen, damit der TuS Niederaden die Klasse in der A-Liga Unna-Hamm noch gehalten hätte.

Besonders bitter: Mit einer der letzten Aktionen des Relegations-Rückspiels verfehlte ein Freistoß Heessens sein Ziel nur um einige Zentimeter. Aber es wird noch schlimmer für den TuS. Im Hinspiel auf dem grenzwertigen Platz der Bielefelder, der zur Hälfte aus Asche und Naturrasen besteht, verschossen die Heessener einen Elfmeter.

Niederaden ist stolz auf die eigene Moral

„Die Chancen waren auf jeden Fall da“, sagte Niederadens Thomas Orfanidis nach Abpfiff und dem damit besiegelten Abstieg. Er verpasste die vergangenen zwei Wochen urlaubsbedingt. Bei seiner Abreise sah der TuS aus wie ein sicherer Absteiger, der sich allerdings im letzten Saisonspiel und in der Relegation doch noch die Restchance bewahrte. „Wir haben schon ein paar Wunder bewegt. Die Mannschaft bleibt zusammen, das zeugt von Moral“, so Orfanidis.

Die Niederadener, die extra nach Hamm-Heessen gefahren waren, wunderten sich, wie Türk Sport das Hinspiel so klar gewinnen konnte, kamen die Bielefelder doch vor allem durch Fehler der Gastgeber zu Gelegenheiten. Die ersten TuS-Akteure schauen sogar schon nach vorne. „Wir konnten uns ja irgendwie drauf vorbereiten. Im Endeffekt ist es jetzt trotzdem bitter, vor allem wenn man das Hinspiel gesehen hat. Es ist scheiße, aber weiter geht‘s“, sagte etwa Axel Schulze Beckinghausen.

Auch Nordbögge und Maroc Hamm erwischt es

Die Heessener Niederlage setzte eine Kettenreaktion in Gang, die auch für untere Ligen Folgen hat. Niederaden steigt ab, genau so wie der VfK Nordbögge, der das Entscheidungsspiel gegen den PSV Bork II gewann, und SKC Maroc Hamm aus der C-Liga. Drei Entscheidungsspiele hätte sich der Kreis sparen können.

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